Gesetzes Änderung in D - AWaffV §13 -

  • Wichtige Gesetzesänderung der Aufbewahrungsvorschriften AWaffV §13 ab Juli 2017.

    §13 (2) Wer Waffen oder Munition besitzt, hat diese ungeladen und unter Beachtung der folgenden Sicherheitsvorkehrungen … aufzubewahren:
    Mindestens in einem verschlossenen Behältnis: Waffen oder Munition, deren Erwerb von der Erlaubnispflicht freigestellt ist.

    Das bedeutet für Besitzer von Gas-Signalwaffen, CO2-, Air-Soft-Waffen, Luftpistolen und -gewehren, Armbrüsten, Blankwaffen, sowie für Besitzer von Gas-, Pfeffer-, Knallpatronen und Signaleffekten, die frei ab 18 Jahren erworben werden können, dass die Aufbewahrungsvorschriften nach AWaffV §13 erfüllt werden müssen.

    Das wird für einige von uns noch lustig werden

  • ...nehme an, Österreich wird sich wie bei vielen Blödheiten an den großen Bruder Deutschland anhängen. Es wäre zumindest zu befürchten.

  • Nö, gottseidank sind wir bisher von den gröbsten Blödheiten unseres nördlichen Bundeslandes :-) verschont geblieben...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Da können wir in Ö auf Holz klopfen, bis auf wenige Ausnahmen sind sie da bei uns deutlich entspannter ...

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Zitat von Don Pedro im Beitrag #5
    Da können wir in Ö auf Holz klopfen, bis auf wenige Ausnahmen sind sie da bei uns deutlich entspannter ...


    Aber leider ist eine Gesetzesnovelle im Anrauschen. Soll in einem Monat kommen. Und einiges verändern.

  • Weiß jemand ob die FX Airguns bei uns in Österreich, genau wie in Deutschland als Spielzeug eingestuft werden, und ob die dann in Deutschland auch von der Gesetzesänderung betroffen sein werden?

  • Nein, keiner weiß was. Der Gesetzesentwurf ist immer noch nicht öffentlich und wird verhandelt zwischen schwarz und blau. Die EU-Richtlinie dazu sollte eigentlich ja schon Sept. 2018 beschlossen und umgesetzt sein.

    Das ist übrigens wohl ein Thema fürs PD Forum und nicht für hier geeignet. siehe Thread dazu.
    Insbesondere nicht in diesem "freie Waffen" Bereich nicht passend.

    Ping Mod/Admin lock mal.

  • Hi Rand. Soweit ich gehört habe, können auch bis jetzt freie Waffen zb. Messer, betroffen sein. Also das führen von Messer. Das gehört dann doch daher, aber wie du schreibst. Nix genaues weiss man nicht. Ich hab auch nur infos bis ende August, bevor sie Nachrichtensperre darüber gelegt haben und sich ins Hinterkämmerchen zurückgezogen haben. Und da wäre sogar das mitnehmen eines Leathermens verboten gewesen.

  • Diskutieren darf man über alles denke ich mal.

    Never argue with an idiot, they drag you down to their level and beat you with experience.

  • Hmm weiss nicht. Betrifft ja den graubereich von erlaubten und unerlaubten Waffen bzw. Waffenbesitzkarte. Kann jemand von der Moderation ein Machtwort sprechen?

  • ich denke wir könnens diskutieren da der "Messer" Bereich mit novelliert wurde. Und wir hier nur die Messer als Freie Waffen diskutieren. alles thematisch andere ab ins PD Forum.

  • naja, unser bezug ist relativ gering.

    PDF aktueller §11a Waffenverbot für Drittstaatsangehörige

    Zitat von ris.bka.gv.at
    Waffg 1996 §11a Drittstaatsangehörige

    § 11a. Der Erwerb, der Besitz und das Führen von Schusswaffen und Munition ist verboten:
    1. unrechtmäßig im Bundesgebiet aufhältigen Drittstaatsangehörigen,
    2. sonstigen Drittstaatsangehörigen, die den Mittelpunkt ihrer Lebensbeziehungen im Bundesgebiet haben und nicht über einen Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt – EU“ (§ 8 Abs. 1 Z 7 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz – NAG, BGBl. I Nr. 100/2005) verfügen; eine Hauptwohnsitzmeldung gilt dabei jedenfalls als Begründung des Mittelpunkts der Lebensbeziehungen im Bundesgebiet,
    3. Asylwerbern (§ 2 Abs. 1 Z 14 Asylgesetz 2005 – AsylG 2005, BGBl. I Nr. 100/2005).




