Fertigkeiten der Flucht, Schutz vor Angreifern.

  • Jetzt werdet ihr sagen, warum man als Prepper flüchten können muss. Ganz einfach weil man Gefangen werden kann. Ihr werdet Fragen warum man sich Schützen soll, nun, es gibt menschen da draußen die an unser Zeug wollen in der Krise.

    Ich habe die letzte Woche ein mehrtägiges Seminar gemacht, bei dem es um Krisenvorbereitung in der Stadt ging, und da wurde auch über Vorräte usw gesprochen, aber auch über Flucht.

    Eins der Dinge die wir gemacht haben war das jeder Teilnehmer als Geisel genommen wurden, in einem Fahrzeug entführt wurden, und wir uns befreien mussten und aus dem fahrzeug und vor den Geielnehmern flüchten mussten. Dabei wurden wir verfolgt, und mussten unbemerkt einen sicheren Ort erreichen. Und ich kann euch sagen, es war sehr lehrreich mit einem Seil, Klebeband, Handschellen oder Kabelbinder gefesselt hinten im Auto zu liegen, sich dort unbemerkt zu befreien, und dann aus dem Auto zu flüchten. Man wird dann natürlich verfolgt, und muss seine Verfolger abschütteln, denn wenn man wieder eingefangen wird, dann geht es umso härter weiter.

    Auf der Flucht überlegte ich mir wie ich flüchten könnte, wo ich Wasser usw herbekam. Ich konnte ja in keinen Supermarkt, es wäre möglich das bereits dort nach mir gesucht wurde, ich konnte niemandem trauen da jeder ja mich verraten konnte. Öffentliche Verkehrsmittel waren ebenfalls tabu. Die Flucht war über 12 km lang und dauerte über 5 Stunden, bis ich sicheres Gebiet erreicht hatte. Mental war das sehr Anstrengend, Körperlich war es auch nicht ohne.

    Auf der Flucht habe ich mir überlegt wie ich schneller weiter komme und sie ich an ein Fahrzeug komme. An einem Supermarkt versteckte ich mich in einem Gebüsch, und überlegte folgendes. Sobald eine Person zurückkommt in der nähe des Gebüsches wo ich war und den Einkauf ins Auto räumt, schnappe ich sie mir, Kneble sie (Ich hatte das Seil aus dem Geiselfahrzeug) und fessle sie (ich hatte die Handschellen mit denen ich gefesselt war), und habe dann ein Auto mit Vorräten. Es war eine Übung, weshalb ich das natürlich nicht machte, aber im Ernstfall, und das habe ich gespürt, würde ich es machen. Wenn es um mein Leben oder das der Familie geht, kenne ich persönlich keine Skrupel.

    Und das hat mir gezeigt, das wir uns auch vorbereiten müssen auf Flucht, Befreiung aus Gefangenschaft, Sicherung unserer Wohnorte.

    Bei dem Seminar kam auch klar zur Aussage, das die Supermarkte der Krise Prepper sind die nicht ausreichend vorbereitet sind auf Angreifer, Geiselnahme, Überfälle usw.

    Wir müssen uns also nicht nur Gedanken darüber machen wo wir Licht herbekommen, Strom, usw, wir müssen uns auch Gedanken über Verdunklung und Schutz machen.
    Wir sollten unsere Ausrüstung nicht nur offen tragen, sondern einige Teile auch verstecken so das sie nicht sichtbar sind und uns abgenommen werden können.
    Wir sollten auch uns immer wieder in Gedanken damit beschäftigen wo wir uns im Notfall schnell verstecken würden, was wir als Hilfsmittel verwenden können usw.


    All good medicine - Christian

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Zitat von Capt. Jack Reynolds im Beitrag #1
    Sobald eine Person zurückkommt in der nähe des Gebüsches wo ich war und den Einkauf ins Auto räumt, schnappe ich sie mir, Kneble sie (Ich hatte das Seil aus dem Geiselfahrzeug) und fessle sie (ich hatte die Handschellen mit denen ich gefesselt war), und habe dann ein Auto mit Vorräten.


    Solche Gedankenexperimente verstoßen gegen die Forenregeln, also bitte ich davon Abstand zu halten hier sowas zu diskutieren.

  • OK, Danke für den Hinweis.

    Nur wie willst du das dann hier Diskutieren? Und danch dem Seminar weis ich das solche Situationen ein wichtiger Bestandteil sein müssen in der Vorbereitung.

