Wölfe: Angst in Bevölkerung wächst

  • Darwinprinzip: Wenn ich mich dumm verhalte muss ich damit rechnen zu sterben.

    Wenn ich mit einem "Raubtier" (Hund) an einer 300 Kilo schweren Beute vorbeimarschiere darf ich mich nicht wundern wenn die Beute Panik kriegt. Und 300 Kilo die mich niedertramplen ... Pech gehabt. Man streichelt ja auch keinen Eisbären den man wo sieht, warum sollte man es bei einer Kuh tun? Jedes Tier verhält sich anders und wenn ich nicht weiß wie dann sollte ich davon wegbleiben. Auch ein Goldhamster oder ein Wellensittich zeigt ganz deutlich wenn er genug hat. Ist halt im Normalfall harmloser ...

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Zitat von Grimm im Beitrag #120
    Es wird heutzutage aus jedem Mückenschiss so ein riesen Drama veranstaltet, dass man wirklich meinen könnte der Menschheit ist der gesunde Hausverstand völlig abhanden gekommen.

    Jedes Jahr sterben mehr Leute an Insektenstichen als an Wolfsbissen...


    Um beim eingeforderten Realismus zu bleiben, es gibt genug Länder in Europa und angrenzend, mit traditioneller Wolfspopulation die sind halt nur nicht so dicht besiedelt wie Mitteleuropa und einem Kangal als Reaktion auf den Wolf möchte man wahrscheinlich eher nicht begegnen. Auch das am dünnsten besiedelte Land der Welt plagt sich mit Wölfen herum, entfernt diese wenn sie den Herden zu nahe kommen. So gesehen ist Mitteleuropa kein Lebensraum für Wölfe es sei denn wir wären willens unseren Lebensstil deutlich zu ändern.

    Und noch ein hinkender Vergleich (Insektenstich) das gefährlichste Möbelstück ist ja bekanntlich das Bett, die meisten Leute sterben darin und dennoch lege ich mich todesmutig rein.

    Schon seit 21.692 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • Ich verstehe nicht warum es für manche so ein emotionales Thema ist.

    Ich bin weder Pro noch Contra Wolf, weil er mir schlicht und einfach am A**** vorbeigeht. Ich persönlich habe keine negativen Erfahrungen mit ihm gemacht. Begegnet er mir des nachts im Wald, könnte sich meine Meinung ändern. Aber bis dahin halte ich es mit faktenbasierten Diskussionen. Und die Fakten sagen klar: Angriffe auf Menschen durch Wölfe in AT: 0.

    Den Blick in die Vergangenheit sollte man auch eher vorsichtig schweifen lassen. Denn im 18. und 19. Jahrhundert hat man es sich halt einfach gemacht und die Wölfe ausgerottet in Europa. Damals gab es auch viele andere Dinge die gemacht wurden, die mit heutigem Verständnis niemals jemanden in den Sinn kämen -> Hetztheater.

    Natürlich ist es legitim über Szenarien die mit dem Wolf zu tun haben, zu sprechen und diese zu diskutieren. Die Wahrscheinlichkeiten sehe ich in einem Prepper-Forum eher als sekundär an.

    Denn, eine Wolfbegegnung oder ein Angriff auf einen Menschen mag in AT (noch) unwahrscheinlich sein. Reise ich in andere Länder, z.B. um zu wandern, kann eine Wolfsbegegnung ein sehr reales Szenario sein.

    Was man nicht vergessen darf: Es wurde immer erst reagiert und kaum agiert, seitens der Verantwortlichen. Ein Dorf wird überschwemmt, DANACH wird ein Hochwasserschutzbau genehmigt, die Lawinenkatastrophe in Galtür passiert, DANACH werden Black Hawks gekauft. Das wird beim Wolf auch nicht anders sein. Solange nichts schlimmes (=Angriff auf einen Menschen) passiert, wird hier auch nichts unternommen. Das kann man mögen oder auch nicht, ist aber nicht zu ändern.

    Was wir hier tun können ist eine Entscheidung zu treffen: Halte ich eine Wolfsbegegnung für realistisch ja oder nein? Falls ja, bereite ich mich darauf vor? Falls ja, wie?

  • Zitat von Grimm im Beitrag #117
    Heissen hier alle Peter ? Der Wolf ! Der Wolf, Der Wolf kommt !!!

    Inwieweit betrifft das uns ?

    Wer hat schon einen freilaufenden Wolf bei Euch gesehen ? Oder wurde gar angegriffen ? Wer hier ist Schafshirte und muss um seine Herde fürchten ?

