Pflanzen indoor züchten

  • Du brauchst bei einer 280 W Glühlampe eine Sonnenbrille?

    An einem hellen Sonnentag haben wir am Boden ungefähr 100.000 Lux, an einem bedeckten Tag im Sommer etwa 20.000 Lux und im Schatten um die 10.000 Lux. Dafür sind Pflanzen ausgelegt. Um Kübelpflanzen zu überwintern braucht man zumindestens 700 Lux, nur damit sie nicht rückwärts wachsen. Die Beleuchtungsstärke lässt sich auch nur sehr eingeschränkt durch eine Verlängerung der Beleuchtungsdauer ausgleichen, alles über 12 Stunden macht keinen Sinn, weil Pflanzen über einen Zyklischen Stoffwechsel verfügen.

    Ich würde dir empfehlen einen günstigen Luxmeter zu erstehen und nachzumessen was bei deinen Pflanzerln wirklich ankommt.

    Das dein rotlaubiges Basilikum eingegangen ist liegt daran das rotlaubige Pflanzen mehr Licht als grünlaubige brauchen, sozusagen eine eingebaute Sonnenbrille :-)

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Zitat von Mama Bär im Beitrag #61
    Die Beleuchtungsstärke lässt sich auch nur sehr eingeschränkt durch eine Verlängerung der Beleuchtungsdauer ausgleichen, alles über 12 Stunden macht keinen Sinn, weil Pflanzen über einen Zyklischen Stoffwechsel verfügen.


    Bei Pflanzenforschung.de wird der nächtliche Dunkelstoffwechsel von Pflanzen genau beschrieben:


    Zitat von https://www.pflanzenforschung.…exikon/stoffaustausch-373
    Nachts kehrt sich der Prozess um. Die Photosynthese kommt zum Erliegen, durch die sich weiter fortsetzende Dunkelatmung der Blätter strömt CO2 nach außen und der zur Atmung benötigte Sauerstoff diffundiert in das Blatt. In der Bilanz Tag - Nacht wird allerdings mehr CO2 verbraucht als produziert. Gleichzeitig wird mehr Sauerstoff produziert als von den Pflanzen nachts verbraucht wird.


    Dann wollen wir diesen den Pflanzerln mal nicht vorenthalten.

    Wenn die NASA mit ihrem EDEN-ISS Projekt mal vernünftig vorgearbeitet hätte, bräuchte man die Beleuchtungsdauer nicht mehr selbst herausfinden. Vielleicht sollte die NASA doch lieber bei der Entwicklung von Weltraumkugelschreibern bleiben.

    Zitat von Mama Bär im Beitrag #61

    Das dein rotlaubiges Basilikum eingegangen ist liegt daran das rotlaubige Pflanzen mehr Licht als grünlaubige brauchen, sozusagen eine eingebaute Sonnenbrille :-)

    Interessant, das habe ich nicht gewusst.




    Nur mit den Deinen Lux komme ich nicht hinterher.



    Bei wikipedia steht zwar drin, wie man vom Lichtstrom einer Leuchte (in Lumen) in die Beleuchtungsstärke einer Fläche (in Lux) umrechnet.

    Das ist aber zu kompliziert für mich.



    Falls ein begabter Mathematiker diese Berechnung machen kann. Die Daten wären:


    - 4500 Lumen


    - Abtrahlwinkel 40°


    - Entfernung zur Blumenerde 55, 60 und 65 cm (ich habe verschiedene Topfgrößen, die unterschiedlich hoch sind)

  • Weil diese Berechnung nicht ganz einfach ist und die Leistungsangaben der Hersteller oft Phantasie mit Schneegestöber sind, solltest du selbst messen was an der Blattoberfläche tatsächlich ankommt. Luxmeter bekommst du ab 20€.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Die Pflanzerln sind jetzt seit 3 Tagen im Setup "16h mit 4500 Lumen a 6500K + 8h Nachtruhe". Das Stresswachsen mit langen Stengeln (auch schießen oder schossen genannt) hat aufgehört.