    Nehmen wir es anders an. Du bist in der Krise draußen, und willst Wasser holen von einem Tankwagen des Magistrates, und hast keinen Kanister weil deiner kaputt ist. Du brauchst einen neuen Kanister, du brauchst das Wasser weil sonst deinKind zuhause stirbt, was wirst du tun?

    Stell dir beide Seiten vor, du bist der der zum Tankwagen geht mit Kanister, der mit keiner Gefahr rechnet, oder du bist der der weiß ein Kanister Wasser rettet das Leben deines Kindes. Wie würdest du auf beiden Seiten reagieren. Wie würdest du dich vorbereiten gegen angriffe, wie würdest du an Wasser in dem fall kommen.


    All good medicine - Christian

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Du kannst über alles sinnieren solange du nicht von Straftaten sprichst.

    Wenn du jemanden überfällst der seinen Einkauf vom Supermarkt zum Auto bringt, kann hier nicht von einer theoretischen Situation nach Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung ausgegangen werden und somit wäre das was du vorschlägst ein Verbrechen.

  • Naja, rein rechtlich gäbe es da den entschuldigten Notstand.
    Hängt halt von der Schwere der Tat ab, obiges Beispiel mit Freiheitsberaubung fällt mMn nicht hinein, die Entwendung eines Wasserkanisters eher schon...
    Ist halt alles relativ! ;-)

    Und manche Überlegungen sind einfach nicht für die Öffentlichkeit geeignet.
    Bei aller Liebe zur freien Meinungsäußerung und Hirnwixerei...

    Ruhig...Passiv...(Yoda)
    Jeder Plan hält nur bis zum ersten Feindkontakt...(H.v.Moltke)
    Es ist im Kriege alles sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig! (C.v.Clausewitz)

  • Gut, wenn die Forenleitung sagt, es ist gegen die Regeln theoretisch darüber zu spekulieren, dann halte ich mich natürlich daran, keine Frage.



    All good medicine - Christian

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Dazu muss gesagt werden, das ganze war eine Übung, d.h. keine Gewaltanwendung, weder von mir noch von jemand anders.

    Befreien ist leicht wenn man vorbereitet ist. Wie öffnet man Handschellen? Mit nem Schlüssel im besten Falle, mit ner Haarnadel, ner Büroklammer, mit ner Sicherheitsnadel im weniger guten fall. Das habe ich alles in dem Seminar gelernt, und dann es halt angewendet. Ich hab die Handschellen aufgemacht. Aus dem Auto raus ist leicht, wenn der Fahrer gerade beschäftigt ist z.B. an einer roten Ampel die gerade Grün wird, oder wenn er einparkt. Und dann musste ich die Füsse in dieHand nehmen die erste Strecke. Ich wusste von den Anweisungen her das ich unbemerkt die Stadtgrenze erreichen muss, ohne von Verfolgern gesehen und wieder eingefangen zu werden, ich wusste aber nicht wie viele Verfolger es waren und wer sie waren, also schlug ich mich durch, und bin rausgekommen.

    Das ganze war eine Übung im Laufe des Seminars, und ich werde solche Seminare sicher noch öfters besuchen, ganz einfach weil es sehr wirklichkeitsnah ist und man tatsächlich gefordert ist und das ganze nicht nur Theoretisch durchdenkt. Man überlegt die ganze Zeit wo sich ein Gegner verstecken könnte, wo man sich selber verstecken könnte usw. Es ist ein Spiel, und hoffen wir das es nie Ernst wird. Aber das Spiel hat mir gezeigt wo meine Schwächen sind, wo ich Fehler mache, woran ich in solchen Situationen arbeiten muss und was ich beachten muss um besser vorbereitet zu sein. Und genau deshalb mache ich solche Seminare.

    Es gibt fast für jede Art der Fesselung eine Gegenmaßnahme wenn man sich früh genug vorbereitet, und etwas geschult ist, egal ob mit Klebeband, Kabelbinder, Seil oder Handschellen, mit Übung und Vorbereitung kann man sich da raushelfen. Und Fahrzeuge haben Türen, die man öffnen kann. Und ich werde das gelernte im Seminar umsetzen und noch besser vorbereitet sein, deshalb mache ich das ganze.


    All good medicine - Christian

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Die Verteidigung des eigenen Leib und Lebens ist ein Thema, dem man sich leider bei Krisensituationen stellen muss. Ob man will oder nicht. Insofern verstehe ich sehr gut, worum es Cap geht. Ich muss gestehen, dass auch ich in die Falle der Forenregeln getappt bin und mich Ben darauf hingewiesen hat. Es ist ein sehr heikles Problem. Natürlich findet ein normal denkender Mensch es nicht gerade lustig, wenn er jemand verletzen muss. Das steht außer Frage. Aber was soll man sonst tun, wenn eine Flucht keine Option mehr darstellt?

