Nicht nur die Zeit vergeht

  • Was mit 60 noch locker ging kann mi 70 plus gerade noch möglich sein.
    Wie aber wird es in den nächsten Jahren sein?

    Es handelt sich dabei nicht um ........ sondern ganz einfach darum, im Bedarfsfall einen vollen Wasserkanister (20 Liter) vom Keller in den 3.Stock einer Stadtwohnung zu tragen, und damit hantieren (zB Wasser in den WC-Spülkasten leeren).
    Bei unserer Jährlichen Übung kamen meine Frau und ich zur Erkenntnis, dass wir bei "geht gerade noch" angelangt sind.

    WAS IST DAHER ZU TUN?
    Überhaupt mehr Vorräte in die Wohnung verlagern?
    Reicht es auf kleinere Gebinde Umzusteigen?
    Wie kann ich diese anderen Formate wieder unterbringen?
    Lohnt es sich ausschließlich mit PET Flaschen einzudecken?
    Kann ich mir dadurch die Konservierung des Wassers ersparen wenn ich zB nur einen Teil der Flaschen rotiere, den anderen Teil als Nutzwasser einfach liegen lasse?
    Was mache ich dann aber mit den vielen leeren Flaschen?
    Handle ich mir durch eine Umstellung neue, für mich noch nicht erkennbare, Probleme ein?

    Was meint ihr?
    Über eure Meinungen
    freut sich Grauer Wolf

  • Wäre umziehen eine Option? Auch im Hinblick auf zunehmende Probleme die Treppen überhaupt zu bewältigen. (Ich kann es mit meiner Behinderung nicht und ich bin gerade 54).

  • Umziehen ist an sich nicht notwendig, da im Normalfall die Wohnung durchaus "altengerecht" ist und mittels Lift erreichbar ist. Das Problem entsteht erst dann wenn es zu einen Stromausfall kommt.

  • Ich denke, dass es Teil der Prepper-Idee ist, Vorbereitungen und Ausrüstung an die jeweilige Situation anzupassen und gegebenenfalls abzuändern. Mich beschäftigen deine Überlegungen auch immer wieder, wir sind kinderlos und wollen auch im hohen Alter möglichst lange alleine klar kommen. Du hast ja schon einiges angesprochen, ja, kleinere Gebinde machen sicher Sinn, ein 20l Kanister 3 Stockwerke hoch, da möchte ich so manchem 20-jährigen zusehen 😁
    Du kannst die leeren Flaschen ja mit Leitungswasser wiederbefüllen und so rotieren, dann fällt das Problem der "vielen leeren Flaschen" weg (falls du nicht auf "Perlwasser" fixiert bist)

  • Ich denke das kleinere Gebinde grundsätzlich praktischer sind, nicht nur wenn man älter wird sondern weil man nie weiß wer es aller benutzt. Ich bin groß und (noch) kräftig, mir tun 2 x 20 L Kanister keinen großen Streß. Aber meine letzte Freundin wog 40 Kilo, die hätte schon mit einem Kanister massive Probleme. Oder wenn ich an meine pensionierte Nachbarin denke, da sind 1,5 L die Grenze. Daher habe ich mir auch 5 L bzw 10 L Kanister besorgt. Und PET Flaschen im 6 Pack als Ergänzung. Meine Vorräte lagere ich in Euro Kisten, aber ich habe sie so befüllt das sie max. 20 Kilo wiegen. Damit kann ich eine Kiste (oder 2) problemlso tragen. Ob das in 20 Jahren noch reicht ... keine Ahnung.

    PET Flaschen tausche ich ab und zu aus, aber eher planlos. Wenn sie mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser befüllt waren, dann brauche ich sie nicht extra behandeln. Das schlimmste was passieren kann sind irgendwelche Stoffe die von der PET Flasche ins Wasser übergehen. Aber ich habe ja keinen Mehrjahresvorrat als PET. Und damit ist mir die Chemie egal. Andererseits verwende ich abgelaufene Flaschen zum Blumen gießen ... Und der Extramüll landet im Altplastik. Daher versuche ich sowas zu vermeiden.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • kleinere 10 literkanister/ Lastenkraxe damit Kanister auf den Rücken oder von Kanister fur WC brauchwasser auf Gartendruckdüse /oder 12volt tauchpumpe in kanister umstellen und sich so das umkippen zu sparen und Wasserbedarf zu verkleinern...

    kenne leider dein Treppenhaus und Lage nicht

    ich bin im 4 stock immer ohne lift
    für brauchwasser hab ich 20 liter mit Hahn und 16 liter Weithals inkl Vorrustung fur Tauchpumpe...( hab eh keinen WCkasten)

    kann ich mit kleinen Kanister oder Pet-flasche nachfüllen ..je nach meinem ist Zustand und wieweit ich das wasser rannschaffen muss..

  • Aus meiner sicht wäre in letzter Konsequenz nur ein Umzug (bei zeiten) in eine andere altengerechte Wohnung angesagt.
    Ich sehe bei meiner 88 jährigen Mutter, die neben uns wohnt, was alles nicht mehr geht.

