SPIEGEL: Prepper - Die tiefe Sehnsucht nach dem Zusammenbruch

  • Ein weiteres Beispiel für: "Da gibt es ein paar schwarze Schafe (zB Rechtsextreme mit Waffenarsenal) und deswegen sind alle Prepper so!"
    Leider werden auch zumeist nur "Extrem-Prepper" in solchen Serien oder Beiträgen dargestellt, weil die sich 1. zeigen bzw. ihre Lebenseinstellung teilen und 2. das Publikum das sehen will.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Klar weil "ich will nichts vergammeln lassen und koche deshalb Marmelade ein" verkauft sich nicht so gut wie "ich hocke in einem Bunker und warte auf das Ende der welt"

  • Wenigstens in den Kommentaren sind einige Intelligente Leute die dem Autor ( dem es offensichtlich nicht interessieren dürfte ) den Unterschied
    zwischen normaler Vorsorge und dem Doomsday Gehabe zu erklären versuchen.

    Es ist aber ein, mal wieder typischer, Bericht der sich mit einer reißerischen Überschrift gut verkauft. Es ist dem Autor egal ob es stimmt was im Bericht geschrieben
    steht oder wem, oder wie es tatsächlich Menschen betrifft solange die Klickzahlen des Artikels stimmen und man soviel Werbung wie möglich schalten kann.

    Das der Autor ein Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und dort für den Studiengang "Digitale Kommunikation" verantwortlich ist
    lasse ich hier jetzt mal so stehen. Kann sich jeder seinen Teil selbst dazu denken. Man braucht sich nur die Beschreibung des Lehrgangs durchzulesen:

    https://www.haw-hamburg.de/master-digita...munikation.html

    Und dann mit dem Artikel vergleichen. Von der Wirtschaftlichkeit her ist der Artikel gutes Marketing. Schön reißerisch für hohe Klickzahlen und so gut für Werbeschaltungen.
    Man kann sich seinen Teil dazu denken, was da als Journalismus gelehrt wird.

    Besser haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.

  • Den Spiegel darf man nicht als Richtschnur in der öffentlichen Meinung einschätzen. Im Spiegel wird eine Weltanschauung vertreten, die ziemlich einseitig ist. Schaut euch mal das Motto des Chefredakteurs - Jakob Augstein - an. Ich kann das nicht näher beschreiben, weil das unweigerlich mit der Politik zu tun hat.

    Jedenfalls stehen die Spiegel Redakteure dem Preppen kritisch gegenüber. In diesem Sinne sollten wir uns von deren Aussagen nicht beeindrucken lassen!

  • Ein tiefreligiöser Verschwörungstheoretiker, der an einfache Erklärungen glaubt, erinnert euch eindringlich: Den alten Noah haben's auch nicht ernst genug genommen...
    😁😁😁
    Aber ernsthaft : Ein bisschen frag ich mich schon, wer einen Vorteil davon hätte, vernünftiges, vorausschauendes Handeln lächerlich zu machen...

  • Es geht nicht um das lächerlich machen, es geht um möglichst reisserische Artikel die viele Leute lesen wo man dann auch teuere Werbung verkaufen kann. Der Inhalt ist da eher nebensächlich.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Es gibt so gut wie kein Betätigungsfeld/Interessengebiet das nicht von irgendjemand verrissen oder lächerlich gemacht wird, der eigentlich keine Ahnung davon hat.
    Wer nicht mit der Herde läuft bietet Angriffsfläche.
    In anderen Bereichen werden Menschen die sich mit Themen beschäftigen die abseits des Mainstream liegen (lediglich) als verrückt oder wirklichkeitsfremd hingestellt.
    Wenns gegen die Prepperszene geht wird sehr schnell die politische Keule geschwungen - aus den allseits bekannten Gründen.
    Ich will das aber nicht weiter ausführen, denn das würde gegen die Forenregeln verstoßen.

    Grüße vom Nasenbären

  • zum Thema Doomsday und Ende der Welt...

    Wenn man sich auf SHTF und "das Leben nach der Krise" vorbereitet, dann ist das schon ein bisserl Doomsday-Preppertum.

    Zumindest wenn man den "Doomsday" als das "Ende der welt, wie wir sie kennen" annimmt.

    Wenn in der netten Serie die Amis sich einbunkern für einen ökonomischen Kolaps, dann iser ein Doomie, wenn wir das tun dann nicht? Oder liegt der Unterschied allein im Arsenal?

    Wenn ich also Silbermünzen und Zigaretten hab zum handeln "danach", wozu macht mich das dann?

  • Für mich ist die Sache recht leicht zu definieren. Für einen "Doomer" ist der Zweck seiner Vorbereitungen, einen kompletten Zusammenbruch der Zivilisation zu überstehen (WROL). Für alle anderen reicht auch ein längerer Stromausfall, ein Hochwasser oder eine Wirtschaftskrise, jedenfalls ohne einen kompletten Zusammenbruch des Rechtssystems, um sich dafür vorzubereiten. Für mich also eine Frage der Einstellung des Preppers und nicht (zwangsweise) der nach außen hin sichtbaren Bevorratung.

