Warum im Wald?

  • dass jeder zweite sagt, wenn irgendwas passiert versteckt er sich im Wald und versorgt sich dort mal eben so. Weil es wachsen ja in unseren Wäldern überall Sachen die man essen kann und man kann ja sonst noch jagen.

    Öhm....

    Naja dann sind wir auch bei nen wichtigen Thema wo es auch nen guten Thread gibt:

    Grundlagen des Preppers.

    Jagen, Pflanzenkunde... naja. Wer aus einer Großstadt der noch nie im Wald war kann das? :D

    Mag ja sein dass man im Wald überleben kann, aber wenn man nicht weiß was man tut bringt auch ein Wald nix

  • Wenn jeder zweite in den Wald läuft, habe ich im Urbanen Gebiet auch wieder mehr Platz

    Hmm.

    Das klingt ja fast schon wieder logisch ;)


    Naja ich würde nicht so einfach in den Wald laufen. Wohne in München bis ich da zu Fuß zu irgendeinen Wald komme, ist die Katastrophe schon wieder vorbei und alles ist aufgebaut.


    Nee Wald wäre für mich nur wenn ich gewisse persönliche Vorbereitungen abgeschlossen hätte und auch andere Sachen "passen"

    Jetzt einfach so in nen Wald zu gehen halte ich für unnötig

  • Öhm....

    Naja dann sind wir auch bei nen wichtigen Thema wo es auch nen guten Thread gibt:

    Grundlagen des Preppers.

    Jagen, Pflanzenkunde... naja. Wer aus einer Großstadt der noch nie im Wald war kann das? :D

    Mag ja sein dass man im Wald überleben kann, aber wenn man nicht weiß was man tut bringt auch ein Wald nix

    Man muss dabei auch bedenken, dass man mehr Energie braucht wenn man sich den ganzen Tag in unwegsamen Gelände aufhält und nach Nahrung sucht.
    Ich wage zu behaupten, dass ich mich im Wald gut auskenne und auch viel darüber weiß, wie man sich dort versorgen könnte, auch weil ich Jäger bin. Ob ich mich und meine Familie lange ausschließlich aus dem Wald ernähren könnte, da bin ich mir nicht so sicher. Selbst erfahrene Jäger gehen manchmal Tagelang raus, ohne etwas zu erlegen.
    Was Pflanzen betrifft: Geht einfach mal in den Wald und versucht euch ohne mitgebrachte Jause eine Mahlzeit zu suchen. Ihr werdet feststellen, dass es recht schwierig und langwierig wird. Und wir haben noch keinen Winter.

  • dass ich mich im Wald gut auskenne und auch viel darüber weiß, wie man sich dort versorgen könnte

    Das wäre in meinen Augen sowieso eine Grundvoraussetzung.

    Blind in einen Wald zu gehen würde ja nicht viel bringen.


    Ich muss da immer an das Bauernhaus bzw. den Hof meines Opa`s denken, der hat auch ein Waldstück direkt beim Gründstück hat.

    Man konnte vom Bauernhof aus über einen Feldweg hinterm Hof aus ganz einfach in das Waldstück gehen, es war relativ groß, glaube so 10.000m²

    Damals hatten sie einen Teich, einen kleinen Bach, eine kleine Holzhütte. Unsere Oma hat damals auch ein Beet angelegt. War super und da lies es sich gut aushalten^^


    Leider ist alles aufgrund von Brandstifung dann zerstört worden.

  • Es gibt ja so ein kluges Sprücherl:

    Ein Quadratkilometer ernährt einen Jäger

    oder 10 Hirten

    oder 100 Bauern

    oder 1000 Gärtner


    Also es kann im Wald recht schnell recht eng werden.

    Schon seit 21.692 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • Es gibt ja so ein kluges Sprücherl:

    Ein Quadratkilometer ernährt einen Jäger

    oder 10 Hirten

    oder 100 Bauern

    oder 1000 Gärtner

    Den Spruch kannte ich noch nicht :D

    Wieder was gelernt ;)

    Aber ja. In so nen Wald kanns schnell eng werden, wobei immer es auch darauf an kommt, WO man genau ist.


    apropo Bunker, zwar nicht zu kaufen.......aber immerhin zu mieten

    Sieht eher aus wie ein Bunker zum Party machen. Lieber würde ich einen Bunker kaufen mit genügend großen Grundstück als sowas zu mieten.