    Laut aktuellem Ministerialentwurf zur Novelle wird das Wort "Schusswaffen" auf "Waffen" im §11a ersetzt was nun auch "Stichwaffen" vulgo Messer verbietet für Drittstaatsangehörige (ohne die Ausnahmen aufzulisten).

    Die Machete ist ja noch immer ein Gartenwerkzeug, und keine "Waffe". Ebenso die Praxe, und das Küchenutensil wie Küchenbeil oder Tranchiermesser sind auch keine Waffen. Das ändert sich ja nicht im §1.
    Selbiges gilt ja weiterhin für "Fixiermesser" und Klappmesser und Taschenmesser. Keine Änderung.

    Somit würde ich meinen wäre alles gesagt oder verlinkt weil weitestgehend unverändert.

    Ping: @Ben @Don Pedro Diskussion offen ? oder wenn nicht bitte close.

  • Da es in dem Thread um "Gesetzes Änderung in D" geht ist alles was A betrifft eine Themenverfehlung
    Wenn die Diskussion bei Messern bleibt kann sie ruhig fortgeführt werden - in einem eigenen Thread. Nur da sich bei Messern eigentlich nichts geändert hat wird sie schnell versanden ...

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Vielleicht kann mir im Zuge der Diskussion jemand folgendes erklären. Ich trage grundsätzlich immer einen Leatherman mit mir.
    Wenn ich das Deutscht Gesetz richtig interpretiere, darf ich das in Deutschland nicht. Stimmt das?
    Und noch etwas anderes. Ich habe in meinem Defender hinten ein Toolboard, wo neben einer Schaufel auch eine Axt und ein Messer montiert ist.
    Auch hier wieder die Frage. Darf ich das in Deutschland überhaupt? Oder muss ich mit drakonischen Strafen rechnen.
    Ich bin mit dem Defender häufig in Deutschland und hab da die irresten Gerüchte über ein total überzogenes Messerverbot gehört.
    Gruss Andi

  • $42a WaffG Deutschland - § 42a Verbot des Führens von bestimmten tragbaren Gegenständen

    Zitat von Waffengesetz (WaffG)
    § 42a


    Waffengesetz (WaffG)
    § 42a Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen

    (1) Es ist verboten
    1. Anscheinswaffen,
    2. Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 oder
    3. Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.
    (2) Absatz 1 gilt nicht
    1. für die Verwendung bei Foto-, Film- oder Fernsehaufnahmen oder Theateraufführungen,
    2. für den Transport in einem verschlossenen Behältnis,
    3. für das Führen der Gegenstände nach Absatz 1 Nr. 2 und 3, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt.

    Weitergehende Regelungen bleiben unberührt.
    (3) Ein berechtigtes Interesse nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Gegenstände im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.




    Erläuterung Waffenrecht - Führverbot in Deutschland von bw-discount

    Zitat von bw-discount

    Trageverbot (Führverbot) nach § 42 a WaffG
    Seit April 2008 gilt in Deutschland ein öffentliches Trageverbot für bestimmte Messer (§42 a WaffG).

    Betroffene Messertypen sind:

    - Klappmesser mit Arretierung und einhändig auszuklappender Klinge
    - Feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 Zentimeter
    - Alle Messer, die aufgrund ihrer Bauart als Hieb- und Stichwaffe eingestuft sind (das betrifft vor allem Dolche und Springmesser).

    Alle genannten Messer darf man prinzipiell nicht zugriffsbereit bei sich tragen, sondern nur in einem "verschlossenen Behältnis" wie einem Rucksack oder einer Aktentasche.

    Es gibt aber umfangreiche Ausnahmen vom Verbot, die immer dann greifen, wenn man einen "anerkannten Zweck" geltend machen kann. Dazu gehört zum Beispiel die Nutzung eines Messers im Beruf, bei der Jagd oder im Zusammenhang mit der Brauchtumspflege.

