Gemüsesamen

  • Ich bin eher für Austrosaat Samen da die für unsere Gegend abgestimmt sind.
    Samenfest sollten sie sein und zu Deinem Grund passen!

    LG Wolfgang
    PS Rupf einfach aus dem Regal beim Starkl alles was Dir schmecken könnte!

  • Du kannst dir zB Tomatensamen selbst 'ernten' . Die muss man nicht kaufen.
    Ich hab voriges Jahr aus Feldgurken vom lidl dieses Jahr neue gezogen. Mit Tomaten funktioniert das auch.

  • Zitat von Moshu im Beitrag #3
    Du kannst dir zB Tomatensamen selbst 'ernten' . Die muss man nicht kaufen.
    Ich hab voriges Jahr aus Feldgurken vom lidl dieses Jahr neue gezogen. Mit Tomaten funktioniert das auch.

    Wundert mich das die keine Hybridsorten verkaufen

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    LG Wolfgang

  • Zitat von Austrianer im Beitrag #5
    Zitat von Moshu im Beitrag #3
    Du kannst dir zB Tomatensamen selbst 'ernten' . Die muss man nicht kaufen.
    Ich hab voriges Jahr aus Feldgurken vom lidl dieses Jahr neue gezogen. Mit Tomaten funktioniert das auch.

    Wundert mich das die keine Hybridsorten verkaufen.

    LG Wolfgang



    Das mit den Tomaten funktioniert schon, bei mir geht auch immer was auf und da ist auch immer Ernte drinnen. Allerdings entwickeln sich die Pflanzen langsam zurück zur Urform - zumindest ist das mein Eindruck, weil die Früchte immer kleiner werden.



    Was die Hybridsorten betrifft: Immer zu etwas greifen, wo NICHT F1 draufsteht.

    Taken the red one.

  • Ich habe derzeit leider noch keine Möglichkeit selber Samen zu ziehen o.ä. Bis ich soweit bin muss/möchte ich auf Päckchen oder so zurückgreifen.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Zum dem Link:
    Hast du schon bestellt?
    8€ finde ich preislich okay. Wenn du die Sorten bei Obi kaufst vermute ich das du weit teurer unterwegs bist.

  • Bestellt habe ich noch nichts, ich wollte mal eure Meinung dazu hören.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Austrosaat macht demnächst einen I-Shop auf. Warte einfach ab (oder kauf im 23ten)!

    LG Wolfgang

  • Grundsätzlich bin ich absolut dafür sich Saatgut einzulagern, aber zuerst mußt du dir anschauen was hier überhaupt gedeiht, Wassermelone und Melanzani sind bei uns eher was fürs Glashaus.

    Ich würde einfach im nächsten Gartencenter vorbeischauen und mir dort raussuchen was du gerne magst und was narhaft ist und sich gut lagern lässt.

    Wurzelgemüse wie Karotten, Rüben, Rohnen und stärkereiche Knollen die in Sand eingeschlagen den Winter überstehen.
    Kraut und Kohl hält sich im Keller oder kann zu Sauerkraut vergoren werden.
    Manche Kürbissorten halten bis ins Frühjahr oder können gut eingelegt werden.
    Getreide und Hülsenfrüchte!
    Es gibt Salate die auch im Winter geerntet werden können, Vogerlsalat, Winterportulak oder Endivie zB.

    Die Auswahl ist riesig, die Qualität des Saatgutes ist üblicherweise sehr hoch, die meisten sind doppelt verpackt und lange keimfähig.

    Auch Hybridsaatgut würde ich nicht von vorneherein Ablehnen, gerade für ungeübte Gärtner kann die Widerstandsfähigkeit und der höhere Ertrag ein großer Vorteil sein, allerdings müßen langfristig klarerweise samenfeste Sorten her.

    Wer sich überlegt Kleinvieh zu halten sollte sich auch Saatgutmischungen mit geeigneten Futterpflanzen zulegen.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • meine Erfahrung hat gezeigt, dass die Keimfähigkeit von diversen Sorten im 2.Jahr der Lagerung rapide abnimmt.

    Dennoch: Mein Tipp mit dem Hokaido war durchaus ernstgemeint. Hintergrund:

    - es gehen sich jede Menge Pflanzen aus, weil eine große Samenmenge rauskommt. Die Samenpäckchen hingegen sind extrem teuer, finde ich.
    - Kürbisse geben gut aus, sind bekömmlich und wenn man kann nicht viel falsch machen
    - nach einem Jahr weghaun und einen neuen Hokaido ausnehmen.

    es geht natürlich jeder andere Kürbis aus, aber ich würde zu einem mehr stärkehaltigen tendieren.