    Zwar fallen gelegentlich noch ein paar Mutanten-Koriander mit ihren langen Stengeln um. Aber dem Gro scheint es nun besser zu gefallen. (Ein gewisser Ausschuss ist ja biologisch normal.)

    Bei Gelegenheit kann ich die Beleuchtung nochmal verstärken. 3 Stück 20 Watt LED-Birnen mit 2500 Lumen (äquivalent 155 Glühwatt) habe ich schon beim Hornbach gekauft. Größere LED-Birnen mit E27 Fassung habe ich im Präsenzhandel nicht gefunden. LED-Birnen kauft man ja nicht im Internet.

    Beim roten Basilikum habe ich nun die Geduld verloren und nun ein Keimpad mit grünen Basilikum (genovese) auf dem Blumentopf ausgelegt. Nach der Saatpackung sollen die Samen auf dem Wattepad ausgelegt werden, ohne sie zu verbuddeln.

  • @consuli war ein paar Tage nicht anwesend, sorry. Hänge die Lampen am Anfang ca. 10 bis 15 cm über die austreibenden Pflänzchen, nach dem pikieren (also wenn sie ins einzelne Töpfchen kommen) max. 20 cm über die Pflanze.

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    Und Ende März kommen die schon raus ins GWH, sofern es keine Minusgrade mehr hat natürlich.
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    Ich benutze meine Anzuchtstationen nur zur Voranzucht, damit bekomme ich im Voralpenland bessere bzw. Zeitgerechte Ernten. Würde ich direkt ins Freiland setzen ginge das frühestens Mitte Mai, weil ich generell um ca 2 Wochen hinter der Wachstumsperiode hinterherhinke und der Herbst auch ab Mitte August bei den Pflanzen deutlich spürbar ist.

    Dateien

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    Das Einzige, das man sich jederzeit nehmen darf, ohne danach sitzen zu müssen, ist Platz. (Heinz Erhardt)

  • @Timmy
    Die Angabe wie viel Watt oder Lumen Deine LED haben fehlt noch. Ohne diese Angabe kann man meine und Deine (Vor)zucht überhaupt nicht miteinander vergleichen.

  • @Timmy
    Du machst aber wirklich ein "Staatsgeheimnis" aus der Wattzahl Deiner Amazon-LED-Leuchten, oder nicht?

    Du solltest vielleicht wissen, dass ein "Kriminalkommisssar" gerade bei solcher Geheimniskrämerei nachbohrt.

  • Wieder sind ein paar Wochen vergangen. Den Pflanzen geht es unterm Kunstlicht so weit gut. Die hochgeschossenen "Mutanten"-Petersilie und -Koriander habe ich einfach mit einem Messer abgeschnitten, sodass bei Petersilie und Koriander jetzt im Wesentlichen die Spätkeimer wachsen.

    Zwischenzeitlich hatte ich wieder eine neue Herausforderung. Das Abwasser der Blumentöpfe sah komisch aus. (Da ich bisher nicht so den grünen Daumen habe, hatte ich vorsichtshalber extra Pflanztöpe mit Löchern unten drin genommen, damit sich keine Staunässe bildet.)

    So sah das Wasser in den Auffangschalen aus:

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    Meine erste Vermutung war natürlich, dass es am Wasser der Stadtwerke liegt, was gechlort wird oder zumindest früher mal gechlort wurde.

    Diese Vermutung hat sich aber als falsch herausgestellt. Zur Überprüfung habe ich einfach in einer Auffangschale Wasser verdunsten lassen. Dabei ist der Effekt nicht aufgetreten.

    [[File:DSCN4709_25pc.JPG|none|auto]]

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    Ungefähr zeitgleich ist eine Blumenerde angefangen zu schimmeln.

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    Und dadurch habe ich den "Übeltäter" gefunden. In der Blumenerde waren kleine graue Düngemittelsprisel drin. Durch das Gießwasser ist das Düngemittel in die Auffangschalen gekommen. Außerdem neigt die überdüngte Blumenerde zum schimmeln. Aber die Pflanzerln stört das nicht.