    Im Jahr 2014 starben 78'572 Österreicher, davon 94,5 % durch Erkrankungen.
    Bleiben 5.4 % durch Verletzungen / Vergiftungen durch Unfälle im Verkehr, Sport, auf Arbeit und im Haushalt sowie Suizide.
    Also Total 4242 Personen. Wieviele davon durch einen Wolf ?

    Ich fange dann an mir darüber Gedanken zu machen wenn " Tod durch Wolf" grösser ist als Tod durch Fahrradfahren oder wenn täglich ein Rudel an meinem Haus vorbeikommt.
    Alles andere ist einfach nur.....


    Nur...was? Sorry, aber diese Form der Argumentation ist nicht sinnvoll. Sollten wir über Selbstverteidigung erst sprechen, wenn wir persönlich Opfer eines Angriffs waren? Oder über Vorsorge bei Blackout erst dann, wenn wir einen kräftigen Blackout erlebt haben? Und es geht ja nicht nur um potentiell für den Menschen tödliche Begegnungen, sondern ebenso für Nutztiere.

    Dass es eine nicht geringe Zahl von - von Experten ursprünglich nicht in dieser Form erwarteten - Begegnungen von unerschrocknem Wolf mit Kulturvieh und auch Menschen gegeben hat, ist schwerlich zu leugnen. Ob es konkret einem von uns (und wir sind ja nun wirklich nicht viele hier im Forum) persönlich passiert ist, ist da doch völlig unerheblich.

  • Ich sehe es genau so wie @Ad Lib: Wenn sich jeder hier im Forum nur über das Sorgen machen würde, was ihm schon selbst passiert ist, könnten wir (ihr) es dicht machen!
    (So gut wie) Keiner von uns hat
    - eine Pandemie (und jetzt bitte nicht mit Vogel- und Schweinegrippe kommen)
    - einen mittel- oder langfristigen Blackout
    - einen Super-GAU in unmittelbarer Umgebung
    - kriegerische Handlungen

    am eigenen Leib verspürt. Und jeder hier macht sich über all diese Themen mehr oder weniger intensiv Gedanken. Warum sollte es beim Wolf plötzlich anders sein? Nur weil der Zeitgeist gerade entsprechend ist?

    Bitte jetzt nicht falsch verstehen: Ich glaube auch nicht, dass Wölfe glutäugige Dämonen sind, die jeden und überall zu ermorden suchen. ABER: Sie sind zumindest in Mitteleuropa eine Gefahr, mit der man sich auseinandersetzten sollte (um nicht so wie die Deutsche mit dem um die Hüfte gebundenen Fifi auf der Alm zu enden, nämlich von sooo einem süßen Tierchen getötet zu werden).
    Mich k*tzt in diesem Zusammenhang primär die totale Ignoranz (gegenüber der Landbevölkerung) und Verlogenheit von Seiten der selbsternannten Wolfsschützer und -experten an. Hätte man von Anfang an klar gesagt, dass der Wolf nicht nur Schafe und Ziegen reißt, sondern auch Rinder, Pferde, Hunde und andere Haustiere, auch aus dem Stall mitten aus dem Dorf heraus, dann wäre das zumindest ehrlich gewesen.
    Aber neiiin! Da wurde eine genetisch bedingte Scheu vor dem Menschen erfunden (die 1.000-fach wiederlegt wurde, aber immer noch fixer Bestandteil im Kanon der Loblieder auf Canis Lupus Lupus ist). Oder seine Risikobewertung, die ihn vom Angriff auf Rinderherden abhält (wobei offensichtlich Wolfsbüro und Wolf die selbe Gleichung unterschiedlich parametrieren) und dergleichen. Dass Viehhaltung - teilweise vom Ertrag her ein besseres Hobby - für viele Bauern entweder komplett uninteressant ist oder nur mehr in wolfssicheren Ställen stattfinden kann, ist dem urbanen Hipster in seiner Stadtwohnung herzlich egal. Weil das Fleisch kommt aus dem Supermarkt, und die Trottel vom Land sind ihm eh wurscht!

    DAS regt mich persönlich auf!

    Zitat von Grimm im Beitrag #117
    Heissen hier alle Peter ? Der Wolf ! Der Wolf, Der Wolf kommt !!!

    Inwieweit betrifft das uns ?

    Wer hat schon einen freilaufenden Wolf bei Euch gesehen ? Oder wurde gar angegriffen ? Wer hier ist Schafshirte und muss um seine Herde fürchten ?

