Informant warnt: In Mochovce droht ein Super-GAU!

  • Zitat von Scavenger im Beitrag #34

    Szenario Grenznahes AKW geht hoch auf "Österreichisch" ;)

    Ich habe mir das Video gerade angesehen & bin positiv überrascht. Es scheint wirklich ein gut recherchierter Film zu sein.


    Anmerken möchte ich noch, dass ich zwar sehr viel vom Bundesheer halte, aber die Einsatzbereitschaft so vieler ABC-Trupps nicht so schnell möglich ist. Zur medizinischen Versorgung des Bäckers, schreibe ich nichts (passt ja auch nicht zum eigentlichen Thema), habe aber vermutlich die selbe Meinung wie

    @Scavenger

    dazu.



    Eindrucksvoll zeigt der Film wieder einmal, wie wichtig es ist, dass der Tank vom Auto nicht leer gefahren wird und, dass man ua Vorräte zu Hause haben sollte.


    Eine wichtige Aussage des Filmes denke ich war auch,

    "Es ist wirklich schlimm, wenn es schon im Fernsehen kommt."

    .

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Thx an die Hilfe aus dem Thread. Hab mir heute auch drei blaue gratis Kaliumjodid Packerl abgeholt.

    Die selbe Apotheke hat mir vor 2-3 Monaten noch verweigert überhaupt welche zu verkaufen. Hab dann nachgefragt seit wanns die Aktion gibt, und Sie meinte eh schon seit Tschornobyl.
    Ich war aber der erste der sich die packerl geholt hat die letzten Tage und seit längerem.

    Der Zeitungsartikel und die Berichterstattung über Mochovce hat anscheinend wenig Auswirkung auf die Tabletten Ausgabe gehabt.

  • Zitat von bonzo im Beitrag #45
    ne, normale auslese wenn du dich mit 40 50 60 damit kontaminierst bist schon fertig wenn es kritisch wird..


    Das stimmt so nicht!

    Wie bereits erwähnt ist die Schilddrüse im Alter nicht mehr so aktiv, wie in jungen Jahren, weswegen sie auch nicht so viel radioaktives Jod aufnimmt.


    Wenn du dich aber mit einem radioaktiven Partikel kontaminierst kommt es 1. auf die Dosis an - denn die Dosis macht das Gift - und 2. kommt es noch zusätzlich darauf an, ob du diesen oder einen anderen Partikel inkorporierst, also in deinen Körper einbringst durch einatmen, verschlucken, Wunde,...


    Wenn es sich nämlich um einen Alpha- oder Betastrahler handelt wird es vorher schon kritisch, bevor du "fertig bist", um es mit deinen Worten auszudrücken.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Zitat von Disturbia im Beitrag #37
    [quote=Fluid|p62696]
    Personen über 40 Jahre sollen wegen der Gefahr einer provozierbaren Schilddrüsenüberfunktion
    und der wesentlich geringeren Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines Schilddrüsenkarzinoms
    keine Kaliumjodidtabletten mehr einnehmen.


    In DE gibt es aber fast nur noch (mit Kalium-Jodid) jodiertes Speisesalz zu kaufen.

    Das wird von Schilddrüsenerkrankung-Betroffenen auch oft reklamiert.

  • @consuli Das mit dem Jodierten Speisesalz macht Sinn. Siehe Jodmangel. Das Thema mit Iodblockade zu mixen macht keinen Sinn.

    Empfehlung der Strahlenschutzkommission Verwendung von Jodtabletten zur Jodblockade der Schilddrüse bei einem Notfall mit Freisetzung von radioaktivem Jod

    Zitat
    Welche Bedeutung hat der ernährungs bedingte Jodmangel in Zusammenhang mit der Jodblockade?
    Deutschland galt in der Vergangenheit als Gebiet mit ausgeprägtem ernährungsbedingtem Jodmangel. Diese Situation hat sich mit der Einführung jodierten Speisesalzes in Deutschland seit 1989 deutlich verbessert. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass weiterhin ein leichter Jodmangel nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht, der nicht mehr regional, sondern durch die Ernährungsgewohnheiten bestimmt ist. Bei ernährungsbedingtem Jodmangel ist die Schilddrüse „jodhungrig“ und nimmt bei einer Freisetzung von radioaktivem Jod mehr davon auf als bei usreichender Jodversorgung. Deshalb kommt der Jodblockade in Deutschland eine höhere Bedeutung zu als in ausreichend jodversorgten Ländern.