    Durch den Vorversuch habe ich schon einiges gerlernt:

    • Kunstlichtkultivierung mit 6500 K Lampen scheint grundsätzlich möglich. (Der endgültige Beweis fehlt aber noch.)
    • Jede Pflanze hat ganz eigene Vorlieben betreffend die Wachstumsbedingungen. Z.B. der Koriander ist auch deshalb so hochgeschossen, weil er eigentlich eine Subtropenpflanze für karge sandige Böden ist.
    • Aufgrund des Ertrags-/ Performancedrucks durch die begrenzte Indoorfläche wird aus einer trivialen Outdoor-Wächst-Schon-Situation ein kniffliges Optimierungsproblem.
    • Um auf Wachstumsbedigungen für hohe oder höchste Erträge zu kommen, muss ich später für die Kartoffeln und Bohnen unterschiedliche Versuchszellen für jede Pflanzennahrung bilden mit den Dimensionen Kunstlicht x Wasser x Blumenerde, also z.B. Zelle 1 = (Kunstlicht_1, Wasser_1, Blumenerde_1), und jede Versuchszelle mit mehreren Pflanzen bestücken (damit ich kein Zufallsergebnis bekomme.) Für Prepper wäre natürlich besonders intereessant, ob Pflanzen auch noch mit gechlortem Wasser wachsen. (Ist ja eine Methode der Prepping-Haltbarmachung von Wasser.)


    Also rand00m hatte mit zwei Sachen recht: Manche Blumenerden sind gedünkt. Und from-scratch Indoor Pflanzen züchten auf Ertrag ist viel komplizierter als man zunächst annimmt. Wie heißt es in dem britischen Sprichwort so schön: "The devil is always in the detail!"




    P.S.: Die Blumenerde wo oben "a bitzli" verschimmelt ist, einfach abkratzen, oder?

  • den schimmel würd ich gleich in kompost geben. also das ganze schüsserl. nicht das sich der auch noch ausbreitet.

    mach mal 1/3 spielsand. 25kg um 3€ oder so im Sack. 1/3 anzuchterde, und 1/3 torf. das sollte eher karg sein bei der keimung und aufzucht. damit sollte das auch alles super drainagieren.
    für den torf musst du keinen sack kaufen, da kannst du die torf anzucht pellets verwenden. aufquellen lassen und dann mit dem rest mischen. die anzuchterde ist mehr faserig und macht dir den zusammenhalt.


    du scheinst ja auch sehr gut zum gießen zu neigen. bisl übermotiviert noch. Die kleinen samen brauchen nur feuchtigkeit, nicht so richtige nässe.

    wenn du schon soviel gießt, dann ist eh alles nass und feucht. die sonne trocknet auch nichts auf, der wind trocknet auch nix auf. deshalb die schälchen immer gleich entleeren und nicht unten stehen lassen. die wurzeln ja nicht so tief runter.
    wenns so trüb wird, dann spülst du jetzt die Dünger-nährstoffe aus der erde in den untersetzer. das vielleicht aufsammeln und woanders bei größeren pflanzen zum gießen verwenden wenn die das nährstoffangebot schon verarbeiten können.


    probier mal wurzelpetersilie. damit hast du dann auch kleinen instant erfolg wenn du das petersilgrün ernten kannst und frisch verwenden. wenn die petersilie mehr wächst bekommst du dann auch die wurzel fürs suppengrün.

  • Zitat von rand00m im Beitrag #70
    den schimmel würd ich gleich in kompost geben. also das ganze schüsserl. nicht das sich der auch noch ausbreitet.