    Im Jahr 2014 starben 78'572 Österreicher, davon 94,5 % durch Erkrankungen.
    Bleiben 5.4 % durch Verletzungen / Vergiftungen durch Unfälle im Verkehr, Sport, auf Arbeit und im Haushalt sowie Suizide.
    Also Total 4242 Personen. Wieviele davon durch einen Wolf ?

    Ich fange dann an mir darüber Gedanken zu machen wenn " Tod durch Wolf" grösser ist als Tod durch Fahrradfahren oder wenn täglich ein Rudel an meinem Haus vorbeikommt.
    Alles andere ist einfach nur.....


    Sollten wir mit dem selben Argument nicht auch die Tollwut wieder bei uns einführen? Gehörte ja schließlich auch mal zum Ökosystem, bis sie vom Menschen ausgerottet wurde. Und da in den letzten Jahren kein Mensch in Österreich daran erkrankt bzw. in weiterer Folge daran gestorben ist, kann sie ja nicht schlimm sein...

    Zitat von Grimm im Beitrag #120
    Bitte versteht mich jetzt nicht falsch. Aber nach dem Kuh Urteil und dem jetzigen Gerede über Hundeverbot auf Almen... Kann ich gerade gewisse Reaktionen nicht mehr Ernst nehmen.

    Es wird heutzutage aus jedem Mückenschiss so ein riesen Drama veranstaltet, dass man wirklich meinen könnte der Menschheit ist der gesunde Hausverstand völlig abhanden gekommen.

    Jedes Jahr sterben mehr Leute an Insektenstichen als an Wolfsbissen...

    Bleibt doch Mal realistisch.


    Es sterben auch jedes Jahr in Europa mehr Menschen an Insektenstichen als an den Folgen eines Blackouts. Also hört bitte alle SOFORT auf, euch darauf vorzubereiten. Ist reine Zeit- und Geldverschwendung! Kommt ja sowieso nie!

    There is no such thing as too much backup!

  • Also ich verstehe die ganze Angst vor Wölfen nicht ganz. Da habe ich erlich gesagt "mehr Angst" im Wald vor unseren Jägern, dass sie mich versehentlich an- bzw abschießen.
    In ganz Europa wurde in den letzten 40 Jahren kein einziges Kind , Frau oder Mann von einem Wolf getötet.
    Ganz im Gegensatz zu dem Jägern - jedes Jahr werden hunderte Menschen von Jägern getötet - unabsichtlich als auch absichtlich!
    Dauernd hört man irgendwelche Meldungen, dass wieder einmal wer bei einer Treibjagd versehentlich angeschossen bzw erschossen wurde!

  • Zitat von Burgenländer im Beitrag #128
    jedes Jahr werden hunderte Menschen von Jägern getötet - unabsichtlich als auch absichtlich!


    Ist zwar offtopic, aber: ernsthaft? Hunderte jährlich? Bist du da sicher? Weltweit?

  • Zitat von Ad Lib im Beitrag #129
    Zitat von Burgenländer im Beitrag #128
    jedes Jahr werden hunderte Menschen von Jägern getötet - unabsichtlich als auch absichtlich!

    Ist zwar offtopic, aber: ernsthaft? Hunderte jährlich? Bist du da sicher? Weltweit?


    Weltweit sind es sicher sogar mehr! Denk mal was in Afrika in den Reservaten abgeht.. Oder in Kolumbien..

    War sicher nicht nur auf den Wolf bezogen. Da gibt es ja auch die Fuchsjagt, Hasenjagt, Nachbarjagt..

    Die schissen im Wald aufeinander, weil sehr viele Inkompetente dabei sind..

    Eventuell schleicht noch ein Prepper in Tarn umher..

    und Peng! Einer weniger!

    UUPS!

  • Weil ich Zahlen und Fakten mag, hab ich nachgeschaut: Tödliche Jagdunfälle gibts in Deutschland+Österreich ca. 2-3 im Jahr. Weltweit finde ich keine Zahlen. Hochgerechnet sind es dann aber weltweit sicherlich einige hundert. Freilich: Morde (also mit Absicht) darf man da nicht dazurechnen, das ergäbe keinen Sinn. Ende offtopic.

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, dann geht es in diesem Thread vor allem um die Fragestellung, wie man sich bei einem Kontakt mit einem Wolf richtig verhält.