    Ich habe selbst schon so manches Überlebenstraining absolviert oder sogar selbst geleitet. Mir ist auch klar, dass da immer ein paar Rambos dabei sind. In Wahrheit ist die Frage des Überlebens jedoch zu einem Großteil mit der Vermeidung von Gefahren beschäftigt. Jede körperliche Verteidigung riskiert nicht nur eine Verletzung des Angreifers, sondern auch ein unmittelbares Risiko für den Verteidiger. Es macht wenig Sinn, wenn man den Angreifer zwar abwehren kann, letztlich dann aber durch eine Verletzung in arge Bedrängnis gerät und vielleicht sogar daran stirbt. Wäre etwas kontraproduktiv. Und dennoch. Oft ist es einfach nicht vermeidbar. Und wer sich in diesem Fall nicht verteidigen kann, wird zwangsläufig Schwierigkeiten bekommen.

    Ben wird wahrscheinlich mit den Zähnen knirschen, aber wir sprechen hier nicht von einer Anleitung zu einer Straftat. In diesem Fall hat ja Cap eher ein Rollenspiel angesprochen und nicht irgendwelche Anleitungen um jetzt los zu gehen und arglose Bürger zu malträtieren. Ich schätze den Cap nicht so ein, dass er sich insgeheim eine wilde Prügelorgie herbei wünscht. Aber er hat mit seinem Hinweis recht. Ein Plünderer oder ein sonstiger Psychopath, der eine Notsituation für seine kranken Phantasien nutzt, schert sich einen Dreck um irgendwelche Gesetze oder Regeln. Wer glaubt, dass er diese Menschen einfach ignorieren oder nett mit ihnen plaudern kann, erscheint mir sehr blauäugig. Und natürlich sollten derlei Überlegungen nicht im Vordergrund stehen. Ich halte es jedoch auch für falsch, sie einfach zu ignorieren. Und manchmal ist es eben auch schwierig, dass man mögliche Situationen so schildert, dass nicht irgendwer das als Anleitung für einen fröhlichen Wochenend-Gag sieht und sich dann darauf hinausredet, dass er lediglich das ausprobieren wollte was er hier im Forum gelesen hat. Leider gibt es auch diese Sorte Menschen. Aber ich gehe eigentlich schon davon aus, dass die Mehrheit der Forummitglieder bei normalen Verstand ist.

    @Ben Ich hab's drei mal durchgelesen. Wenn du mir wieder einen Regelverstoß vorwirfst, bin ich echt deprimiert.

    Bei aller Vorsicht sollte man am Ende des Tages noch ein lebenswertes Leben haben. Kein Bunker ist ein Lebenskonzept.
    In jungen Jahren will man noch allen gefallen - im Alter ist man froh, wenn man sich selbst im Spiegel noch erkennt.

  • Selbstverteidigung ist ein heikles Thema, man hat 1/2 Sekunde Zeit auf eine Situation zu reagieren, der Staatsanwalt hat dann 3 Monate Zeit zu sagen was alles falsch und illegal war. Und daher ist auch eine Diskussion über die Grenzen und ähnliches ein heikles Thema da man hier nichts generalisieren kann. Ich habe schon Seminare zu dem Thema besucht, jeder Vortragende zieht andere Grenzen, so wie auch jeder Staatsanwalt. Denn egal wie man sich wehrt, sobald es Verletzte gibt ist es ein Straftatbestand und damit kommt die Jurisdiktion zum Tragen. Wenn es ein Szenario wie Mad Max ist, so ohne Recht und Staat, dann ist es auch egal was du machst. Aber davon sind wir ja noch weit weg.

    Ich kann nur jedem empfehlen selber zu einem Notwehr/Selbstschutz/Selbstverteidigungs Seminar/Kurs zu gehen und die eigenen Erfahrungen zu sammeln.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Wie genau haben sich eure Seminare genannt? Und ca. wie viel haben sie gekostet? Es hört sich wirklich interessant an und man scheint ja wirklich enorm viel zu lernen. Ich habe schon nach solchen Seminaren gesucht bin aber immer nur auf die nicht wirklich hilfreiche Art von Seminaren gestoßen die ihr hattet, sondern wo ich mir zum tausendsten Male theoretisch anhören durfte wie man jemandem mit zwei Fingern die Augen aussticht und wie man seine Handtasche ja schön fest hält, dass sie nicht geklaut wird. Ich bin aus der Steiermark also wenn ihr Empfehlungen habt bitte immer raus damit.

