Gemüsesamen

  • auch wenn die Ursprngsfrage alt ist...ich lese hier nur" Möchte Samen kaufen und lagern"....ohne Erfahrung bei der Aufzucht zu haben wird das im Ernstfall nix werden, ich wurschtel im Garten auch so vor mich hin und bin nach 3 Jahren gerade mal soweit einige Dinge so anbauen zu können das sie auch gut liefern bzw habe ich einige Dinge mittlerweile abgehakt unter: "funktioniert hier aus Klimagründen oder wegen des Bodens nicht bzw ich bin einfach zu dumm dafür" Manches klappt wenn man es exakt nach Anleitung tut, manches wenn man genau das Gegenteil macht, man experimentiert mit Düngern, Standorten etc. Bislang aber alles noch auf der Schiene des Hobbygärtners, ergo, keine Aufzeichnungen.
    Was du so im Hof oder andere im Garten anbauen könne ist selbst bei intensiver und ausgeklügleter Nutzung "nur" Zubrot, eine Selbstversorgung nur aus dem eigenen Garten funktioniert nicht, zumindest wenn wir davon reden mehrere Personen gesund dauerhaft zu ernähren

  • Was man meiner Meinung nach auch haben sollte, sind Sprossensamen. Für Langzeit ist das natürlich nix, weil sie ja nicht satt machen und man viele Samen braucht, aber das Keimen geht schnell und im schlimmsten Fall hat man nach 10 Tagen Sprossen, um den Vitaminmangel, den Langzeitnahrung vielleicht verursacht, auszugleichen. Ich bau die sowieso an, somit wird auch fleissig rotiert. Und so ein Sackerl keimt auch brav, wenn es schon ein oder zwei Jahre vorher herumgelegen ist. Und wenn es sein muss, isst man die Sprossen halt nicht, sondern lässt die Pflanzen weiter wachsen.

  • Ich muss SNAFURob da beipflichten, das ist einiges know How das man da mal aufbauen muss bevor man darin "gut" genug ist. Nur die Samen alleine machen da noch lang nicht satt.

    Zitat von SNAFURob im Beitrag #21
    ....ohne Erfahrung bei der Aufzucht zu haben wird das im Ernstfall nix werden... "funktioniert hier aus Klimagründen oder wegen des Bodens nicht

    Was du so im Hof oder andere im Garten anbauen könne ist selbst bei intensiver und ausgeklügleter Nutzung "nur" Zubrot, eine Selbstversorgung nur aus dem eigenen Garten funktioniert nicht, zumindest wenn wir davon reden mehrere Personen gesund dauerhaft zu ernähren




    Also alles was so Paprika und Chili Gewächse sind, kann man hier eigentlich knicken. Die werden nicht richtig fertig. einzelfälle hab ich auch schon geschafft. aber ich könnte nicht sagen die haben gut ausgesehen. Ausweg: Glashaus.





    Praktisch sollte es aber möglich sein sich selbst zu versorgen:


    Das was ich in meinem vorigen post eigentlich verlinken wollte:

    https://www.derkleinegarten.de/nutzgarte...-groesse-1.html

    Um mehrere Personen dauerhaft, also über mehrere Ernten vollständig zu ernähren ist laut Otto Nattermüller wohl 150 - 300m² pro Nase notwendig.



    Zitat
    Es zeigte sich, dass die veranschlagten 2000 m² (20 Ar) Gartenland (inclusive Wege usw.) eine Familie der damaligen Zeit (mit sehr wenig Fleischverzehr) vollwertig ernähren konnte.



    Zitat
    Ein geübter Kleingärtner schafft 200 bis 300 m² Gemüseland zu bewirtschaften und parallel dazu einen Obstgarten in ähnlicher Größe, wenn er ca. 2 Stunden pro Tag aufwendet. Wer also plant, sich mit einem Selbstversorgergarten überwieged vegetarisch zu ernähren, sollte wissen, dass er pro Person ca. 250 m² Bruttogartenland einplanen muss.



    Ich vermute mal, wenn man das alleine macht mit 250m² Garten + 250m² Wiese/Obst dann hat man da einiges zu tun. Und es skaliert je mehr der Familienverband zusammenhilft. Bei den zwei Stunden pro Tag ist das aufarbeiten, einmachen, einlagern und haltbar machen wohl noch garnicht eingerechnet. Das braucht natürlich dann nochmal extra Platz über den Winter.