  • ich denke auch, dass es nicht "die grenzmenge" etwa an klopapierrollen gibt, die als Doom prepper oder noch nicht unterscheiden.


    Relevant ist der Grund zu preppen, womit natürlich in gewisser Weise dann schon wieder eine Menge an Vorrat notwendig ist oder nicht.


    Ich denke, es ist wie überall, wenn es extrem wird, passt es nicht. Nur wo extrem beginnt, definiert halt jeder selbst.

  • Naja, der Artikel ist viel nichts und eine Ansammlung von Blödsinn.


    "Extremisten des Unwahrscheinlich" =O


    Blackout der Ostküste 2003. So Unwahrscheinlich.


    Wenn alles so unwahrscheinlich ist, wozu gibt es Krankenversicherungen, Kfz,....

    semper paratus
    semper fidelis in familia
    semper verus est ipse

  • Ich hab mir den Schwachsinn eben auch mal durchgelesen... Der Autor will dem Leser wirklich an mehreren Stellen einreden, dass Prepper den Untergang wollen u herbeisehnen („um als Gewinner dazu stehen“).

    Hätte er sich mal WIRKLICH mit dem Thema beschäftigt, wüsste er es besser.


    Diese wirklich reißerischen Artikel werfen damit unweigerlich ein schlechtes Bild auf uns.

    Wenn ich mich mal mit einem „Normalo“ über das Thema unterhalte (vorher vorsichtig herantasten), dann merkt der sehr schnell: So dumm ist das ganze nicht! Ich will niemanden „überzeugen“, nur sensibilisieren :)


    Und über Wahrscheinlichkeiten brauchen wir nicht sprechen ;) Nix ist wahrscheinlich bis es dann doch passiert! Deswegen versuchen (!!) wir uns ja ein wenig darauf vorzubereiten... ;)

    Haben ist besser als brauchen.

  • Der letzte Satz ist ja hammer. So eine Zukunft ist quasi nicht erlebenswert!?! Der Artikel empfiehlt es nichtmal zu versuchen, oder versuche icu mehr rein zu interpretieren, als da steht?

  • Unwichtig - wie in fast allen anderen Fällen auch - was der Spiegel schreibt. Ich hoffe ja ganz ehrlich, dass es mal einen richtig schönen großflächigen Blackout nur für 3 Tage gibt. Einfach nur, damit vor allem die ganzen Städter aufwachen und sehen, wie abhängig man ist.


    Öffentliche Stellen sehen die Vorsorge ja wesentlich realistischer: https://www.bbk.bund.de/.


    Würde mir schon wünschen, dass mehr Leute vorsorgen. Erstens ist es wesentlich nachhaltiger, zweitens gibt es im Fall der Fälle weniger Opfer und drittens stehen die Idioten (die sonst immer fein in den Tag hinein leben) dann nicht vor unserer Tür ...

  • Ich hoffe ja ganz ehrlich, dass es mal einen richtig schönen großflächigen Blackout nur für 3 Tage gibt

    Dir ist schon bewusst WAS du dir da wünscht? Das bedeutet hunderte, wenn nicht sogar tausende tote Menschen und Millionen toter Tiere.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Zitat von Spiegel

    Die tiefe Sehnsucht nach dem Zusammenbruch


    Ich denke, man sollte auf so eine Klamauk-Satire einfach ebenfalls mit Satire reagieren. Z.B. mit:


    "Ja, vielleicht haben wir Prepper wirklich eine Sehnsucht nach dem Zusammenbruch, weil eine Karastrophe wahrscheinlich ohnehin fast ausschließlich diejenigen trifft, die die falsche Prepping-Gesinnung haben."


    Ist etwas schwarzer Humor drin. Aber ich finds trotzdem lustig. Bzw. gerade deswegen wahrscheinlich! :D


    Andauernd haben Leute - insbesondere von der Presse - irgendwelche komischen Vorurteile gegen Prepper. Bestätigen wir doch ruhig deren Vorurteile. Dann denken Sie, es stimmt also, Prepper sind wirklich ganz komisch. Aber in Wirklichkeit ist Prepping ja ein Anliegen jedes Einzelnen und eine Lehre, wie man mit den (Katastrophen-) Problemen des Lebens besser zu Recht kommen kann. Wie man auch jetzt gerade ganz aktuell am Beispiel Wuhan-Corona-Virus sieht. Wer nicht will der hat schon! Seien wir doch froh, dass wir solche Hans-Guck-in-die-Lufts los sind. Wir sind doch nicht die katholische Kirche, dass wir die ganze Welt mit unserem "Prepperglauben" missionieren wollen!