    Ich hatte früher mal gelernt, das Schimmel für die Kompostierung von Altbiomasse und die Ernährung einer Pflanze unverzichtbar ist. Meiner Erinnerung nach werden ohne Schimmel überhaupt keine Nährstoffe aus der Altbiomasse (Blätter, Rasen, Äste, ...) freigesetzt, viele Pflanzenwurzeln leben sogar mit Schnimmel in Symbiose, damit sie dessen Stoffwechselprodukte direkt als Nährstoffe ausfnehmen können. Müsste dann nicht auch zwangsläufig Schnimmel in Blumenerde sein?



    Ich gebe durchaus zu, das der Flaum unappettitlich aussieht. Er ist übrigens nur oberflächlich. Aber wie sagt man in der Schweiz: Büble spielt (oder wächst), Büble gsund! Und im Moment wachsen die Pflanzen ganz gut.

  • So, wieder sind ein paar Wochen vergangen.

    Folgendes habe ich zwischenzeitlich gelöst:

    • Die optimale Bleuchtungsstärke ist 7650 Lumen in 30 cm Abstand. Bei dieser Beleuchtungsstärke fühlen sich meine mediteranen Kräuter wohl (Thymian, Rosmarin, Oregano, Petersilie-Napoli). Für die Beleuchtung habe ich jetzt 3 Stück 2550 Lumen LED Birnen ausm Baumarkt im Einsatz. Die Lumenangaben ausm Internet sind für Indoor Züchten in der Regel wenig geeignet. Die meisten Leute ziehen die Pflanzen mit den Lampen nämlich nur vor. Beim Keimen und in der Anzucht brauchen die Pflanzen aber wesentlich weniger Licht als in der Reifephase.
    • Die holzigen Kräuter (Thymian, Rosmarin) mögen es nicht, wenn sie "einmal mit der großen Sense rüber" abgeerntet werden. Die halb abgeschnittenen Äste und Blätter gehen dann ein. Deshalb habe ich nun extra eine Feinschnittschnere angeschaftt, um astweise zu ernten (und die vertrockneten Äste rauszuschneiden). Durch das Schneiden bekommt die ganze Pflanze innen mehr Licht und vertrocknet innen nicht mehr.
    • Dadurch das die Pflanzen drinnen keinen Regen haben, verstauben sie. Auch das mögen sie nicht. Sie bekommen von dem Staub eine Art weiße Pigmentstörung. Deshalb dusche ich die Pflanzen jetzt alle 2 Wochen unterm Wasserhahn ab. Am besten funktioniert es, wenn ich sie einmal stark gieße und die Blumenerde dann ein paar Tage trocknen lasse, sodaß sie zu einem großen Klumpen zusammen backt. Dadurch kann ich den Blumentopf unterm Wasserhahn schräg halten, ohne dass die Blumenerde raus rieselt.


    Der nächtste Versuchszyklus wird darin bestehen die gleichen Pflanzenarten auf verschiedenen Blumenerden zu testen.

  • @consuli
    hier die Eckdaten zu meinen Lampen
    Produktdetails für 10W
    Betriebspannung : 85~265VAc 50/60Hz
    Abstrahlwinkel: 120°
    Lichtfarbe: weiss
    Farbtemperatur: 5000~6500K
    Shell Material : Hochfest Aluminum
    over Material: 5mm Hochfestes Glas
    Lebensdauer : > 50,000 hours
    Wasserdicht : IP65
    Kabellänge : circa 80cm
    Leuchtkraft:800-900LM,Leistungsaufnahme:max.10W,Abmessungen(L*B*H):113mm(W) x 85mm(H) x 80mm(T),Gewicht:0.56KG

    Je nach Wachstumsstadium werden diese unterschiedlich hoch aufgehängt. Helfen tut dabei der schon erwähnte Luxmeter am Anfang und gute Beobachtung. Schiessen die Pflanzen zu sehr wird nach unten gehängt, sind sie schön buschig jede Woche um ca. 2 cm nach oben.

    Das Einzige, das man sich jederzeit nehmen darf, ohne danach sitzen zu müssen, ist Platz. (Heinz Erhardt)

  • Wieder ein Monat rum. Zwischenzeitlich habe ich bereits zweimal Petersilie, einmal Oregano, zweimal Thymian (vorgezogen gekauft) und zweimal Roismarin (vorgezogen gekauft) geerntet.