    Taken the red one.

  • Schau nach "Wirtschaftssorte", oder mach mir eine Liste was du haben willst und ich such dir was passendes raus.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Zitat von Don Pedro im Beitrag #14
    Danke für den Tipp. Ich habe gerade nachgeschaut, da gibt es ja massenhaft Sorten ... z.b. Karotten: http://www.reinsaat.at/shop/moehren_karotten/
    Wie weiss man was die "richtigen" sind. Ich möchte ja nix extravagentes sondern einfach schöne orangene Karotten

    Online habe ich das auch nicht geschafft.


    Habe mir den Katalog senden lassen.


    Da ist es einfacher die rechte Sorte zu finden.

    Zum Avatar wäre nur zu sagen - lang ist's her

  • @Don Pedro

    Wenn die Suche noch aktuell ist ,vermute ich mal da ja die Gartensaison 2017 noch nicht gestartet ist, kann ich dir gerne ein paar alte Sorten Tomatensamen und chilisamen aus meiner Sammlung zukommenlassen Garantiert keine Hybriden und 100% Bio
    Stuttgarter Riesen Samen hab ich auch noch

  • Danke für dein Angebot, für 2017 habe ich schon Samen. Mal schauen was daraus wird ...

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Hab mir das auch schonmal überlegt.

    Aber da gibts einige Haken zu beachten und umschiffen. Bzw beträchtlicher Aufwand. nonaned

    Im zweiten Jahr sinkt die Keimrate bei den Samenpäkchen dann sehr schnell. Rotation müsste oft erfolgen.
    Heuer ist mir eine Reihe Karotten bis auf drei Samen garnicht aufgegangen. die waren aber ncith sehr alt.
    Pastinake ist in dieser Hinsicht leider noch heikler.

    In Norwegen/Island gibts ja eine Samenbank im Eis. Das müsste man irgendwie nachmachen denk ich.

    Getreide kann man sich zwar aufheben. Das sollte wenn mans optimal trocken und luftig lagert (Vakuum gehört da nicht dazu) 5+ Jahre halten und keimfähig bleiben. Möglicherweise Marmeladenglas mit Parafilm versiegeln.
    Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel,... ) macht aber erst sinn wenn mans maschinell ernten und verarbeiten kann. (pflüge, säen, schneiden, dreschen, reinigen, polieren, mahlen, schroten, backen).
    Und Getreide muss in der jeweiligen Größenordnung angebaut werden damit das skaliert um einen positiven Ertrag für den Aufwand zu haben.

    Hackfrüchte kann man einfacher noch manuell bewirtschaften. Getreide ist da fast nicht drin ohne das passende Werkzeug.

    Man sollte stärke Reiche Arten wählen. Gleich abgestimmt auf das lokale Klima hier wo man vorhat anzubauen. Italienische Sorten bringen halt wenig wenn die bei kühlerer Luft umknicken.

    Orientieren an Kochbüchern aus 1800 - 1950 was dort verkocht wurde. Ich schmökere gern in https://books.google.at/books?id=dMliAAA...%B6chin&f=false
    Da wird auch beschrieben wie man seine Vorratskammer einrichten sollte. Einrexen etc. Da gibts einiges an Literatur. meist schon von Google digitalisiert als PDF.


    Immer nach Mangelzeiten gabs Bücher zu diesem Thema, zum Beispiel Rübenliteratur aus den Rübenwintern vom ersten Weltkrieg.

    Diese Drei sind in meiner Whishlist auf ZVAB:
    Lohnende Gemüsezucht im kleineren und größeren Garten, Bier Alfred 1949
    Der Nutzgarten Klug angelegt und bewirtschaftet mit zahlreichen Abbildungen, Karl Erwig 1947
    Obst- und Gemüsebau., Nattermüller Otto 1894

    Thema dazu passend:
    https://www.derkleinegarten.de/nutzgarte...quarisch-1.html
    https://www.derkleinegarten.de/mehr-info...a/autarkie.html
    https://www.derkleinegarten.de/gartenges...geschichte.html

    Da wird in etwa ein Garten so geplant wie ein Vorrat bei den Preppern. Hinsichtlich Kalorien (die ~2k/Tag) und Nährwerte. Und auf Personen hochgerechnet die Fläche.

    Die Sorten müssen Samenfest sein. Also die dürfen keinesfalls hybridsorten sein die 1x überdurchschnittlichen Ertrag bringen, dann aber degenerieren.

    Man sollte wenn man mehrere Sorten Karotten hat diese wenn möglich immer weiter selektieren, damit diese drei Sorten nicht zu einer verwurschteln und aufpassen das diese sich nicht kreuzen. Sonst hat man früher oder später Dingos. Bis es aber Dingos sind die wieder eine stabile Form entwickelt haben, hat man Chihuahas und Wölfe. Die einen zu klein, die anderen nicht essbar.