  • Passend zum Thema ist wohl die wahre Geschichte von Christopher McCandless, auch bekannt als Alex Supertramp, welche in dem Film „Into the Wild“ sehr romantisch dargestellt wurde.

    Die nüchterne Wahrheit in Kurzfassung: Ein in der behüteten Umgebung einer amerikanischen Kleinstadt aufgewachsener Junge beschließt nach einem Trip durch die USA kurzerhand, dass er von nun an in der Wildnis Alaskas leben will und obwohl er dort sogar eine beheizbare Unterkunft vorfindet und ein Jagdgewehr bei sich hat, stirbt er einen grausamen Hungertod. Wie konnte das passieren? Vermutlich weil er keine Kenntnis über Flora und Fauna, die topographischen Begebenheiten des Landes und auch nicht über irgend welche Überlebenstechniken hatte.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Christopher_McCandless

  • Gutes Buch, schlechter Film als Kurzfassung.


    Die Lehren daraus sind, wie Redneck schon ausführte interessant.

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Gutes Buch, schlechter Film als Kurzfassung.


    Die Lehren daraus sind, wie Redneck schon ausführte interessant.

    Ja, das Buch ist gut. Es ist auch eine spannende Reise, die er da durch die Staaten gemacht hat. Bis zu dem Zeitpunkt als er sich für Alaska entschieden hat. Das war eine echt blöde Idee.

  • Hab das Buch gelesen und später den Film gesehen, der mit dem Niveau des Buches nicht ganz mit kann. Dannach wurde recherchiert weil es doch etwas seltsam anmutet dass ein an sich hoch gebildeter Typ so einen fatalen Patzer hinlegt. Bin zum Schluss gekommen dass er sein Leben aus purer Arroganz verlor:

    1/ Ein Local welcher ihn per Autostop bis in die Nähe des berühmten Busses brachte hat bereichtet dass er einen großen Rucksack voller Bücher dabei hatte. Da war die halbe Weltliteratur eingepackt aber nix über Outdoor, Survival od. Wildnisleben. Einzig ein Büchlein zur Pflanzenbestimmung soll dabei gewesen sein

    2/ Ganz so abgeschieden war die Gegend ebenfalls nicht, in wenigen Kilometern Entfernung hätte es ein Hütte m. Funkgerät gehabt - findet man halt auch nur wenn man eine Karte der Gegend zur Verfügung hat

    3/ Als er zurück in die Zivilisation wollte hat ihn ein hochwasserführender Fluß blockiert. Üblicherweise wandert man dann flußaufwärts um eine geignete Stelle zu finden den in Ri Quelle werden die Flüsse bekanntlich schmäler und weniger tief. Er drehte aber um und ging zum Bus zurück wo er keine Lebensmittel mehr hatte

    4/ ...

    Für einen längeren Wildnisaufenthalt fehlten ihm offensichtlich wichtige Ausrüstungsgegenstände und vor allem Skill wie Redneck schon richtig erkannte. Das Leben hat ihm aber sein Mindset gekostet und ich fürchte er hat sich viel zu spät eingestanden dass der das gar nicht packen kann und dann auch noch ein paar falsche Entscheidungen getroffen!

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

    Einmal editiert, zuletzt von bugikraxn ()

  • Recht spannend ist auch die Geschichte von Christopher Knight, der hat 27 Jahre im Wald durchgehalten.

    Versorgt hat er sicher mit Mundraub und Einbrüchen, also nicht wirklich das Holz aus dem Helden sind, aber doch ein spannendes Buch.

    Begann ebenfalls mit einem ziellosen Roadtrip, nach Jahren seines Verschwindens wurde sein Auto unversperrt mit innenliegenden Autoschlüssel aber eingewachsen im Buschwerk gefunden.


    Die Wikipedia Seite.

    Das Buch.

