Wieviel bleibt bei der Jagd vom Wild.

  • Hallo zusammen.

    Zum Hauptthema passend Nahrung durch Jagd ergibt sich die Frage, wie viel kann ich vom Wild verwerten.
    Vom aufgebrochenen (Innereien entfernt) Gewicht ohne Haupt, bleiben knappe 50 % Fleisch bester Qualität (abgesehen von eventuellen Hämatomen bei Ein- und Ausschuss).
    Also bei einem Reh mit 18 kg bleiben ca. 9 kg Fleisch.
    Aber auch nahezu alles andere kann ich verwerten.
    Alle Innereien sind essbar. Je nach Kulturkreis manche sogar eine Delikatesse, (gebratene Schafsdärme).
    Knochen kann man auskochen für Suppen, das Mark ist aber auch zum Kochen verwendbar.
    Es ist nur reichlich Arbeit alles so zuzubereiten, das man es essen kann.
    Aber ich erinnere mich als Kind war nach dem Abstechen immer das Darmputzen an der Reihe, um die Därme für die Bratwürste die gemacht wurden gleich herzurichten.
    Auch die Presswurst wurde mit dem Magen als Haut gemacht.
    Von unseren Schweinen blieb nicht viel übrig.
    Mittlerweile nehme ich bei meinem Wild nur noch die Innereien mit, die ich selbst oder meine Freunde essen (Leber, Herz, Nieren, Milz). Gedärm lasse ich zurück.
    Es ist einfacher Schafsdärme für die Wurst zu kaufen.
    Also kann man sagen auf ein Reh mit 22 kg Lebendgewicht kommen ca. 16-18kg verwertbare Nahrung.

    bG
    Norbert

    Gut vorbereitet läuft alles besser

  • Mach mal Reh-Haggis: Die Zubereitung eines Haggis dauert vier bis fünf Stunden.

    Der Magen muss in kaltem Wasser sorgfältig ausgewaschen werden. Dann muss man ihn von innen nach außen drehen und die allerletzten festen Reste der Magensäure und die Magenschleimhaut mit einem Messer abschaben. Um die Magenwand nicht zu verletzen, wird dazu die ungeschliffene Seite der Messerklinge verwendet. Das Herz, die Leber und die Lunge werden in einer leichten Fleischbrühe gar gekocht. Dabei ist darauf zu achten, dass das Ende der Luftröhre, das noch an der Lunge hängt, über den Rand des Kochtopfs gehängt wird und in eine Schüssel abtropfen kann. Wenn das Fleisch gar ist, muss es in kleine Stückchen geschnitten werden. Die Fleischstücke werden mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit Muskatnuss, etwas Muskatblüte (Macis), gehackten Zwiebeln, dem Nierenfett und dem Hafermehl vermischt.

    Die Mischung wird in den wieder umgedrehten Magen gefüllt. Er darf nicht ganz gefüllt werden, da das Hafermehl beim Kochen aufquillt und dafür Platz braucht. Der Magen wird mit Küchengarn zugenäht. Dann muss man den Magen mit einer Gabel rundherum einstechen. Macht man das nicht, platzt er beim Kochen, und der Inhalt läuft aus. Der Magen muss mindestens drei Stunden in kochendem Wasser gar werden. Anschließend legt man ihn auf eine Servierplatte und entfernt das Küchengarn. Aufgeschnitten wird der Haggis erst bei Tisch.

    Besser ich kanns und brauchs nicht, als ich brauchs und kanns nicht