Pflanzen indoor züchten

  • Die Chinesen haben Baumwollsamen auf der "dunklen" Seite des Mondes zum Keimen gebracht. Da sollte Salat am Südpol auch machbar sein...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Zitat von Tinah im Beitrag #2
    Generell hab ich Indoor bepflanzungssysteme aber leider nur für Hanf gefunden.


    Ja, da sollte man aufpassen, dass man kein einschlägiges Hanf Equipment kauft, dass bei einer Behörde auf der schwarzen Liste steht. Sonst kann man ziemlich schnell unliebsame Fans bekommen.

  • Zitat von consuli im Beitrag #22

    Ja, da sollte man aufpassen, dass man kein einschlägiges Hanf Equipment kauft, dass bei einer Behörde auf der schwarzen Liste steht. Sonst kann man ziemlich schnell unliebsame Fans bekommen.



    Also in Brunn am Gebirge sind in 500m Entfernung drei rieisige Ausstatter von sowas. In Sichtweite der SCS. Mit teils zweistelliger Mitarbeiter Anzahl in den Firmen. Vor Jahren waren die dort noch auf der Abschussliste, jetzt werden die von der Gemeinde wertgeschätzt und umgarnt damit die nicht wieder abwandern als Erbringer von Kommunalen Steuerabgaben. Mehr oder weniger ist das spezialisierter Gärtnereibedarf. Von der Pflanzenproduktion mal abgesehen.



    Würd ich meine Tomaten, Brokkoli, Gurken und Fenchel nicht auf der Fensterbank im Dehner Häuschen vorziehen, würd ich mir so ein kleines Set dort zulegen zum Vorziehen von meinem Gemüse im Keller. Einige machen das sogar mit dem Hanf-Equipment fürs Gemüse, speziell Chilli und Paprika Nerds.



    Indoor Gemüse und andere Sachen sinnvoll anbauen, braucht man schon ein Gärtner Gewächshaus also ein großes, oder ein Folien Tunnel. Siehe andere Threads wo 200 - 450 m² pro Person veranschlagt werden um die nötige Menge Protein und Kalorien zu produzieren am Feld. Im Keller ist das immer noch sinnlos.

  • Wollen wir den Hanf nicht weiter vertiefen.

    Zitat von rand00m im Beitrag #23

    Siehe andere Threads wo 200 - 450 m² pro Person veranschlagt werden um die nötige Menge Protein und Kalorien zu produzieren am Feld. Im Keller ist das immer noch sinnlos.


    Welche anderen Threads?



    Die Quadratmeter beziehen sich auf einstöckige Beete, oder? Man könnte die Beete ja in mehreren Stockwerken bauen. So Ihr mir die notwendige Pflanzenhöhe und die Bodentiefe eines "Universalbeetes" denn mal grob umreißen würdet, könnte man die Quadratmeter auch in Keller-Kubikmeter umrechnen.

  • diese beiden:
    Auf der Suche nach der richtigen BOL
    Gemüsesamen (2)

    Beziehen sich aber auf "draußen" im Garten oder Acker und Feld.

    Wenn du genug strom hast und genug Natriumdampflampen um vertikal 2-3 stockwerke mit Ackerfläche zu machen, dann kannst du wohl auch ganze 4 Jahreszeiten Sonnenstandsunabhängig ernten.
    Dann kann man wohl auch die "Quadratmeter" Grundfläche reduzieren. Ackerfläche wird aber wohl die selbe bleiben.

  • Ob sich das Ganze dann noch lohnt? Wenn man es richtig machen will, gibt es einen viel zu hohen Aufwand. Keine Garantie auf Ertrag und Preis/Ergebnis ist meistens katastrophal.
    Gut. Man kann sagen: "Selbst gepflanzt" aber dem hungrigen Bauch ist es egal ob es gekauft oder selbstgemacht ist. Es mal zum Spass machen ist ok. Aber bitte nicht mit soviel Ausrüstung, die man später nach 1-2 Fehlversuchen in die Ecke stellt und nie wieder benützt. Das wäre rausgeschmissenes Geld.
    Wenn man alles (Strom, Equipment, Arbeit, Saat, Dünger, Wasser usw.) zusammenrechnet, kommt gefriergetrocknetes und anschliessend unter Vakuum eingebüchstes Gemüse günstiger. Ist länger lagerfähig und ist vor allem platzsparender.