    National Geographic

    Schon seit 21.692 Tagen nichts bei Amazon gekauft.

  • Da gab es vor ca. 5 Jahren auch mal eine Geschichte von einem 65-jährigen der länger in einer kleinen Höhle im Wald bei Pentling (Bayern) lebte. Klingt zunächst mal nach Obdachloser, Aussteiger oder Verbrecher auf der Flucht obwohl es keine Hinweise zu Straftaten gab. Der Mann hatte sich dort minimalistisch eingerichtet und ist offensichtlich keinem so wirklich aufgefallen obwohl er dort ca. 6 Monate verbracht haben soll. Von was er lebte ist mir allerdings ein Rätsel, hab zumindest Respekt was das anbelangt weil mir so ein Leben auf Sparflamme abgesehen von der Einsamkeit schwer fallen würde.

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------

  • bugikraxn Ein Ranger aus der Gegend hat in einem Interview sogar mal darüber ausgelassen, dass seit diesem Film ständig irgendwelche Romantiker in die Wildnis auswandern, ohne dafür richtig vorbereitet zu sein und in Folge sterben oder gerettet werden müssen. Intern wird dies als der „McCandless-Effekt“ bezeichnet.

  • Der Bus ist bereits im Juni 2020 von der Stelle im Denali per Heli entfernt worden.


    Alaska ist in vielen Teilen immer noch „Frontier-Land“....und es verzeiht keine Fehler.


    Ein langjähriger Freund von mir lebt in einem ehemaligen Goldgräberdorf dort und ich habe ein paar mal einige Wochen in dieser Gegend verbracht. Gerade in der kalten Jahreszeit eine echte Herausforderung.


    Alaska ist herrlich....allerdings lehrt es dich auch Demut.

  • man muss McCandles zugute halten, er ist nicht von zuhaus aus nach Alaska, er ist da schon 2-3 Jahre quer durch die USA getrampt. Mit einem Kanu den ganzen Grand Canyon? durchpaddelt bis ans Meer, etc...


    Mit seinem Kleinkaliber Gewehr hat er sogar einen Elch erlegt. verhungert ist er wohl trotzdem. Hätt er zumindest ein paar kg Reis und Bohnen als eiserne Reserve mitgenommen, hätt er wohl überlebt. Aber das wäre dem "Abenteuer" abträglich gewesen.



    der andere Christopfer, der Knight ist spannender. er hat Alarmanlagen ausgeschaltet, hat sich so bedient damit es lange nicht auffällt. Hat fast immer alles mitgenommen was es zu lesen gab. Hat sich wie ein Bär eine Fettschicht über den Sommer angefuttert und war im Winter dann in einem "Ruhezustand" und im Frühling dann abgemagert und ausgezehrt. Der wollte hauptsächlich halt einfach nur allein sein.

  • Was Chris McCandless betrifft wird gemunktelt dass er keinen Elch sondern ein Karibou erlegt hat, also eine deutlich kleinere Hirschart - stammt von einem Jäger der dies aus den Knochenresten erkannte welche beim Bus gefunden wurden. Zudem wird angenommen dass eine schleichende Vergiftung seinen Hungertod noch beschleunigt haben soll. Er hat offensichtlich wilde Kartoffelsamen über einen längeren Zeitraum zu sich genommen welche das Gift ODAP enthalten und trotz der geringen Dosis Lathyrismus, also körperliche Schwächezustände verursachten.


    Man kennt dies ja von der Instagram oder Youtube Influencer-Szene: Ein einziges Foto oder ein kurzer Clip von einem schönen Spot kann eine Völkerwanderung auslösen. Ist also naheliegend das zu dem Bus gepilgert wurde und von der Story fühlen sich sicherlich viele angezogen. Leider auch solche die dies besser bleiben lassen sollten und die Kandidaten müssen das ja erstmal besser hinbekommen als ihr Idol. Zudem sind weite Gebiete Alaskas nach wie vor Naturraum, von daher hat ein rostiger Bus dort eh nix verloren und ich finde solche Müllentsorgungsaktionen prinzipiell gut.

    ------- Fragt mich nicht welches Gear ich besitze sondern was man damit machen kann! -------