Am Schauplatz - Wenn alles zusammenbricht

  • Fluchtseminar, Katastrophenübung, gelbe Ebola Anzüge, Bunker, Camo, ...
    Ich fürchte das wird etwas reißerisch, trotz ORF2 Qualität. mal schaun wie das wird.
    thx anyway

  • Schaun wir mal was sie unter wie realistisch ist das bringen.

    Ich meine, prellen macht schon Sinn, damit man einmal eine oder zwei Wochen krank werden kann und sich trotzdem weiter ernähren kann. Wie wahrscheinlich das ist? Naja, fast 100 Prozent. Man kann Vorräte ja auch für kleine Krisen hernehmen....

  • Achja, der “überlebenstrainer” hat eine spannende Hypothese aufgestellt. Wenn der Strom ausfällt öffnen sich die Tore der Gefängnisse. Das ist der Grund warum man sich auf plündernde Banden vorbereiten sollte...

  • Zitat von Ben im Beitrag #6
    Achja, der “überlebenstrainer” hat eine spannende Hypothese aufgestellt. Wenn der Strom ausfällt öffnen sich die Tore der Gefängnisse. Das ist der Grund warum man sich auf plündernde Banden vorbereiten sollte...



    Ernsthaft

    ?

    Wo haben die so einen bloß ausgegraben?

    Das Ärgerlichste daran ist aber, dass man dafür zahlen muss, egal ob ernsthaft und authentisch recherchiert oder so!

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Ich habe den Bericht mir gerade vorher angesehen.
    Schade. Ich fasse zusammen: die Prepper sind wieder mal als Deppen dargestellt worden.
    Da waren leider ein paar unglückliche Sager dabei...von den Interviewten...
    :-/

  • Der Redakteurin muss es ja wie ein Goldtopf vorgekommen sein, als der schrullige GasmaskenOpa gleich mal "die die dann vor der Türe stehen sind dann die auf die geschossen wird" Verlautbart hat....

    Ein übles Machwerk. Der ORF könnte bei ServusTv lernen, wie eine Blackout Doku geht. Die war nämlich hierbei wesentlich fundierter.

    viribus unitis - acta non verba

  • Der normale Bürger wie unsereins stellt sich nicht vor die Kamera. Und damit muss man mit den "Idioten" vorlieb nehmen die sich gerne präsentieren. Das solche Typen natürlich bessere Quoten bringen ist ein angenehmer Nebeneffekt.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Man merkt eh schön, dass der Bericht der zivilen Vorsorge nicht dienlich war. Seit Ausstrahlung 0 neue Mitgliederregistrierungen.

    Normalerweise merkst du bei jedem (halbwegs seriösen) Artikel über Prepper einen kurzen Anstieg bei den Registrierungen.

  • Zitat von Ben im Beitrag #11
    ...Seit Ausstrahlung 0 neue Mitgliederregistrierungen...



    Verständlich, sind ja lauter Irre diese „Prepper“

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • So jetzt habe ich es auch gesehen. Schade dass der outdoortrainer so einen großen Zeitrahmen bekommen hat und der "experte" nur gemeint hat dass es sich nur um ein subjektives Unsicherheit Gefühl handelt. Ansonsten fand ich es nicht sooo schlimm. Wa aber leider nicht zweckdienlich. Feldbach fand ich gut aber das war zum falschen Zeitpunkt und hätte zum Schluss besser gepasst.

    Was ist der Grund nicht zu wollen dass man vorsorgt? Nur dass man die Sendung besser verkaufen kann wenn man alle in Sicherheit wiegt?

    Ach ja... Den fluchtgürtel fand ich toll! Auch wenn ich ziemlich sicher bin dass ich das nicht brauchen werde. Sinnfrei in den Wald zu flüchten ohne Ziel werden wir nicht machen. Und im Notfall können wir zu einem Ort der ca 40 km entfernt ist da schauen wir besser auf andere Dinge bzw fahren mit dem Auto solange es geht

  • Zitat von Tinah im Beitrag #13
    Was ist der Grund nicht zu wollen dass man vorsorgt? Nur dass man die Sendung besser verkaufen kann wenn man alle in Sicherheit wiegt?



    Habt ihr wirklich etwas anderes von dieser Reportage erwartet?

    Von mir aus gesehen, wollen die Medien ja gar nicht, dass man Vorsorgen tut. Es geht nur um Interessen. Denen sind wir ziemlich egal.

    Ein Beispiel:

    In einer Stadt fällt der Strom aus. Da kommen die Mediengeier. Wollen wie immer ihre schrecklichen Reportagen über die armen Bewohner zu machen. Natürlich um es der ganzen Welt zu zeigen wie schlecht es denen geht. Wie alle randalieren tun..

    Natürlich LIVE!

    Als sie da sind und alles aufgestellt haben, stellen sie nach ein paar Interviews fest, dass alle vorgesorgt haben und keinem an irgendetwas fehlen tut.

