Nähen üben (mit und ohne Maschine)

  • Will hier nur kurz das kleine Thema Nähen ansprechen.

    Jedem (Möchtegern-)Prepper kann ich nur (egal ob Männlein oder Weiblein), vor allem die,die nicht sooo die Hausmänner/-frauen sind, die Wichtigkeit des Nähens wieder in die Erinnerung rufen.

    Szenario mit Strom:
    Hier sollten natürlich jedem eine stink-normale Naht mit einer Maschine und dem dazugehörigen Aufspulen, etc.... (wenigstens einigermaßen) gelingen.
    Ich will mich hier outen und zugeben, dass ich erst seit ca. 1 Jahr damit umgehen kann.
    Aber auch ich hab mir schon einen alten kaputten Bundesheer-Rucksack zu einer coolen und funktionellen Umhängetasche um-genäht, und bin sehr stolz drauf. Die nehme ich sogar zum Arbeiten mit.

    Szenario ohne Strom:
    Das annähen von Knöpfen, provisorische Stopfen von Löchern und zusammennähen von (wenigstens) provisorischen Stoffen zu etwas Ähnlichem wie eine Oberbekleidung, sollte bei niemandem schon beim Gedanken daran Schweißausbrüche verursachen.


    Sollte der Beitrag nicht passen, einfach löschen.....

    es grüßt: seppel2000


    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

  • Nähen zu können macht allerdings Sinn, Seppel2000, da bist du offensichtlich schon recht erfahren. Ist äußerst befriedigend, wenn man aus nichts (kaputter Rucksack) etwas sinnvolles(Umhängtasche) machen kann. Nützliche Fertigkeit, die als "Tauschobjekt" dienen kann.
    Die gute, alte, stromunabhängige Tretmaschine wäre toll, wenn dafür irgendwo Platz ist.
    Bin gerade auf der Suche...

  • Teilweise finde ich diese Überlegungen ala Nähen ja OK, aber die Szenarien die auftreten müssen, dass wir wieder in einen langfristigen Tauschhandel zurückfallen, sind doch sehr Endzeit Szenarien.
    Sollte es jemals zu so einem Szenario kommen, was ich nicht hoffe, dann ist nähen zu können mein geringstes Problem.
    In so einem Fall wäre es meiner Meinung nach auch komplett unnötig nähen zu können, denn wenn nicht alles, und ich meine alles, zerstört ist, gibt es immer noch die Geschäfte die Kleidung und Taschen und Co. herumliegen haben.

    Auf solche Enzeitszenarien kann und will ich mich nicht vorbereiten, und wenn es dazu kommen sollte, aus welchen Grund auch immer, dann ist nähen das kleinste aller Probleme.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Aber es ist total praktisch wenn man sich bei einer Wanderung (oder auch BugOut) die ausgerissene Lasche der Jeans wieder annähen kann. Oder den Bauchgurt vom Rucksack. Oder die Öse vom Zelt.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Ja natürlich da hast du schon recht.
    Aber sich selbst Kleidung nähen oder aus alter Kleidung Taschen machen weil es nichts mehr zu kaufen gibt ist schon ein anderes Extrem.
    Und ehrlich, wer hat auf Wanderungen seine Nähmaschine dabei, eventuell ein kleines Reisenähzeug für unterwegs aber sicher nicht mehr.

    Wie gesagt, sollte es soweit kommen das es keine Kleidung mehr gibt, egal ob zu kaufen oder in "verlassenen" Geschäften, dann ist das nähen meine geringste Sorge.
    Mit dem Gewand das jeder von uns daheim hat kann man wahrscheinlich jahrzehnte auskommen, wenn man nicht auf "modisch" achten muss.

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  • Als jemanden dem als Kind fast immer langweilig war, und etwas zu tun brauchte, verdanke ich es meiner Oma das ich relativ gut mit Nadel und Faden umgehen kann.

    Socken stopfen, Knöpfe annähen, Taschen an Hemden und Hosen wieder annähen war alles dabei.
    Hat mir im späteren Leben geholfen Lenkräder mit Lederhüllen zu vernähen und alte Autositze wieder zusammen zu nähen.