    Um diese Frage beantworten zu können, sollte man zuerst vielleicht klären, dass ein einzelner Wolf bei einer Begegnung grundsätzlich gefährlich ist. Wölfe sind Rudeltiere. Sieht man sich also einem einzelnen Wolf gegenüber, so hat man generell schlechte Karten. Da der Wolf prinzipiell scheu gegenüber dem Menschen reagiert, stehen entweder noch einige andere Wölfe im Hintergrund oder der einzelne Wolf ist derart ausgehungert, dass er seine Scheu überwindet oder aber er ist schwer krank. Wobei da vorwiegend die Tollwut zu nennen wäre. In jedem Fall wäre hier weglaufen die denkbar schlechteste Option. Ist der Wolf willens anzugreifen, zieht er in jedem Fall zuerst die Lefzen hoch. Er sieht den Menschen als durchaus gefährlichen Gegner an und droht ihm daher. Ist man irrtümlich auf ein Einzeltier gestoßen(was in Österreich durchaus möglich wäre), wird sich der Wolf rückwärts gehend entfernen, da seine Angst überwiegen wird. Diese Reaktion ist allerdings die Optimalvariante und relativ unwahrscheinlich. Greift ein Wolf an, tut er dies sehr überraschend und er nutzt sein Gewicht um den Gegner zu Boden zu reißen. Erst dann geht er auf die Kehle des Opfers los. Um überhaupt eine Chance gegen einen solchen Angriff zu haben, ist die eigene Position der Beine entscheidend. Hat man das Glück, dem Angriff ausweichen zu können, kann ein Schlag gegen die Seite des Tiers lebensrettend sein. So unwahrscheinlich dieser Treffer auch klingt, gibt es glaubhafte Darstellungen, dass der einzelne Wolf in diesem Fall das Weite sucht. Verlassen würde ich mich allerdings darauf nicht. Erst recht nicht, wenn der Wolf tatsächlich Tollwut hat. Und diese Krankheit stellt wohl die meiste Gefahr dar. Ein krankes Tier ist völlig unberechenbar und enthemmt.

    Vor dem Griff zum Messer rate ich auf jeden Fall ab. Ein Indianersprichwort besagt: Wer den Wolf mit dem Messer tötet, kann den Wind mit den Händen fangen. In dem Sinne: Viel Spaß beim Üben.

    Bei aller Vorsicht sollte man am Ende des Tages noch ein lebenswertes Leben haben. Kein Bunker ist ein Lebenskonzept.
    In jungen Jahren will man noch allen gefallen - im Alter ist man froh, wenn man sich selbst im Spiegel noch erkennt.

  • Lieber Fluid, bitte nicht böse sein, ich hatte nur gerade so viel Spaß bei der Vorstellung, wie die Jäger im Wald auf einander schissen...
    Ich weiß schon, die Autokorrektur, Schweizer haben kein ß,...

  • in einem Antihundetraining hab ich gelernt ....

    biete ihm (dem wolf) die gepolsterte vorbereitete Linke Hand (bin rechtshander ) dort, in dem fall die Waffe im Bestenfall meine Pefferwaffe oder dicker Knüppel).. (ja, bin Deutscher und habe kleinen Waffenschein...)


    ach ja lautsein und böses auftreten soll helfen.( im normal fall)..
    sagen die

  • Österreich spätestens seit den 90ern Tollwut frei.
    Daher ist die Chance auf einen tollwütigen Wolf zu treffen eher gering (bis null).
    Wir hatten bei uns (ca. 15 km Richtung Süden) bereits Sichtungen.
    Hoffentlich werden sie bald bestätigt und entsprechend publik gemacht.
    Dann ist der Wald wieder leer von "hirnlos" Erholungssuchenden.
    Ja und wie man wolfsangriffe wirklich abwehrt wird die Erfahrung zeigen.
    Mit bloßen Händen wird es nicht gehen. Mit dem Messer wird es ohne eigene Verletzung auch nicht gehen.
    Bleibt nur Vermeiden oder ein großer Knüppel (den möchte ich aber nicht die ganze Zeit mitschleppen müssen)
    Wie schon einmal geschrieben. Ich bin kein Wolfsgegner. Ich mag ihn, dort wo er hinpasst. In unsere Kulturlandschaft passt er definitiv nicht.

    bG
    Norbert

    Gut vorbereitet läuft alles besser

  • Zitat von Burgenländer im Beitrag #128
    Also ich verstehe die ganze Angst vor Wölfen nicht ganz. Da habe ich erlich gesagt "mehr Angst" im Wald vor unseren Jägern, dass sie mich versehentlich an- bzw abschießen.
    In ganz Europa wurde in den letzten 40 Jahren kein einziges Kind , Frau oder Mann von einem Wolf getötet.
    Ganz im Gegensatz zu dem Jägern - jedes Jahr werden hunderte Menschen von Jägern getötet - unabsichtlich als auch absichtlich!
    Dauernd hört man irgendwelche Meldungen, dass wieder einmal wer bei einer Treibjagd versehentlich angeschossen bzw erschossen wurde!