  • Ich denke ein wenig frisches zeug zum ergänzen ist nett... bissi Kräuter und eventuell Tomaten oder paprika. Alles andere ist den Aufwand nicht wert und wenn man elektrische Beleuchtung braucht oder automatische Versorgung mit nährlösung oder so fällt das im shtf Fall ja auch aus. Ob man nährlösung oder gleich das fertige zeug bevorratet ist dann auch schon egal. Ich bereite mich ja nicht auf die Apokalypse vor...

  • Zitat von Tinah im Beitrag #27
    Ich bereite mich ja nicht auf die Apokalypse vor...


    Apokalypse ist ja auch ein Begriff aus der Bibel.



    Letztendlich ist die ABC-Gefahrensituation jedes Preppers bzw. seiner (Bugout-)Behausung ganz individuell. Und wie wir in Fuskushima gesehen haben, werden wir von radioaktiver Strahlung auch nicht gleich zerstrahlt (wie in manchen Comics dargestellt). Vielmehr geht es darum, die giftigen Substanzen nicht zu essen (und nicht einzuatmen). Gegen biologisch preppe allerdings auch ich nicht, weil ich dagegen eh nicht ankommen würde.

  • Zitat
    Apokalypse (griechisch ἀποκάλυψις „Enthüllung“, wörtlich „Entschleierung“


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Apokalypse
    Es ist also jedes mal eine Apokalypse wenn es einem wie Schuppen von den Augen fällt.

    Es ist sinnvoll Pflanzen im Haus zu ziehen, aber halt eher nicht Kraut oder Erdäpfel.
    Microgreens, Weizen oder Gerstengras und Dergleichen haben hohe Närstoffdichten und sind als Ergänzung zu lagerfähiger Nahrung sehr wertvoll.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Zitat von rand00m im Beitrag #23

    Indoor Gemüse und andere Sachen sinnvoll anbauen, braucht man schon ein Gärtner Gewächshaus also ein großes, oder ein Folien Tunnel. Siehe andere Threads wo 200 - 450 m² pro Person veranschlagt werden um die nötige Menge Protein und Kalorien zu produzieren am Feld.
    Zitat von rand00m im Beitrag #25

    Wenn du genug strom hast und genug Natriumdampflampen um vertikal 2-3 stockwerke mit Ackerfläche zu machen, dann kannst du wohl auch ganze 4 Jahreszeiten Sonnenstandsunabhängig ernten.
    Dann kann man wohl auch die "Quadratmeter" Grundfläche reduzieren.



    Habe schnell mal nachgerechnet:


    Mittelwert= (200+450) / 2 = 325 qm



    325 qm / 3 Stockwerke / 2 (24h Kunstlicht anstatt 12 h) = rund 54 qm



    Hört sich doch ganz machbar an. Das wäre ein Kellerraum und die Garage.



    Würden die Pflanzen künstliche 24h Sonne denn mitmachen? (Natürlich mit energieeffezienten 6500K LEDs anstatt mit anno dazumal Natriumdampflampen.)

  • die 250 - 450 sind häuslzahlen

    deine 3stockwerke sind bei kartoffel, erbsen, linsen, rüben nicht durchführbar

    24h licht ist nicht machbar.

    ich glaub du solltest eher mal whitepapers zu sowas suchen. da gibts ganz bestimmt forschungsergebnisse dazu.

  • Zitat von rand00m im Beitrag #31
    24h licht ist nicht machbar.

    ..... Forschungsergebnisse .....

    Das würde ich jetzt nicht so eng sehen. In Alaska (100Tage Vegetationsperiode, massig Licht am Polarkreis) gibt es total durchgeknallte Hobbygärtner, die erstaunliche

    Ergebnisse erzielen.

    würde man jetzt noch Methoden der

    Aquakultur

    berücksichtigen, 30kg Fisch oder 75kg Muscheln auf 1m3 Wasser im IBC Tank, dann wäre in einer Doppelgarage schon einiges an Lebensmittelproduktion möglich.

