Lagerung von Akkus

  • Hallo!

    Ich habe bei diversen elektrischen Geräten (Radio, Powerbank, Funkgeräte, Taschenlampen und sonstige Beleuchtung usw.) darauf geachtet, dass diese alle mit 18650 Akkus betrieben werden. Diese Li-Ion Akkus verlieren bei der Aufbewahrung nur wenig an Ladung und besitzen eine recht hohe maximale Kapazität (ca. 3000 mah). Aufladen lassen sich die Teile über ein einfaches und günstiges Solarladegerät oder über den Inverter im Auto. In meinen Augen ist das eine in Summe recht günstige und flexible Lösung für die Krise.

    Idealerweise sollte man diese 18650 Zellen mit halber Ladung (so ca. zwischen 3,6 und 3,8V) lagern. Dies soll angeblich am besten für die Haltbarkeit sein. Nun widerspricht dies aber etwas meinem Plan, im Fall der Fälle sofort eine möglichst große Energiereserve für diverse Geräte vorrätig zu haben. Daher überlege ich nun, ob ich 1x jährlich die Akkus alle voll aufladen soll oder ob ich sie wirklich nur ca. auf halbe Ladung laden soll und erst im Fall der Fälle dann vollständig laden soll. Da ich doch eine Vielzahl an 18650 Zellen daheim habe, würde es durchwegs dauern, bis ich alle Akkus im Notfall mit Solar oder übers Auto aufgeladen hätte...

    Parallel zu diesen 18650 Zellen hab ich natürlich auch einige AA sowie AAA Batterien und (geladene) Akkus, die meine 18650 auch ersetzen können, aber natürlich eine deutlich geringere Kapazität haben.

    Wie geht ihr mit euren Notakkus um? Lagert ihr diese vollständig geladen und prüft diese regelmäßig?

    LG
    Woody

  • Hallo Woody,

    ich mache halbe Ladung, aus dem Grund was du ja u.g. hast. Die "fehlende" Kapazität beim Einsatz mache ich mit der Verdoppelung der Akkus weg.

    Gruß
    DOXXER

    Dieselben Naturkräfte, die uns ermöglichen, zu den Sternen zu fliegen, versetzen uns auch in die Lage, unseren Stern zu vernichten.
    (Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun, 1912-1977)

  • Zitat von DOXXER im Beitrag #2
    Hallo Woody,

    ich mache halbe Ladung, aus dem Grund was du ja u.g. hast. Die "fehlende" Kapazität beim Einsatz mache ich mit der Verdoppelung der Akkus weg.

    Gruß
    DOXXER


    Danke Doxxer,



    Du bestätigst etwas meinen aktuellen Plan...



    Überlege eher noch ein gößeres Solarpanel (zB 160 W) dazu zu nehmen, damit könnte ich auch untertags ohne Autobatterie über den Inverter diverse Ladegeräte (aber auch andere elektrischen Geräte) betreiben. Dann sollte eigentlich locker immer alles voll sein. Preis wäre mit ca. 150,- für ein faltbares Panel durchwegs noch im Rahmen.



    Grüße Woody

  • Meine Akkus werden immer voll aufgeladen gelagert. Sowohl die 18650-er als auch die Makita 18 V -Akkus werden nach Benutzung wieder zu 100% aufgeladen. Die damit verbundenen Nachteile (bisher noch nichts spürbar) nehme ich in Kauf.

    Einmal im Jahr (November) werden die Akkus gemessen und gegebenenfalls aufgeladen.

  • Zitat von PreppiPeppi im Beitrag #4
    Meine Akkus werden immer voll aufgeladen gelagert. Sowohl die 18650-er als auch die Makita 18 V -Akkus werden nach Benutzung wieder zu 100% aufgeladen. Die damit verbundenen Nachteile (bisher noch nichts spürbar) nehme ich in Kauf.

    Einmal im Jahr (November) werden die Akkus gemessen und gegebenenfalls aufgeladen.


    Ist es richtig, dass die LiIon 18650 nur einen Bruchteil der Ladung (<5%) pro Jahr verlieren?



    ...hab bei mir erst kürzlich alles auf 18650 umgestellt und hab daher noch keine Erfahrungswerte...

  • Selbstentladung hängt nicht vom Formfaktor (also zB 18650) aber von mehreren anderen Faktoren ab, ua natürlich von der Technologie (LiIon hat niedrigere Selbstentladung als zB NiMH oder NiCd aber nicht so niedrige wie gute Bleiakkus) aber auch stark von der Temperatur (für LiIon bei 20°C ca. 4x so hohe Selbstentladungsrate wie bei 0°C), dem Alter der Akkus, ob sie schon stark gestresst waren (zB tiefentladen) und anderem. D.h. mit 18650 bist du beim Thema Selbstentladung grundsätzlich ganz gut aufgestellt, aber es kommt auch auf die Lagerung und "gute Behandlung" der Akkus an.

    Ein Wert von <5% pro Jahr erscheint mir allerdings sehr optimistisch, auch bei optimaler Lagerung.

  • Übersicht zur Akku Lagerung verschiedener Akkutypen / Akkuvergleich

    Akkutyp, Entladerate im Monat, Optimaler Ladezustand für Lagerung
    NiCd Akku, 10-15%, 40-60%
    NiMH Akku , 15-20% (1-2% LSD),40-60%
    Li Ion Akku, 1-2%, 60%
    Pb-H2SO4, ?%, 100%

    Tante Ceccarelli hat, in Bologna Amore gemacht. (Wanda hat ein neues Album rausgebracht.)

  • Zitat von consuli im Beitrag #7
    Übersicht zur Akku Lagerung verschiedener Akkutypen / Akkuvergleich

    Akkutyp, Entladerate im Monat, Optimaler Ladezustand für Lagerung
    NiCd Akku, 10-15%, 40-60%
    NiMH Akku , 15-20% (1-2% LSD),40-60%
    Li Ion Akku, 1-2%, 60%
    Pb-H2SO4, ?%, 100%


    Danke das ist sehr hilfreich und bestätigt, dass die 18650 Zellen als LiIon Akkus die richtige Wahl für meinen Zweck waren....


    Werde in der Praxis den Mittelweg wählen und werde sie wohl jährlich auf etwa 4V aufladen und dadurch bei ca. 75% lagern. Das ist voll genug für Notfallreserve und halbwegs schonend.

  • Ich lade meine Akkus voll. Im Notfall hilft es mir nicht dass ich theoretisch mehr Kapazität gehabt hätte

  • 18650 benützen wir seit Jahren in unseren E-Zigaretten. Haben sie bis jetzt immer voll aufgeladen. Konnte bis jetzt noch keine Leistungsverluste trotz wiederholtem Aufladen feststellen. Vielleicht liegt es daran, dass sie fast Täglich benützt werden..