Bandenkriminalität in Wien

  • Warum bei solchen Meldungen wie den letzten beiden keine Schusswaffen benutzt wurden bleibt mir ein Rätsel. Wenn ein Mob derart bedrohlich auf einzelne Polizisten losgeht halte ich das für gerechtfertigt. Anders werden die es nie lernen.

  • Bei der Polizei setzt man laut Presse offenbar auf Deeskalation. Mir geht es hier aber weniger um die Fragen, wie man damit umgeht resp. das hintanhält, sondern einfach um die Beobachtung, dass es nun so ist. Aus Preppersicht frage ich mich,

    - wie entwickelt sich das angesichts der Bevölkerungsstruktur in Wien weiter,
    - was machen die Bandenmitglieder, wenn sie erwachsen sind, und wie sieht unsere Gesellschaft dann aus,
    - wie reagieren diese Personen im Krisenfall

    - und was bedeutet das für das tägliche Verhalten heute und für die Wohnortwahl in Zukunft

    Do today what others won't, do tomorrow what others can't

  • @HolF: Hättest du den Artikel vom 3. Juli genau gelesen, hättest du gelesen, dass die Polizisten ihre Dienstwaffen gezogen hatten.
    Das mit der Verhältnismäßigkeit nach der Polizisten immer einschreiten müssen hat @Ben ohnehin schon erläutert und jede weitere Bemerkung/Meinungsäußerung dazu hat mMn nichts mehr mit Preppen zu tun, deswegen spare ich sie mir.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Zitat von capraibex im Beitrag #6
    - wie entwickelt sich das angesichts der Bevölkerungsstruktur in Wien weiter,
    - was machen die Bandenmitglieder, wenn sie erwachsen sind, und wie sieht unsere Gesellschaft dann aus,
    - wie reagieren diese Personen im Krisenfall

    - und was bedeutet das für das tägliche Verhalten heute und für die Wohnortwahl in Zukunft

    Naja ich vermute es wird ein bissl ungemütlicher, jetzt vor allem in Wien, es wird ein wenig in Richtung Deutscher Verhältnisse gehen:

    Clans im Ruhrgebiet

    und die

    Strategien zur Bekämpfung.

    Ich hab längere Zeit in Floridsdorf gewohnt, in einer der rauheren Gegenden. Drive by, Selbstmord mit Erdgas, Politischer Mord unter Tschetschenen, Roadrunnertreffpunkt, alles vor meiner Haustüre. War für mich kein Problem, war nie zur falschen Zeit draußen und lebte alleine. Mit Schulkindern und Partnerin hätte ich mich deutlich weniger wohl gefühlt.



    Jetzt bin ich eher sehr spontan nach Döbling gezogen. Fühle mich da genau so sicher wie in Floridsdorf, allerdings wirken die neuen Nachbarn, alles nette ältere Leute etwas ängstlicher, überall werden Alarmanlagen eingebaut, mit allen und immer öfteren Fehlalarmen.


    Weil ich oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin hab ich mir ein scharfes langes Werkzeug in den Rucksack getan, hatte allerdings noch nie das Gefühl es zu benötigen. Ich gehe unübersichtlichen Situationen eher aus dem weg, wechsle vorausschauend aber auch einmal die Straßenseite, oder mach im Park einen kleinen Umweg.



    In New York wollte ich einmal per U-Bahn die Bronx besuchen und musste feststellen die haben das dort sehr pragmatisch gelöst. Sehr viele Züge die durch die Bronx in die nördlichen Nobelviertel (Riverdale) gefahren sind hielten nicht in der Bronx. Für den Problembezirk gab es eigene sehr abgeschabte Züge die dann auf den wackeligen eisernen Brückenstationen in der Bronx anhielten. Ich versuchte mich unauffällig und defensiv zu verhalten, alles war gut.


    Dazu noch die Methode der (Klein)Kriminalitätsbekämpfung aus den späten 90er Jahren in

    New York

    Döbling ist meines erachtens immer noch ganz gut und sicher mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Stadt angebunden. Anders schaut das in Dornbach oder Neuwaldegg aus, da müssen die Schulkinder durch voraussichtliche nogo Aeras mit der Straßenbahn zockeln.



    LG


    PP

  • Ich halte die Verhältnismässigkeit für gewahrt wenn 20 oder mehr Personen zwei Polizisten ernsthaft ans Leder wollen. Und ja, ich hatte gelesen dass sie die Waffen gezogen hatten, zumindest die einen. Ein Warnschuss hätte sicherlich deeskalierend gewirkt. Wenn in einem Mob jeder einzelne Ziel werden kann und die Sicherheit der Masse nicht mehr gewährleistet ist, dann überlegt sich so mancher es sich sicherlich auch nochmal anders.

    Ich bin eben der Meinung bei manchen Situationen, wie ein Mob der dir ans Leder will, ist Deeskalation der falsche Weg. Wird von der Masse wahrscheinlich eher als Schwäche ausgelegt werden und tendiert eher dazu einen Angriff zu "provozieren". Auch wenn wir von Polizisten "mehr" erwarten können als vom einfachen Bürger sollte das nicht soweit gehen dass sie sich verprügeln lassen müssen weil ein paar Jungs der Meinung sind sie müssten Randale machen.

  • @HolF : Es ist die klassische Situation. Als Beteiligter musst du innerhalb von Sekunden (oder Bruchteilen davon) reagieren, als Beobachter und Richter hat man nachher Wochen und Monate Zeit zu sagen was alles falsch gelaufen ist. Wenn man noch nie in so einer Situation war ist es verdammt schwierig sowas dann sauber zu beurteilen. Meine persönliche Schlussfolgerung: Alle Beteiligten haben unverletzt überlebt, damit kann die Reaktion nicht so falsch gewesen sein.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Einen Bleistift zu verwenden ist ja nicht so schlau seit der Erfindung des Radiergummis.

    Zitat von whswhs im Beitrag #4
    Die Beste Lösung ist da ein Bleistift an der Wahlurne


    Das ist insbesondere lustig für mich, weil ich aus Prinzip meinen eigenen Stift mit Dokumentenechter Tinte verwende.




    Zitat von HolF im Beitrag #2
    Warum bei solchen Meldungen wie den letzten beiden keine Schusswaffen benutzt wurden bleibt mir ein Rätsel.

    vs.


    Zitat
    Sie zogen ihre Dienstwaffe und drohten Waffengebrauch an, um die Männer auf Distanz zu halten. Als mehrere Streifenwagen zur Verstärkung eintrafen, „flüchteten fast alle, die die Polizisten umzingelt hatten“, berichtete Polizeisprecher Harald Sörös.



    Ich glaub das Thema klopft schon an die Moderationtür und will beendet werden

  • Test, um zu sehen, ob dieser Thread immer noch geschlossen ist.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Ben

    Hat das Thema geschlossen