    Jodmangel Medizingeschichte

    Zitat
    Ab 1918 führte der Schweizer Arzt Otto Bayard in den Gemeinden seines Praxisgebietes des Nikolaitals ein durch eine richtig dosierte Beimischung von Jodkali zum Speisesalz jodiertes Salz ein und zeigte, dass sich damit die Entwicklungsstörungen, die Vergrößerung der Schilddrüse, die Kropf- und Knotenbildung ohne unerwünschte Beeinträchtigungen und Schädigungen erfolgreich behandeln lassen. Darauf aufbauend empfahl die im Jahre 1922 durch das Bundesamt für Gesundheit gegründete Schweizerische Kropfkommission der Bevölkerung und den fünfundzwanzig kantonalen Behörden den Gebrauch jodhaltigen Speisesalzes, wobei sie auf Basis dieser empirischen Studien die Menge des Jodkalizusatzes zum Speisesalz bestimmte. Die in den folgenden Jahren gesamtschweizerisch durchgesetzte Einführung einer strukturierten Jodprophylaxe nach Bayard hatte weltweiten Pioniercharakter.



    und siehe Nahrungsergänzungsmittel Qualitätsunterschiede, Formen und Bezugsquellen

    Zitat von bonzo
    und warum bekommt weder eure alten noch unsere alten und ich keine Tabletten...



    @bonzo

    Iodblockade.de Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

    Zitat
    Sollen Personen, die älter als 45Jahre sind, Jodtabletten einnehmen? Die Einbeziehung von Personen, die älter als 45Jahre sind, in die Schutzmaßnahmen zur Jodblockade (Bevorratung, Verteilung der Tabletten), wird aus zwei Gründen nicht empfohlen:
    1. Mit steigendem Lebensalter treten häufiger Knoten und damit verbundene Stoffwechselstörungen in der Schilddrüse auf. Eine solche sogenannte funktionelle Autonomie erhöht das Risiko der Nebenwirkungen einer Jodblockade.
    2. Mit steigendem Lebensalter nimmt das Risiko von Schilddrüsenkrebs, der durch Strahlung verursacht wird, stark ab.




    Iodblockade Dosierung lt. Wikipedia

    Zitat
    Personen über 45 Jahren sollten keine Iodtabletten einnehmen, weil das Risiko von Nebenwirkungen höher wäre als das Risiko, später an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Laut WHO-Empfehlung liegt diese Altersgrenze bei 40 Jahren.




    Jetzt gibts keine ausreden mehr, steht ja bald eh schon alles hier im thread. mehrfach.

  • Der Vollständigkeit halber sei bei den Messstellen auch noch ein privates weltweites Netzwerk an Messstellen erwähnt, das von den jeweiligen Usern mit Daten gefüttert wird. Auch ich stelle die Daten die mein Geigerzähler ermittelt zur Verfügung.

    http://www.gmcmap.com/index.asp

    viribus unitis - acta non verba

  • Zitat von Kern im Beitrag #54
    Kannst Du noch kurz dazu schreiben ab welchem CPM Wert man sich Sorgen machen muß?

    Da meines Wissens nicht genormt ist, welche Eintragsfläche hier zur Messung verwendet wird, ist es vermutlich nicht sinnvoll, eine absolute Zahl von Zerfallsereignissen pro Minute als "Warngrenze" zu definieren. Ein Alarmsignal wäre ein Anstieg auf das Mehrfache, also zB eine Verdopplung oder Verdreifachung des gewöhnlichen Wertes.

  • Zitat von Kern im Beitrag #54
    Kannst Du noch kurz dazu schreiben ab welchem CPM Wert man sich Sorgen machen muß?


    Ich habe mit meinem Gamma Scout Alert zeitnah beide Werte gemessen, also den CPS-Wert (Counts pro Second) und den Äquivalent - Dosisleistungswert in Mikrosievert je Stunde μSv/h.



    Bei mir wird bei im Innenraum gemessenen 0,236 μSv/h ein cpm-Wert von ca. 21 (0,354 cps x 60 s) erreicht.



    Das ergibt eine Jahresdosisleistung von 2,07 mSv, was in etwa der durchschnittlichen natürlichen Strahlenbelastung entspricht.




    [[File:image.jpeg|none|auto]] [[File:image_2.jpeg|none|auto]]



    Ich persönlich würde bei 100 cpm schonmal prophylaktisch Innenräume aufsuchen und die Lage checken, bei 500 cpm ist wohl auf jeden Fall etwas größeres im Busch.