    Mit einer Maschine habe ich da nie gearbeitet, stets mit Nadel und Faden. Eine Fähigkeit die ich heutzutage kaum noch brauche, aber froh bin sie drauf zu haben.

    Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.

  • Braucht ja nicht alles vom Endzeitgedanken gesteuert sein. Bissl Nähen können ist schon aus Gründen der Nachhaltigkeit (à la „safe the planet") vernünftig. Wegen kleiner Schäden (vgl. vorige) müssen Dinge nicht immer gleich weggeworfen werden.

    Kann man nähen, kann man verschiedene textile Sachen wunderbar tunen und ergänzen, wie es einem beliebt. Mit den passenden Nadeln/Alen auch dicke Jeansstoffe und Leder, ggf. mit Locheisen.

    Klar, ich bin ein Mädel und deswegen ist Nähen für mich eine Selbstverständlichkeit - dafür hat unser Schulsystem mit der sinnfreien Einteilung in „Handarbeiten / Werken“ gesorgt. Bei „Nähen“ braucht’s ja nicht immer ein Rüschenkleid sein, kann ja auch ein Beutel oder eine Messerscheide sein.

    Ich war auch ein Pfadi und dort war es bzgl. rudimentärer Nähskills völlig wurscht, ob Mädel oder Bub. Jeder hatte sein Hemd in Ordnung zu halten und seine Abzeichen aufzunähen.

  • Es zu können ist immer nützlich, wenn auch in der momentanen Wegwerfgesellschaft nicht so wichtig...
    Die Großmutter hat sich und ihre 3 Kinder nähend durch den Krieg gebracht. Für die wohlhabenderen Leute war nette Kleidung damals Statussymbol, das kann also hilfreich sein (was haben die Mädels damals zB. für ein Paar Nylonstrümpfe alles riskiert)

  • Ich habe ja auch nicht ein Ballkleid, oder ein Designeroutfit gemeint.

    Eher Notreparaturen, Ausrüstungsbau und dergleichen.....

    es grüßt: seppel2000


    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

  • Das nähen eine sehr nützliche Fähigkeit ist habe ich schon als Wölfling bei meinem Stamm gelernt, Oma hat mir die restlichen kniffe beigebracht wie auch das Maschinen nähen. Und nein da brauchte es kein Szenario. Es ist ein must have skill für Reparatur, Instandhaltung .... Und was viele unterschätzen auch um kleinere Wunden zu nähen.

  • Socken stopfen kann ich noch immer nicht gscheit. Meine Oma hat mal gmeint:"Schau her, is eh ganz einfach..." … Stimmt- aber bei mir wird's schirch.
    So normal nähen kann ich, mach ich auch unregelmäßig wenn was zum richten ist. Ich bin btw. derjenige im Haushalt mit eigenem Nähkisterl, meine Freundin kanns mehr schlecht als recht weil null Übung und keine Geduld. :D

  • Zitat von Makoto im Beitrag #2
    Nähen zu können macht allerdings Sinn, Seppel2000, da bist du offensichtlich schon recht erfahren. Ist äußerst befriedigend, wenn man aus nichts (kaputter Rucksack) etwas sinnvolles(Umhängtasche) machen kann. Nützliche Fertigkeit, die als "Tauschobjekt" dienen kann.
    Die gute, alte, stromunabhängige Tretmaschine wäre toll, wenn dafür irgendwo Platz ist.
    Bin gerade auf der Suche...

    Beim 48er Tandler


    im 5. Wiener Bezirk sind mindestens 10 Maschinen ausgestellt.


    Weis aber nicht wie weit alle Maschinen einsatzbereit sind.


    www.48ertandler.at
  • Sein Zeugs reparieren zu können ist toll.
    Ich stopf meine Socken (also die aus Wolle - die dünnen eher nicht), nähe Knöpfe an und flick meine Jeans. Sogar eine aufgegangene Naht bei meinen Lederschuhen hab ich schon geflickt. Alles händisch. Das ist feine Arbeit am Abend vor der Glotze und spart Geld.
    Und ist eine praktische Fähigkeit, nicht schwer zu lernen, das Equipment is spottbillig und im Notfall sehr wertvoll (und mit Notfall mein ich nicht Endzeit).