    Wie sieht es dann mit den Zuschauer-Schaltquoten aus?

    Wen interessiert sich heutzutags dafür, dass es den Einwohnern von dieser Stadt gut geht? Niemand.

    Zurück zur Reportage. Das der Dämpfer kommen wird, hat sich schon im Intro angekündigt.

    Darum werden solche "Spezialisten" überhaupt interviewt. Teilweise werden sie sicher falls sie niemand finden tun, Schauspieler einstellen. Die Show muss immer weitergehen..

    Was es braucht damit es nicht immer in die Hose geht, sind Reportagen mit anständig und sauber gekleidete Prepper-Familien mit Teenager und jüngere Kinder. Sprich, ganz normale Leute.

    Nicht Möchtegernrambos, Dödels, Penner und Clowns.

    Sorry, aber wie diese interviewten Leute teilweise ausgesehen haben... In einer Fernsehreportage!

    Ich würde höchstens nach einem Tag Heckenschneiden oder Gartenplatten verlegen bei mir im Garten so aussehen. Privat!

    Dieses mal müssen wir wieder den Kopf hinhalten. Dank diesen "Supperprepper".

    PS: Schon mal aufgefallen, das Nachrichten /Zeitungen /Medien in den Letzten paar Jahren, praktisch nur negative Meldungen verbreiten tun? Auch über Prepper? Warum?

    Kann es sein, wenn man mal schon etwas Positives hört, dass man es mittlerweile gar nicht mehr mitbekommt, weil wir mit den Jahren nur auf negative Meldungen "erzogen" worden sind?

    Täusch ich mich, oder nicht?

  • Hallo, also vorweg, ich habe die Sendung nicht gesehen (kein TV), kann also dazu konkret nichts sagen.

    Ich war aber bei einem Dreh dabei, und habe mir auch so meine Gedanken gemacht. Zunächst einmal: das ist weder eine Dokumentarsendung, noch eine Prepper-Motivation des ÖZSV. Es ist ein schlicht ein Unterhaltungsprogramm für Leute, die Ihren Feierabend vor der Glotze verbringen und vielleicht über andere ablästern, sicher aber nicht aus der Komfortzone geholt werden wollen (auch wenn's eine Chance zur Bewusstseinsbildung gewesen wäre). Wer sich für's Preppen interessiert, holt sich Infos anderswo.

    Ein Kamerateam dreht bei einem Event, der mehrere Tage dauert, vielleicht 30 Minuten, die dann für die Sendung auf ein paar kurze Clips im 20-Sekunden-Bereich eingedampft werden (das passiert unter Druck, die machen ja Sendungen am laufenden Band). Die suchen präsentable Szenen (Action, ungewöhnlich, auffallend, die Zuseher sollen ja nicht zappen) und haben ein grobes Skript für die Sendung im Kopf, das je nach Material dann noch getunt wird. Tiefgründiges, Erklärungen, etc. interessieren da niemanden. Die Interviewten sind keine Medienprofis und agieren zumeist aus dem Stegreif. Anders ausgedrückt: was gezeigt wird, ist u.U. eine völlig andere Geschichte als die tatsächlichen Geschehnisse, und sagt mehr über die Meinung der Sendungsgestalter als über die Akteure. Die Sendungsmacher können jede Message fabrizieren, die sie wollen. Ist eben Fernsehen.

    Was die Frage angeht, warum das nicht seröser angegangen wird?

    a) braucht es dazu Personen, die sich eingehend mit der Materie beschäftigen und selbst daran glauben/Erfahrung haben (also nicht Leute, die jede Woche ein neues Thema covern müssen)
    b) hat der Staat (ÖZSV einschließlich) kein Interesse an der Beunruhigung der Bürger, die sollen pflegeleicht sein und den staatlichen Institutionen vertrauen ("bewahren Sie Ruhe und folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte")
    c) muss jeder (TV-)Film ein Happy End haben ("ha ha, was für Spinner, passiert doch eh' nichts, ich trink' mein Bier und geh' ins Bett")

    Zitat von Fluid im Beitrag #14
    PS: Schon mal aufgefallen, das Nachrichten /Zeitungen /Medien in den Letzten paar Jahren, praktisch nur negative Meldungen verbreiten tun? Auch über Prepper? Warum?
    Kann es sein, wenn man mal schon etwas Positives hört, dass man es mittlerweile gar nicht mehr mitbekommt, weil wir mit den Jahren nur auf negative Meldungen "erzogen" worden sind?


    Negative Nachrichten wirken im Gehirn 5-7x stärker als positive (siehe dazu z.B.Steffen Kirchner's Blogeintrag "Warum BILD-Zeitung & Co. zu 90% negativ berichten"

    ).

    Nicht ablenken lassen, Leute. Wir können nicht die Welt retten, aber vielleicht uns selbst, für einige Zeit.