  • Hallo Fjara,

    jede Art von Kampfsport erhöht deine Verteidigungsfähigkeit.
    Außerdem erhöht sie deine mentale Stärke und gibt dir nach einer gewissen Zeit des Trainings Ruhe und Gelassenheit in solchen Situationen (nur bedingt)
    Es stärkt aber auch das Selbstvertrauen, wenn man weiß, dass man etwas kann.
    Du lernst uU auch dein Gegenüber besser einzuschätzen.

    Wichtig ist aber dabei so wie arbito schreibt vermeiden ist besser.

    Welche Art von Selbstverteidigung ist reine Geschmackssache.
    Das israelische Model, das japanische Model, das koreanische oder das chinesische, oder z.B. SDI (self defense instruktions).
    Aber besuche keine Kurzzeitseminare.
    Nur mit langem (jahrelangem) Training erreichst du die Fertigkeiten die dir wirklich helfen können.

    bG
    Norbert

    Gut vorbereitet läuft alles besser

  • Hallo Norbert. Vielen Dank für deine Tipps.

    Ich habe in meiner Jugend 6 Jahre lang Kickboxen gelernt musste dann aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Mich hätten diese Arten Selbstverteidigung die du mir aufgezählt hast schon lange interessiert jedoch habe ich immer Angst, dass ich möglicherweise an einen unprofessionellen Anbieter oder Verein komme wo ich alles falsch bzw. jahrelang nicht viel lerne. Diese Erfahrung habe ich in meiner Umgebung schon von vielen Leuten mitbekommen von daher frage ich mich ob es in der Nähe von Graz professionelle Anbieter dafür gibt.. das müsste ich mir auf jeden Fall mal anschauen. Leider habe ich immer noch gesundheitliche Probleme und schaffe es nicht immer so ein Training durchzuziehen. Aufgeben möchte ich dennoch nicht und werde mir deinen Rat zu Herzen nehmen.

    Lg Lia

  • Ein guter Trainer wird auf deine gesundheitlichen Probleme eingehen und dir ein Programm manchen, das du mit deiner Gesundheit bewältigen kannst.
    Wenn er dich überfordert und nicht auf deine Problem eingeht verlass ihn wieder und suche weiter.

    Du wirst sicher fündig werden. Graz und Umgebung ist ja nicht so klein.

    Noch ein Tipp aus eigener Erfahrung, hüte dich vor Vereinen in denen viele Mitglieder der ehemaligen russischen Kaukasusrepubliken trainieren, die sind nicht immer angenehme Zeitgenossen.
    Haben zwar viele Kriegserfahrung und können einiges Erzählen, sie sind daher oft skrupellos beim Training. (Training ist Einsatz) die sind aber sowieso oft lieber unter sich.

    bG

    Norbert

    Gut vorbereitet läuft alles besser

  • Dann hoffe ich, dass ich so einen auch finde. Gute Trainer sind immer selten!

    Wouw das klingt als hättest du schon sehr viel Erfahrung. Darf ich fragen welche Art des Kampfsportes du betreibst oder betrieben hast?

  • In meiner Jugend ein paar Jahre Judo, dann als Erwachsener so an die 10 Jahre Karate und war dann auch noch Polizei Einsatztrainer. (der bildet Polizisten in Einsatztechniken (so ähnlich wie Kampfsport) aus).
    Jetzt bin ich eher faul und trainiere viel weniger und das meist alleine oder mit Freunden, was gerade interessant ist.
    bG
    Norbert

    Gut vorbereitet läuft alles besser

  • @Fjara Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es oft nicht an körperlichem Training scheitert. Speziell wer zu einem Überlebenstraining geht, hat oft irgend eine Kampfsportausbildung oder Ähnliches durchlaufen und möchte sich nun einfach selbst testen, ob er auch in Extremsituationen zurecht kommt. Und genau an dem Punkt scheitert es oft. Es gibt zwei mögliche Ansatzpunkte um in einer extremen Situation bestehen zu können: Entweder man schaltet das Hirn völlig weg und geht nur mehr auf den Instinkt. Das ist sehr effektiv und wird gerade im militärischen Bereich sehr gerne angewendet. Das Training hat dann nichts mehr mit körperlicher Ertüchtigung zu tun, sondern dient ausschließlich dem Zweck, den Geist und Willen des Betreffenden zu brechen. Wie gesagt ist das sehr effektiv. Allerdings hat man dann auch relativ gesehen einen Idioten vor sich. Der zweite Ansatz ist deutlich schwieriger und erfordert auch viel mehr Aufwand. Man setzt auf maximale Fokussierung. Man lernt also, wie man blitzschnell Situationen analysiert und jedes noch so kleine Detail in seine Überlegungen einbezieht. Dann weiß man meist schon im voraus, was als nächstes passiert und kann sich dementsprechend darauf einstellen. Das geht dann eher in Richtung Schach. Ein mentaler Idiot ist für so etwas dann allerdings weniger hilfreich. Special Forces werden eher in diese Richtung ausgebildet. Allerdings gebe ich dir recht, dass man derlei Kurse eher selten findet.