    Zum Avatar wäre nur zu sagen - lang ist's her

  • Dein Problem mit dem Lift könnte man lösen. Ein grosser Notstromaggregat. Natürlich nur wenn man nicht zur Miete wohnt und alle Parteien damit einverstanden sind und sich auch daran Beteiligen.
    Denn so ein Ding, wenn er am Laufen ist einen ziemlichen Krach macht. Vor allem wenn es ein Diesel ist. Im Heizungsraum würde man sicherlich Platz finden..
    Als guten Grund könnte man ja vorbringen, dass auch SIE nicht jünger werden.. Quasi als Vorsorge.. Comforterhöhung..
    Eine Partei oder zwei werden sich sicherlich quer stellen (Nutzniesser/Schlaumeier). Aber mit dem muss man halt Rechnen/Leben. Man will es ja in erster Instanz ja für sich machen oder?

    Wenn man zur Miete wohnt, wird es schwieriger. Da werden sich die Vermieter und Mieter sicherlich nicht daran beteiligen.
    Wenn man das OK. durch einen Zufall kriegen würde, müsste man es meistens selber Berappen und bei einem Wegzug alles wieder zurückbauen oder dem Vermieter kostenfrei überlassen.
    TIPP: Alles Schriftlich! Denn nach ein paar "Vermieterwechsel" weiss dann niemand mehr was abgemacht wurde!

    Letzeres habe ich bei meiner letzten Mietwohnung machen müssen. Da stand ich total auf Technik und WLAN war noch nicht erfunden worden..
    Habe es gerne gemacht und am Schluss dem Vermieter geschenkt , weil Zurückbauen auch Geld verschlungen hätte.

    Das Problem mit dem Schleppen wird bleiben. 20 Lt Wasser, bleiben 20 Kg. Gewicht. Kleinere Gebinde wären da sicherlich eine gute Lösung und wenn eine Arbeit halt länger geht, was sölls.. Dann geht es halt ein bisschen länger!
    Nicht immer Ruck-Zuck-Zack-Zack! Sondern nach italienischer Art: Piano-Piano..

  • Wasser für die WC-Spülung würde ich nicht einmal als junger Mensch in den 3. Stock tragen. Wahrscheinlich ist der Kanal sowieso bald zu...
    Besser die Fäkalien hinunter tragen - das kann man im besten Fall noch inwändig ;) Im schlechtesten Fall in einem Nachttopf, war früher sogar für Könige Standard...
    Die moderne Version des Nachttopfes ist das "Eimer-WC" https://www.bundeswehr-und-mehr.de/a-4192/
    Da geht alles in ein wasserdichtes Sackerl, das man bei Zeiten nach draußen bringt (wohin auch immer...)

    Irgendwann wird es im Alter für Alleinstehende trotzdem eng. Auch dafür sollte man vorsorgen; Durch gute Nachbarschaft z.B.

  • Wir überlegen ja Haus zu bauen. Das würden wir nur mit eg und 1. Stock ohne Keller wahrscheinlich. Stauraum im eg hilft dann im Alter aber mein Mann schimpft in der Planung über jeden m2 weil er sagt er kann ja daneben eine Lagerhalle bauen. Trotzdem wird es im eg stauraum geben (müssen)

  • Ein Keller unter einem Wohnhaus ist tatsächlich teuer und risikoreich (auf ebenem Baugrund entsteht da eine Wanne - wenn der Keller undicht ist, hast ewig Wasserschäden und Schimmel). Ein Lagerraum zu ebener Erd neben dem Wohnhaus ist sicher billiger...

    Ich sage es immer wieder: schauts euch das Freilichtmuseum in Stübing an! Da sieht man wie früher gebaut, gelebt und ÜBERLEBT wurde! Keller gab es früher nur, wenn sich das geologisch angeboten hat (Hanglage, poröses Gestein etc.)

    In unserem (alten) Haus gibt es unten drin einen historischen Gewölbekeller; Aus Steinen geschlichtet und in den Hang bis zum Felsen gebaut - da gehen die wasserführenden Schichten mitten durch den Raum ;)

    Aber das ist eigentlich ein ganz anderes Thema; Vielleicht sollte man da einen eigenen Thread eröffnen: Bauen als Prepper oder so ähnlich.

  • Na als erstes würde ich eine anständige Sackrodel empfehlen, dann schleifst du die Kanister noch eine Zeitlang ohne Probleme.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Ich finde diesen Threat absolut zeitgemäß und wichtig.

    Wie bereits @Makoto vollkommen richtig schreibt, dass ist Teil der Prepper Idee, und ganz ehrlich, älter werden wir alle.
    Umziehen würde ich in Eurer Situation auch nicht als erste Option wählen, sondern mich Situationsbeding zu arrangieren. Sprich bereits im Vorfeld etwas mehr Vorräte, Hygieneprodukte etc. einlagern. Dafür stehen etliche Online Lieferanten wie etwa Billa, Merkur zur Verfügung, welche bis zur Eingangstüre täglich beliefern. Wenn man etwas Platz zuhause hat, wäre dieses bestimmt eine tolle Option um genügend Waren im Bedarfsfall zu haben.