  • Psychologisch gesehen, wird negatives 7 mal weiter verteilt/ erzählt und positives 2 mal

    Ja, mir fällt es auch seit Jahren auf.
    TV schauen habe ich deshalb schon seit 2 Jahren aufgegeben. Nur hin und wieder mal, wenn ich irgendwo zu besuch bin.

    Wir können zwar die Welt nicht retten, aber evtl. unsere Kreise, Verwandte, Freunde und Bekannte etwas beeinflussen.
    Das geht aber nur, wenn man es schleichend versucht.
    Wir hatten auch vor kurzem das Thema,unter Freunde, gehabt. Weil wohl im TV über Prepper eine Dokumentation war.
    Die meisten von den 23 (4 davon, inkl.meiner Wenigkeit, sind Prepper) anwesenden waren der Meinung, dass Prepper Spinner sein. Nach 2,50 Stunden Unterhaltung und Erklärung haben sie es dann doch anders gesehen. Einer davon, haben wir 4, anscheinend so beeinflusst dass er sich seit dem mit preppern extrem befasst. Auch wenn 1 von 19 nicht viel ist
    Aber immerhin sind jetzt für die meisten Prepper keine Spinner mehr

  • zu den Medienanfragen: ich habe da als "Stammtischtante von Linz" auch schon ein paar bekommen in den letzten Jahren. da wurde zu 99% gefragt, ob man "einmal bei einer Übung dabei sein könne" oder "einen der Bunker besichtigen". ich habe die Leute dann aufgeklärt, dass wir im Rahmen der Empfehlungen des Zivilschutzverbandes handeln und Medienanfragen bitte generell an die Forenleitung zu richten sind.
    was mir bei diesen Nachrichten aufgefallen ist: bei allen hat man gemerkt, dass sich die Leute keine 10 Minuten durchs Forum gelesen haben. die hatten ihre Vorstellungen, wie Prepper zu sein haben, und wollten nur Infos, die sie in ihren Ansichten bestätigen. aber wie sagte hier dereinst jemand: es wäre fad für die Zuseher, eine 2Stundendoku übers Gemüseeinlegen und Marmeladeeinkochen zu machen ^^

    liebe Grüße, Betula


    falls die Welt untergeht, muß noch lange nicht die Welt untergehen.

  • Hallo zusammen,

    war gestern bei einem meiner Fahrzeuge Reifen umstecken. Hab ihm Lokal bei der Tankstelle auf das fertig werden gewartet.
    Da lag eine Kronen Zeitung mit einem Artikel über blackout. Auch ein paar Tipps vom Zivilschutzobmann Johann Rädler waren dabei. Bin dann mit den Leuten am Tisch ins reden gekommen.
    War echt erstaunt. Jeder hat ein Notstromaggregat zuhause, jeder hat eine Kochmöglichkeit auch ohne Strom.
    Einige hatten sogar Lebensmittelvorräte.
    Ich habe diese Leute die da meist schon am Vormittag mit einem Bier sitzen offensichtlich total unterschätzt.
    einer hat mir sogar Fotos von seinem Aggregat gezeigt. Benzin für den Betrieb für eine Woche zuhause.
    Jeder weiß, wie wichtig es ist den Kühl- und den Gefrierschrank mit Strom zu versorgen.

    Gut, wir leben in einer ländlichen Gegend. Aber mit dem hätte ich nicht gerechnet.
    Der Artikel in der Krone war gar nicht so schlecht. Kein Wort über Prepper, aber dafür umso mehr gute Tipps zur Vorsorge im Krisenfall.
    Vielleicht stimmt es ja den einen oder anderen doch um. Die in der Tankstelle sind auf jeden Fall gut vorbereitet.
    Die wussten alle worum es geht.

    bG
    Norbert

    Gut vorbereitet läuft alles besser

  • ... Früher gab es diesen neumodischen (15 Jahre?) Ausdruck "Prepper oder Preppen" nicht. Es hiess ganz einfach Vorsorgen oder Hamstern. Viele ältere Semester sind Prepper. Sie wissen es einfach nicht, weil es für sie ja normal ist vorzusorgen.
    Die sind mit /in dieser Materie aufgewachsen.
    Wenn sie denn mal das Zeitliche segnen werden und die Erben, die dann das Erbgut besichtigen werden, wird die Ausrüstung dann "Gerümpel" heissen. Weil sie mit dem Vorsorgen nicht aufgewachsen sind... Heutzutags ist anderes wichtiger...

  • Habe festgestellt, dass Vorsorge generell am Land ein völlig natürliches Thema ist.
    Eine gut bestückte "Speiß" hat hier jede Hausfrau. Ein Generator in der Werkstatt gehört wie die Werkstatt selbst praktisch zur Grundausstattung. Ich denke, die meisten Hausbesitzer in der Nachbarschaft kämen problemlos eine Zeit lang über die Runden. Unten im Ort schaut es vermutlich schon anders aus und in den Ballungszentren, naja, da sind wir die sonderbaren Exoten!