    Bei aller Vorsicht sollte man am Ende des Tages noch ein lebenswertes Leben haben. Kein Bunker ist ein Lebenskonzept.
    In jungen Jahren will man noch allen gefallen - im Alter ist man froh, wenn man sich selbst im Spiegel noch erkennt.

  • @menatarms100 Das ist wirklich erstaunlich. Muss man als Polizei-Einsatztrainer selbst der Polizei angehören oder wie darf ich mir das vorstellen? Ist Karate immer noch eine empfehlenswerte Kampfsportart? In den letzten Jahren ist Karate ja ordentlich in Verruf geraten oder ist das nur wieder einmal ein Vorurteil?

    @arbito Nun gut... Wie genau kann man zweiteres schulen wenn man einfach überhaupt keine Ahnung davon hat? Wie gesagt wenn man sich selbst erkundigt kommt man sehr oft an falsche Quellen und das wäre Zeit die ich anderswo besser investieren könnte.. Natürlich könnte man mit dem Argument kommen, dass man aus Fehlern lernt aber in dieser Hinsicht denke ich lieber gleich richtig lernen bevor ich die abertausenden Möglichkeiten ergründe wie es nicht geht um dann endlich dahin zu kommen wie es richtig geht.

    Irgendwie wird mir immer mehr bewusst, dass man sehr viele gute Beziehungen - oder eine militärische Ausbildung - braucht um an ein derartig gutes Training zu kommen. In Amerika gibt es einen Ex-Soldaten aus einer Spezialeinheit der andere Leute in Sachen Selbstverteidigung und Überleben regelmäßig trainiert. Dieses spezielle Training ist nicht aufgebaut wie ein einmaliges Wochenendseminar sondern wird regelmäßig 1-2 die Woche durchgeführt damit auch niemand aus der Übung kommt. Ich wäre stark dafür, dass jemand von euch hier so ein Programm auf die Beine stellt und uns die wir keine Ahnung haben (Ich hoffe zumindest, dass es hier noch welche gibt die keine Ahnung haben...so wie ich) mal ordentlich trainiert! Obwohl das ganze eher scherzend gemeint war finde ich eigentlich, dass das gar keine so schlechte Idee wäre!

  • @Fjara Ich gebe dir recht, dass solche 'Ausbildungsprogramme' sicher kein Fehler wären. Allerdings muss ich offen gestehen, dass ich etwas derartiges schon einmal versucht habe und es letztlich an der Mentalität der Europäer scheitert. Der eine Teil der Truppe waren die üblichen Freizeitrambos mit denen ein sinnvolles Arbeiten schlicht unmöglich ist. Sie halten sich für unbesiegbar, machen ständig blödsinnige Witze und wissen naturgemäß alles besser. Reine Zeitverschwendung. Ein zweiter Teil sieht das Ganze eher als Kick für das Wochenende und nörgelt dann ständig herum. Wenn jemand kommt und sich beschwert, weil es hier nicht einmal warmes Wasser zum Duschen gibt, dann kriege ich Migräne. Letztlich hat man zwei, drei Leute, die tatsächlich mitbekommen haben, worum es geht. Und ganz ehrlich: Wegen denen tue ich mir sowas nicht an. Du musst unheimlich viel Zeit aufwenden, bis du die beiden vorgenannten Gruppen mal endlich auf Schiene gebracht hast. Das ist sehr mühsam. Und ich fühle mich schon etwas zu alt für sowas.

    Bei aller Vorsicht sollte man am Ende des Tages noch ein lebenswertes Leben haben. Kein Bunker ist ein Lebenskonzept.
    In jungen Jahren will man noch allen gefallen - im Alter ist man froh, wenn man sich selbst im Spiegel noch erkennt.

  • Das ist unglaublich schade! Ich hätte sowas gerne einmal mitgemacht... Falls du es dir doch anders überlegst und eine gute Truppe hättest die wirklich etwas lernen wollen, dann lass es mich bitte wissen!