    Nur um das nicht unkommentiert zu lassen: Dass die Zahlen kompletter Schwachsinn sind, hat ja@Ad Lib

    schon vorgerechnet.

    Ich finde es auch bezeichnend, dass der Zeitraum "zufällig" so gewählt wurde, dass hier Null herauskommt. Würde man nämlich z.B. 45 statt 40 Jahre einsetzen, so würde man auf die in Spanien getöteten Kinder kommen (1974, ein Säugling und ein Dreijähriger). Und je weiter man in die Vergangenheit zurückgeht, desto mehr Wölfe und Tote durch sie gab es.

    Wenn man nicht nur Europa sondern Weltweit schaut, (und zwar in Gegenden, die nicht vom Menschen wolfsleer gemacht wurden), sieht die Sache auch anders aus.

    https://www.welt.de/geschichte/article18...fer-holten.html

    Zitat
    Fast 200 Tote Jahr für Jahr, und das über viele Jahrzehnte hinweg: im Frieden ein hoher Blutzoll. Russland hatte ihn im 19. Jahrhundert zu leisten. Fast 200 Menschen fielen jährlich dem gefährlichsten Raubtier zum Opfer, das Europa kannte: dem Wolf
    Für Mitteleuropa gibt es keine vergleichbare Statistik. Doch ganz sicher war es bis weit ins 19. Jahrhundert keine gute Idee, unbewaffnet oder gar allein durch einen der vielen Wälder zu spazieren. Vor allem wenn Wölfe aus welchen Gründen auch immer keinen andere Beute fanden, griffen sie Menschen an – und schon gegen ein kleineres Rudel hatten Erwachsene kaum eine Chance, Kinder erst recht nicht.
    Erst als die Europäer sich die Natur ihres Kontinents untertan machten, die Wildnis zähmten, wie der britische Historiker Richard J. Evans in seinem neuen Buch „Das europäische Jahrhundert. Ein Kontinent im Umbruch 1815–1914“ schreibt, verschwand das Problem Wolf



    Dass es damals wesentlich weniger Menschen, dafür umso mehr Natur gab, setze ich jetzt mal als Allgemeinwissen voraus. Wie also langfristig die Chancen stehen, dass es weiterhin keine Angriffe auf den Menschen gibt (von den Attacken auf die beiden Kinder und die Frau in Polen im letzten Jahr sprechen wir noch gar nicht), mag sich jeder selber ausrechnen. Wird aber vermutlich noch mehrere Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis wieder ein Mensch in Europa durch den Wolf stirbt...

    There is no such thing as too much backup!

  • Zitat
    Zitat von arbito im Beitrag #132

    Vor dem Griff zum Messer rate ich auf jeden Fall ab. Ein Indianersprichwort besagt: Wer den Wolf mit dem Messer tötet, kann den Wind mit den Händen fangen. In dem Sinne: Viel Spaß beim Üben.


    Also ich halte viel vom richtigen Mindset wie das neudeutsch heißt. Die persönliche Einstellung hat einen großen Einfluss darauf wie man auf Krisenszenarien (hier: "Wolfsangriff") reagiert. Bei einem Wolfsangriff habe ich lieber ein Messer als kein Messer.

    Erst unlängst eine Geschichte in den Nachrichten gelesen, die diese Einstellung gut beschreibt:

    Zitat
    Zitat
    Im US-Bundesstaat Colorado hat ein Jogger eine Attacke eines Berglöwen abgewehrt, indem er das Tier mit bloßen Händen erwürgte.


    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/usa-mann...-a-1251803.html


    Ob es wohl ein Indianersprichwort zum Erwürgen von Berglöwen gibt?

  • Gerade gelesen...

    Zitat
    Anfang April wurden auf einer Weide in Neumarkt im Bezirk Murau die Kadaver von vier Lämmern und einem älteren Schaf gefunden - mehr dazu in Fünf Schafe von Wolf gerissen (6.4.2019). Nun hat ein DNA-Test bestätigt, dass die Schafe wie vermutet tatsächlich von einem Wolf gerissen wurden. Der Zaun der Weide war rund 1,20 Meter hoch, der Wolf hatte ihn offenbar mühelos überwunden.



    DNA-Test bestätigte: Wolf riss fünf Schafe