    Das Gesetz wird in den deutschen Bundesländern und in einzelnen Verwaltungsgebieten sehr unterschiedlich ausgelegt. Eine einheitliche Regelung ist leider nicht in Sicht.

    Vom Trageverbot sind auf jeden Fall nicht betroffen:
    - Alle Klappmesser mit Zweihand-Bedienung beim Öffnen;
    - alle Klappmesser ohne Klingenarretierung;
    - feststehende Messer mit einer Klingenlänge unter 12 Zentimeter (sofern die betreffenden Messer nicht als Waffe eingestuft sind, siehe oben). Die Begrenzung der Klingenlänge auf zwölf Zentimeter gilt nur für feststehende Messer, nicht für Klappmesser!




    Alles was keine Verbotene Waffe ist kannst du Besitzen.
    Alles was du in deinem Auto montiert hast ist meines Wissens nach kein "führen".

    Daraus würde ich schließen, ein Glock FM78 darf man besitzen, kann man im Rücksack mitnehmen, aber nicht am Gürtel griffbereit "führen".

    Deine Axt würde ich im Toolboard im Auto nicht als "führen" jedoch als Waffe einstufen.

    §1 WaffG DE ist da sehr weit auslegend. Da ist eigentlich alles eine Waffe was eine Waffe sein kann. Bei uns in AT ist es erst eine Waffe (Tranchiermesser) wenn es als Waffe verwendet wird. siehe "dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen".

    Ich würde vermuten der Leatherman ist in irgendeiner Jurisdiktion schon ausgenommen. "anerkannten Zweck" und Ausnahme. Dein Leatherman ist eventuell davon garnicht betroffen da du ihn zweihändig öffnen und arretieren musst und die Klingenlänge wohl auch unter 12cm ist. Steck ihn lieber in den Rucksack und nicht am Gürtel "führen" in Deutschland.

    Ich bin kein Anwalt und das ist kein anwaltlicher Rat!

  • Danke für das ausführlichr Reply. Einiges ist mir jetzt klar. Der Leathermen hat zwar eine Klappklinge mit mehr als 12 cm, aber die lässt sich nur mit 2 Händen bedienen. Sollte also safe sein. Das mit der Axt versteh ich nicht ganz, da das ganze mein Camping Zeug ist. Darf ich also beim Campen keine Axt mehr haben? Dann darf ich nämlich meine Bundesheere Klappschaufel mit ihrer gezackten und Geschärften Seite auch nicht im Auto haben?

    lg

  • IANAL = I am not a Lawyer

    laut Waffg §1 Z2b wäre eine Axt oder ein Leatherman keine Waffe, da sie im Gesetz nicht explizit genannt werden, aber eine Waffe sein könnten. Jedoch aber nicht genannt werden. Jurisdiktion dazu habe ich nicht gelesen.

    Deshalb wäre es OK eine Axt zu führen. Weils ja nur ein Werkzeug ist. Andersrum haben/benötigen Forstarbeiter ja auch keinen Waffenpass um eine Axt zu "führen".

    Als Beispiel: Ich würd jetzt nicht in der U-Bahn mit Axt rumlaufen. Auch wenn ichs rechtlich dürfte. Maximal mit dem Axt-Kopf im Rucksack und einer laaangen NHL Fan Socke über dem Stiel quasi getarnt als Eis-Hockey Schläger. zuviele würden sich bedroht fühlen und unbegründet die pozilei rufen. Wenn ich zuhause mit der Axt durch unsere Wohnsiedlung watschle, wird sich kein Nachbar dran stoßen.
    Auf Campingplätzen hab ich schon viele mit Gummihammer hantieren sehen weil ein Metall-Hammer ja zu gefährlich sei. (Hering-Grat und Gummihammer wäre die eigentliche Begründung).

    Alles was im Auto verbaut ist, ist kein Führen. maximal ein Fahren
    Solangs ein Werkzeug ist, ists auch kein Führen, sondern maximal ein "tragen".

    Du musst mir jetzt sagen wie du den §1 für dich auslegen würdest. Was ist eine Waffe, was ein Werkzeug
    - bei einer Axt
    - bei einem Leatherman
    - bei einem ...