  • @PreppiPeppi: Diese von dir angegebene Anzahl der Zerfälle gilt jetzt jedoch ausschließlich für dein Messgerät! Dass man bei 100 Zerfällen bzw. 500 Zerfällen pro Sekunde Schutz benötigt, kann generell NICHT gesagt werden. Im Gegensatz zu der Dosisleistung hängen die Zerfälle sehr stark von der Sonde ab, mit der gemessen wird. Wird zB mit dem bei Bundesheer und Polizei verwendeten "SSM-1" die "kleine" Sonde angesteckt, welche sich direkt im Gerät befindet misst man deutlich weniger Zerfälle pro Sekunde, als mit der Großflächenkontaminationssonde (GFK). Trotzdem benützt man das selbe Gerät. Die GFK ist einfach größer und empfindlicher.
    Also bitte nicht auf die Zerfälle pro Sekunde verlassen, sondern lediglich auf die Dosisleistung.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Hallo @12er_scout , das ist soweit klar. Deshalb habe ich die Werte auf mich persönlich bezogen. Mit meinem Zähler kenne ich die Normalwerte und kann somit auf abnorme Anzeigen entsprechend reagieren. Das muss jeder mit seinem eigenen Gerät selbst herausfinden.

    Ich selbst verwende ohnehin nur die Dosisleistung für die Situationsbeurteilung. Den cps / cpm - Wert habe ich hier zu Vergleichszwecken für @Kern ermittelt.

  • Zitat von Thor im Beitrag #31
    Allerdings finde ich den Ausdruck "Lügenpresse" von weiter oben doch etwas fehl am Platz. Man mag zu einem Medium stehen wie man will, doch diesem Ausdruck hängt einfach zu viel Negatives an. Und wird in der heutigen Zeit leider inflationär verwendet. Es ist mir schon klar, dass dieses Wort seine Entstehung nicht im den 1920ern, 1930ern, 1940ern hatte. Jedoch haftet die Verwendung in dieser Zeit dem Wort schwer an.

    Auch den neueren Ausdruck "FAKE NEWS" finde ich nicht wirklich schön.
    Gerade in der heutigen Zeit ist alles real sobald es auf einem Bildschirm erscheint, also schwer ein Fake.
    Früher sagte man Falschmeldung und die Zeitungen / Medien entschuldigten sich für eine eben solche.

    Schlecht recherchiert, mangelhaftes journalistisches Handwerk, Reißerisch , falsch interpretiert etc. kann man alles vorwerfen.

    Versteh mich bitte nicht falsch, ich halte dieses Blatt in keinem Fall für ein Qualitätsmedium, allerdings liegt dies auch im Auge des Betrachters bzw. des Lesers.
    Und die Qualität der journalistischen Arbeit einer Zeitung / eines Mediums an der möglichen politischen Ausrichtung fest zu machen ist auch eher fragwürdig. Und gerade bei der Kronenzeitung nicht immer eindeutig.




    Ich will nur mal kurz was klar stellen, ich denke ich hab mich da evtl. zu gewissen Schlagwörtern hinreisen lassen, die ich in diesem Moment für angebracht hielt. Bin jedoch mit deiner Meinung eigentlich auf einer Wellenlänge. Bin auch kein Mensch der die Printmedien von oben herab kritisieren will und von Grund auf alles schlecht findet was diese so schreiben. Ich lese eigentlich jede Tageszeitung welche ich so finde.


    Jedoch muss ich sagen dass die Berichterstattung meist nur abgeschriebenes von der APA ist.


    Wie bereits erwähnt, stehen auch viel Halbwahrheiten und schlecht recherchiertes Informationsmaterial in allen bekannten Medien. Und wenn man weiß, dass die Medien durch die Bank nur Sprachrohr der Lesergruppe ist die sie anspricht und der Partei deren sie wohlwollend gegenübersteht, dann muss man unterm Strich auch zugeben das sie Meinungsmacher sind. Das waren die Medien immer schon und werden es auch immer sein. Es kommt immer auf den Leser an was er aus der übermittelten Information mitnimmt.



    Man muss aber auch zugeben die Qualität der Medienlandschaft generell hat stark nachgelassen. Wie sollen sie auch anders? Qualität kostet viel Zeit und Geld und beides ist schlecht für den Gewinn.

  • Zum Vergleich: ich messe daheim in Wien ähnliche Werte im Normalzustand wie PreppiPeppi. Einmal hab ich das Messgerät dann auf einen USA-Flug mitgenommen. Da oben auf 10.000m hatte es ca. den hundertfachen Wert! Freilich ist das primär Gamma-Höhenstrahlung und daher was ganz anderes als was man in einem Atomunfall sehen würde. Daher auch von mir der Tipp: Nicht mit Sorge auf die absoluten Zahlen schauen, sondern den „normalen Wert“ am eigenen Standort messen und bei einem Anstieg auf das 3- oder 5-fache dieses Wertes alarmieren lassen.