    Bei Gurken, Kürbissen, Zuchinis muss man gut drauf achten keine wilden/Ziersorten mitreinzukreuzen aus versehen. Das Gift Cucurbitacin wurde über Jahrhunderte aus diesen Sorten rausselektiert. Jeder Zierkürbis wurde aber auf Schönheit und nicht auf Gift-Freiheit und Geschmack hin optimiert. setzt man einen Zierkürbis neben einen Hokaido, kann man die Hokaido-Samen wohl nicht mehr bedenkenlos verwenden nächstes Jahr. Sonst hat man Hokaidos die aber bitter schmecken und Vergiften.

    Ich hab voriges Jahr steckis von Gela Ochsenherz , und heuer Samen von dort: http://www.ochsenherz.at/wurzelgemuese/ besorgt. Aktuell schaut der Garten prächtig aus.
    Die machen nur eigene Samengewinnung. Demeter/Bio halt. Und versuchen auch alte lokale Sorten die aus den Regalen verschwunden sind zu reaktivieren. Produzieren und erhalten für Arche Noah.

    Samengewinnung ist auch spannend bei zweijährigen pflanzen.
    Beispiel Karotte: Ausgraben am Ende des Jahres. Sortieren und selektieren auf geraden Wuchs und schöne kegelige Form etc... halt nach definierten Kriterien.
    Dann einmieten übern Winter.
    Im Frühling wieder einsetzen und in einem Folientunnel blühen lassen damit die Sorte nicht wild Kreuzt. Und die Samen dann zum richtigen Zeitpunkt ernten.
    Sollte man keine Samen verkaufen müssen, dann braucht man zwar nicht soviele blühende pflanzen. Aber man sollte auch keinen genetischen Flaschenhals produzieren und in einer Mindestmenge abblühen lassen.
    Man muss dazu jedoch Brache einplanen die nicht wirklich brach ist, aber auch nix produziert.

    Heuer lass ich mal einen Schnittsellerie abblühen. ist zwar nur einer. Aber der ist schon 1,5m hoch. Mal schaun ob ich die samen gewinnen kann. So eine Art Samengewinnung müsste man auch iwie rotieren. Bei Gela Ochsenherz macht das aber ein ganzes Kollektiv gemeinsam. hauptberuflich. Man braucht Fläche, Wasser, Wärme, Sonne und Zeit.

    Fruchtfolgewechsel/3 Felder wirtschaft wo immer was brach liegen muss.
    https://www.derkleinegarten.de/nutzgarte...leingarten.html
    In der Selben familie sollte man 3-4 jahre nicht wieder von der selben familie was anbauen um den Krankheits und Schädlingsdruck niedrig zu halten im Erdreich.
    Kreuzblütler/Brassica(Rot/weiss-Kraut, wirsing, kohl, kohlrabi, broccoli, karfiol, Romanescu, Kohlröschen, steckrüben, senf, rettich, radi), Doldenblütler(Karotte, pastinake und petersilie, ... )
    Starkzehrer (Brassica und Kürbisse, etc...) nach dem Düngen/Brache anbauen, nicht hintereinander.



    Ich bin persönlich Fan von Kraut, Kohlröschen und Pastinaken. Da die Winterhart sind, und ich nur die schneedecke abkratzen muss und dann ernten. Die muss man nicht extra einlagern. Eine Herbstsaat ist damit aber nicht zu machen und kein herbstliches umgraben/düngen.
    Pastinake ernte ich im Winter vor Weihnachten wenns nochmal warm wird vor den Raunächten. Danach ist der Boden sonst potentiell zu gefroren und man bekommt die Wurzeln nicht mehr raus.

  • Jemand aus meiner Familie hat versucht, alte Landsorten von Gemüse anzupflanzen, um davon den Samen zu gewinnen. Der Erfolg war sehr bescheiden, er konnte nur wenig Samen ernten.

    Wir haben schon von im Supermarkt gekauften Paprika und Melonen die Samen entnommen und angebaut. Das funktioniert gut.

    In Deutschland ist ein Mann an einem Zucchini-Gericht gestorben. Er hatte den Samen selber gewonnen. Es ist möglich, dass es eine Kreuzung mit Zierkürbis gewesen ist. Dieser Zucchini hat sehr bitter geschmekct, der Mann hat das trotzdem gegessen.
    Ich weise deswegen darauf hin, dass bei selber gewonnenen Samen ein Risiko damit verbunden sein kann - weil es nicht das ist, was man glaubt.