    Pflanzen indoor züchten funktioniert mit meiner 6500K LED-Lampe also, die rund 7500 Lumen Leistung hat. Ingesamt habe ich im Abstand von 30 bis 45 cm 10 Blumentöpfe mit Kräutern und Tomaten unter der Lampe.

    Aber:

    • Die Wachstumsgeschwindigkeit (in Biomasse) liegt nur bei der Hälfte bis 2/3 derjenigen der Freilandkultur
    • Die Käuter haben auch etwas weniger Aroma als im Freiland
    • Nicht alle Pflanzen kommen mit den indoor-Bedingungen gleichermaßen zurecht:

    • Gut gewachsen sind: Petersilie, Oregano, Rosmarin, Paprika
    • Mittelgut gewachsen sind: Thymian, Ruccola (beide wachsen am besten zentral unter der Lampe und hätten wohl gern noch etwas mehr Licht)
    • Schlecht gewachsen sind: Basilikum (wächst kaum), Tomate (sprosst und wirft die unteren Blätter zu früh ab - unabhängig von der Blumenerde)



    Bei der Blumenerde hatte ich zwei verschiedene. Die feine gedüngte Blumenerde mit Silikatgelspriseln (als Wasserspeicher). Eine naturbelassene grobe Blumenerde mit hohem Holzhechselanteil. Ergebnis: Auf der zweiten Blumenerde sind die meisten Pflanzen am besten gewachsen. Petersilie und Oregano sind auf der ersten Blumenerde durchgeschossen, d.h. sie haben nur lange Stengel gebildet und kaum Blätter. Später sind sie wegen des zu langen Stengels dann umgekippt. Die natuirbelassene grobe Blumenerde speichert aber das Wasser schlechter. Muss also häufiger mit wenig Wasser gegossen werden.



    Neben der Lichtintensität scheint das Wasser der zweite Hauptwachstumsfaktor zu sein. Deshalb musste ich nochmal über den oben genannten Salathydrokulturversuch der NASA nachdenken. Wenn man eine Pflanze finden würde, die schnell in Hydrokultur wächst und daneben auch noch einen höheren Eiweißanteil hat, könnte man sich mit so einer Pflanze vermutlich auch in verseuchten Gebieten oder im Weltraum autark ernähren. Bis jetzt bin ich nur auf eine einzige Pflanze gekommen, die beides hat: Algen z.B.

    Chlorella Algen

    . Wer jahrelang in den Weltraum will, sollte sich also schon mal darauf einstellen ein Ökotarier zu werden.

  • Mich würde folgendes zu den Pflanzen interessieren... nämlich hat jemand von euch Erfahrung mit schadstoffabsorbierenden Zimmerpflanzen bzw. auch Pflanzen die vermehrt Sauerstoff erzeugen... Zum Beispiel habe ich folgendes dazu gefunden:"Drachenbaum (gegen Formaldehyd, Benzol und Trichloräthylen). Efeu (besonders wirksam gegen Benzol und Trichloräthylen). Efeutute (die robuste Ampel- oder Kletterpflanze mit langen Ranken und herzförmigen, mit hellen Flecken versehenen Blättern, hilft gegen Formaldehyd, Kohlendioxid und Nikotin) https://www.pflanzenfreude.de/die-top-5-...genden-pflanzen. Wer hat damit Erfahrung?
    Lg, Lizzy

  • Ich hatte Bogenhanf, Dieffenbachia und Efeu bei mir in der Wohnung. Wobei ich beim Bogenhanf nicht mal den Namen wusste. Und die Dieffenbachia ist giftig ... Aufgefallen ist mir bei den Pflanzen nichts, außer das sie ziemlich robust und pflegeleicht sind und das die Luftfeuchtigkeit merkbar höher war. Damals habe ich noch geraucht, aber ob die Pflanzen die Luft verbessert hätten wäre mir jetzt nicht aufgefallen.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Wo Euch das Projekt ja gut gefällt, hier dann noch die versprochenenen Ergebnisse separat nach Blumenerde:

    Blumenerde 1 (fein, gedüngt, Silkatwasserpeicher):

    • Petersilie: Schnelles Wachstum - leichtes Sprossen, hellgrüne Farbe, wenig Aroma
    • Oregano: Krankhaftes Sprosswachstum - umgekippt aber weiter gewachsen, hellgrüne Farbe, bitter
    • Ruccola: Kleine Fadenwürmer haben die Wurzeln gefressen, eingegangen (hat wohl nichts mit der Erde zu tun)
    • Tomate: Krankhaftes Sprosswachstum, untere Blätter abgeworfen, dann umgekippt
    • Thymian (nur 1/2 Erde 1): Schnelles Wachstum mit Sprossen, dunkelgrüne Farbe, durchnschnittlich aromatisch
    • Rosmarin (nur 1/2 Erde 1): Gutes Wachstum, dunkelgrüne Farbe, sehr aromatisch
    • Basilikum: wächst in Zeitlupe, dunkelgrüne Farbe, (noch keine Ernte)
    • Koriander: Krankhaftes Sprosswachstum - umgekippt aber weiter gewachsen, hellgrüne Farbe, aromatisch


    Blumenerde 2 (grob, holzreich, naturbelassen):


    • Petersilie: Mittleres Wachstum kaum Sprossen, dunkelgrüne Farbe, aromatisch
    • Oregano: Gutes Wachstum, dunkelgrüne Farbe, sehr aromatisch
    • Ruccola: Gutes Wachstum, dunkelgrüne Farbe, sehr aromatisch
    • Tomate: Krankhaftes Sprosswachstum, untere Blätter abgeworfen, dann umgekippt
    • Paprika (nur 1/2 Erde 2): Gutes Wachstum, dunkelgrüne Farbe, (noch keine Ernte)


    Wo der Vorversuch jetzt einiger Maßen erfolgreich ist, was könnte ich nun als proteinreiche Nutzpflanze versuchen? (Es müsste aber in die 16 cm Blumentöpfe passen.)

  • Zitat von consuli im Beitrag #78
    was könnte ich nun als proteinreiche Nutzpflanze versuchen?


    Erbsen, Linsen, Fisolen, Bohnen. Töpfchen passt, eventuell brauchts Rankhilfe bei den dingern.

  • Von mir mal Infos. Die Firma NuSkin, für die ich arbeite entwickeln gerade unter den Namen Groviv genau sowas.
    Leider sind sie noch nicht auf den Markt. Das ist keine Werbung. Noch alles sehr geheim. Gibt auch noch keine Infos über Verkauf/Preis/Ausstattung.

    https://m.youtube.com/watch?v=bg_TG8Qc_ck

    Das Gerät kann über Strom oder Solar betrieben werden. Die Aussentemperatur soll egal sein. Das System macht alles alleine. Man gibt Samen in eine Schale und schickt diese in das Gerät. Das macht man jeden Tag neu. Und nach einer Wachstumszeit von 7-21 Tagen wirft das Gerät die fertigen Jungpflanzen in der Schale essbereit heraus. Das natürlich täglich erneut.
    Das System versorgt die Pflänzchen in verschieden Stadien mit speziellen Licht und nebelartigem Wasser.

    NuSkin hat mehr als 100 verschiedene Pflanzen im Programm, deren Ursamen garantiert sein sollen. Nicht genverändert oder so.

    Ein total spannendes Thema. Ich werde sowieso die erste sein, die das kauft. Ich werde euch dann alles berichten.

    NuSkin ist Network Marketing. Deshalb betone ich nochmals, dass ich keine Werbung mache, sondern nur Wissen teile, welche uns Menschen mit Nahrung versorgen kann, wenn radioaktiv verseuchter Erde im äusseren oder Lichtverlust durch Vulkanausbrüche drohen.