    To be on the safe side of life !

  • Wenn du deine Vorräte vor allem in die Wohnung verlagerst, hast du einfach den riesen Vorteil, dass du im Krisenfall nicht alles raufschleppen musst. Mit einer Sackrodel ginge es schon, aber diese kannst du mit zunehmendem Alter auch mit immer weniger Gewicht beladen. Dies wiederum bedeutet, dass du die Strecke "Wohnung-Keller-Wohnung" öfter zurücklegen musst. Ist also auch nicht soooo praktisch. Also überflüssige Sachen ausmisten und Stauraum für Vorräte dadurch schaffen.
    lg
    12er_scout

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Wenn er die passenden Räumlichkeiten hat, wäre es eventuell eine gute Lösung. Warum nicht!
    Probleme entstehen, wenn er keinen Zimmer für seinen Lager freimachen kann, oder öfters Besuch kriegt. Es langt nur der / die Nachbar /-in und die Neugierde..
    Besuch geht meistens nicht in dem Keller, aber verirrt sich meistens, wenn er auf WC suche ist.. Macht die falsche Türe auf.. oder ist schon offen weil man vergessen hat sie zuzumachen und steht plötzlich in einem Lebensmittelladen.
    Dann ist schnell fertig mit für sich selber Preppen vor allem wenn es dann jeder weiss.
    Mit dem Spruch: Erzähl es niemandem.. Behalt es für dich.. Geheimnis.. Hat nie geklappt und wird auch nie klappen!

  • die mörtelboy lösen aber das Problem nicht

    denn wenn Strom da ist hat er lift...
    wenn kein Strom da ist funktioniert auch kein mörtelboy , auch ist die Höhe zu gross...

    die treppensackkarre von oben, als Rutscher oder als 3 rollenwechsler ist glaube das flexibelste praktischte...gibt es auch mit Verbauter einkaufstasche

  • Kleine Gebinde zum Transport machen in jedem Alter Sinn.
    Auch in „jungen“ Jahre kann man sich verletzen und dann gehen 20 Liter oder eine große schwere Kiste auf einmal gar nicht.
    Ich habe alles so gelagert das man es leicht zerpflücken kann und somit auch Kinder tragen können.
    Bei Trinkwasser setze ich auf PET-Flaschen und schau das ich sie einigermaßen rotiere.
    Gelagert wird bei mir im Keller. Kein Platz in der Wohnung.
    @Grauer Wolf in Wien solltest du, je nach Bezirk, bis in den 3 Stock auch bei einem Blackout fließend Wasser haben.
    Wenn ihr genügen Platz habt, würde ich viel in der Wohnung lagern. Halt so, dass die Wohnung noch Wohnung bleibt und nicht zum Lager wird.

  • Zitat von prepperfamily im Beitrag #9
    Wasser für die WC-Spülung würde ich nicht einmal als junger Mensch in den 3. Stock tragen. Wahrscheinlich ist der Kanal sowieso bald zu...
    Besser die Fäkalien hinunter tragen - das kann man im besten Fall noch inwändig ;) Im schlechtesten Fall in einem Nachttopf, war früher sogar für Könige Standard...
    Die moderne Version des Nachttopfes ist das "Eimer-WC" https://www.bundeswehr-und-mehr.de/a-4192/
    Da geht alles in ein wasserdichtes Sackerl, das man bei Zeiten nach draußen bringt (wohin auch immer...)

    Irgendwann wird es im Alter für Alleinstehende trotzdem eng. Auch dafür sollte man vorsorgen; Durch gute Nachbarschaft z.B.



    "Kanal bald zu" habe ich schon einige Male gehört.


    Allerdings verstehe ich nicht warum. Habe aber auch noch kein Haus gebaut.


    Wo liegt die mögliche Sperre zwischen 3.Stock und Hauptkanal?


    Braucht es im Normalfall dazu elektr. Energie für eine ordentliche Entsorgung?


    Wird es nicht so sein, dass im Krisenfall weniger in den Kanal kommt, da nur wenige Menschen Wasser für den Transport der Fäkalien haben werden?


    Besteht nicht in erster Linie die Gefahr dass eine Verstopfung bereits in der WC Muschel stattfinden könnte?


    HG


    Grauer Wolf

  • Leute das mit dem Fensteraufzug ist doch eine tolle Idee.
    Es muss doch nicht elektrisch sein es kann ein stinknormaler kleine Flaschenzug auch sein oder nur eine große Umlenkrolle.
    Das Ding kann man dann entweder im treppenhaus oder am fenster montieren.

    Sowas erleichtert sowieso das schleppen. Und wenn man dann einen verbündeten Nachbarn hat. Kann man sich da gegenseitig unterstützen.

    Ich würde euch trotzdem anraten umzuziehen. Es ist ja nicht nur das Schleppen der Lebensmittel, für einen selbst wird es ja auch immer schwerer die Treppen hochzukommen wenn der Strom weg ist.
    Jetzt stellt euch noch vor es sitzt einer von euch im Rollstuhl. Wie wollt ihr dann bei einem Brand schnell aus dem Haus flüchten wenn der Aufzug nicht mehr geht.