  • Vielleicht geht es nur mir so aber diese Aussage finde ich extrem unverschämt. Wir diskutieren jetzt 2 Seiten lang über dein Thema. Wenn nicht mehr wissen zu deinem Thema bei uns allen vorhanden ist dann ist das halt so.

    Es gibt keinerlei Verpflichtung zu Themen input zu geben. Sowohl deine als auch unsere Beiträge sind freiwillig.

  • Indoor kann ich dir nicht weiter helfen, da ich keine Werte zu Erträgen bei 24h Wachstumsphase/d habe.
    Aber ich kann dir weiterhelfen für die Berechnung von einem Garten der eine Person ernährt in unseren Breitengraden, mit guten bis sehr guten Wachstumsbedingungen.
    (Folientunnel, Bewässerungs, Beschattungssystem, Speichermasse/Kälteschutz, Dünge-/Nährstoffgaben)

    8 Beete je 9x0,5m mit 2 Ernten pro Jahr (hier könnten je 2 übereinander angeordnet werden)
    8 Beete je 9x1,2m mit 1 Ernte pro Jahr
    + 2 Hühner die vom Überschuß/Abfall ernährt werden
    und du kratzt grade mal an einem Tagesbedarf von 1500kcal pro Tag
    bei minimalen 220m² inkl. notwendigen Bewegungsflächen (Ohne Dünger/Equipmentlager, ...)
    Raumhöhe mind. 2,3m !

    Das ist basierend auf Faustzahlen der Gärtnerei, u Ertragsstudien des Mittleider Systems.

  • Vielen Dank für Deinen Beitrag Linda.

    Ich habe nochmal etwas recherchiert. Ein 80kg schwerer Mensch (wir werden ja alle immer dicker) benötigt pro Tag:
    - 2700 kcal (minamal 1500 kcal) und
    - 72g Eiweiß, wenn er keinen oder wenig sport macht (Quelle: http://traumgewicht.net/eiweissbedarf-rechner?calculate)


    Dann habe ich bei Gourmetbauer.de folgende Selbstversorger Infos gefunden:

    [[File:Diagramm-Kalorien.png|none|auto]]

    Weizen und Mais fallen bei mehrstöckiger Kultivierung aufgrund ihrer großen Wuchshöhe ja weg.

    Bleiben als Kalorienpflanzen also

    • Kartoffeln aka Erdäpfel
    • Möhren aka Karotten




    [[File:Diagramm-Nährstoffmengen.png|none|auto]]



    Bei den Proteinpflanzen sollen also



    die meisten Protein-Gramm pro m2 liefern.



    Insgesamt geht Gourmetbauer.de von 250 m² bis 650 m² Freiland-Anbaufläche für die Selbstversorgung eines Erwachsenen (Mannes) aus, im Durschnitt also 450m2 pro Person (ohne irgendwelches "Tuning").



    Damit sind wir doch schon mal etwas weiter, oder nicht?




    @Tinah

    Nein, ich möchte dass speziell DU mindestens einmal pro Woche meine Beiträge liest und schaust ob Du nicht was dazu beitragen kannst.

  • Ausgezeichnet Tinah.


    Mit Tuning würden sich dann theoretisch

    450m2 / 3 Stockwerke / 2 (24h Kunstlicht anstatt 12 h) / 1,5 (doppelte Lichtintensität) / 1,5 (optimales Düngen)= rund 33,3 qm pro Person (Mann)

    ergeben, wenn all diese Tuning-Maßnahmen möglich wären.

    Daraus ergeben sich folgende offene Restfragen:

    • Kann man Kartoffeln, Möhren, dicke Bohnen und Gartenbohnen in 3 Stockwerken anbauen?
    • Vertragen sie 24 h Licht?
    • Vertragen sie doppelte Lichtintensität?
    • Kann man den Ertrag mit Düngen um 50% steigern?