    Hier wird das vom Balkon bis zum 3ha Gutshof durchgespielt. Familie mit 4 Nasen auf 3000m², mit Gemüse + "Luxus": Fleisch, Wolle, Brot, Kartoffeln, Eier und Öl. Fläche für Energiewald ist extra zu rechnen.
    http://www.biotopicafarm.de/wieviel-flae...lbstversorgung/


    Zitat

    Kartoffeln: 30000 kg pro 1 Hektar= 3Kg pro 1qm (Mit 2,5kg-4kg Kartoffeln pro qm ist zu rechnen, das kommt auf die Kartoffelsorte, auf den Standort und der Witterung an)
    Brot: 1,5qm an Weizenähren für ein Brot, 4 Brote pro Wochen, 52 Wochen im Jahr = 306qm an Weizen, bei 2qm sind es 416qm für 4 Brote in der Woche
    Sonnenblumenöl: 1L Sonnenblumenöl aus 60 Sonnenblumen, 1 Hektar beherbergt 70000 Sonnenblumen = 700 Sonnenblumen auf 100qm = ca 11,7 L Sonnenblumenöl / 15 L Rapsöl pro 100qm
    Huhn= 160g Futter am Tag (Legehenne)
    Schaf= 1-2Kg Heu pro Tag, 30-60Kg Heu pro Monat (Mini-Schafrasse)
    Ziege= 1-2Kg Heu pro Tag, 30-60Kg Heu pro Monat (mittlere Ziegenrasse)
    Schwein =1,5-3kg pro Tag, 90Kg pro Monat, 3kg x 365 Tage=1095kg in Jahr



    Schwein ist eigentlich schon sehr "teuer" in der Haltung.
    Rind rentiert wohl überhaupt nur wenn man eine Mischrasse nimmt für Fleisch, Milch und Zugtier. Und das Zugtier die extra Leistung bringt um effizienter zu Ackern.

    Fazit:
    Wenn man sich Samen einlagert, um damit Erträge zu erwirtschaften, sollte man wenn möglich auch schon fast einen kleinen Hof dazu haben. 1000-3000m² angeschlossener Gemüse Garten am Hof, 5ha Wald, 5ha für Wiesen, Weide, Hutweide und Äcker. Wobei 5ha Äcker ohne Hilfsmittel wohl nicht zu bewirtschaften sind.
    Und reichlich Vorräte um die ersten paar Jahre Ernteausfälle und misswirtschaft ausgleichen zu können bis man sich das notwendige Können angeignet hat.

  • Das sind wohl theoretische Überlegungen

    Eine Kleinlandwirtschaft zu besitzen und zu betreiben, ist ein "Fulltime-Job". Da muss zumindest 1 Person anwesend sein, um die Felder und den Garten zu bewirtschaften, sowie die Haustiere zu füttern und den Stall auszumisten. Weiters braucht man noch einen Traktor,...

    Wenn man so ein Häusel besitzt und nicht bewohnt, verwildern die Wiesen und Felder. Das lässt sich noch machen, indem man in "Friedenszeiten" diese paar Hektar Grund dem Bauern nebenan verpachtet, das kostet nix und bringt etwas Geld alls Pacht. Immerhin kann man das Häusel als BOL benutzen - und dementsprechend ausbauen.

  • Damals ging es mir darum die passenden Sorten zu finden. Mittlerweile nehme ich das was ich irgendwo bei Lidl, Hofer oder Bellaflora im Angebot sehe.

    Und zum Thema Erfahrung ... Ich hatte (habe) keine, aber Karotten, Radieschen, Paradeiser, Zuccini und Kürbis sind trotzdem was geworden. Ab und zu gießen und das Unkraut jäten scheint gereicht zu haben.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Radieschen werden bei mir nie. Ich bin immer zu geizig mit dem Platz. Aber die tomaten wuchern und Paprika konnten wir schon 6 Stück ernten und zwei weitere hängen reif herum und warten auf unseren hunger. Die werden bei uns aber immer.
    Gurken sind sensibel aber auch da haben wir heuer schon zwei Stück geerntet und auch Zucchini waren schon reif, die sind einfacher.

    Und alles wächst gemütlich bei uns am balkon. Ernähren könnte ich mich von der Ertragslage nicht aber als Ergänzung für Vitamine ist es trotzdem nicht schlecht.

    Bei Tomaten und gurke muss man aufpassen, die darf man nicht nebeneinander setzen, sonst gedeihen sie (und besonders die gurke) nicht.

  • Sind zwar keine Samen, aber wir haben mit den Tomatenpflänzchen vom Hofer immer wieder gute Erfahrung gemacht. Einsetzen, gießen, abwarten und genießen .

    Try to leave this world a little better than you found it. (Robert Baden-Powell)

  • Zitat von Tinah im Beitrag #26
    Radieschen werden bei mir nie. Ich bin immer zu geizig mit dem Platz. Aber die tomaten wuchern und Paprika konnten wir schon 6 Stück ernten und zwei weitere hängen reif herum und warten auf unseren hunger. Die werden bei uns aber immer.
    Gurken sind sensibel aber auch da haben wir heuer schon zwei Stück geerntet und auch Zucchini waren schon reif, die sind einfacher.

    Und alles wächst gemütlich bei uns am balkon. Ernähren könnte ich mich von der Ertragslage nicht aber als Ergänzung für Vitamine ist es trotzdem nicht schlecht.

    Bei Tomaten und gurke muss man aufpassen, die darf man nicht nebeneinander setzen, sonst gedeihen sie (und besonders die gurke) nicht.


    Na hab ich ein Glück das meine Pflanzen das nicht wissen 😂


    [[File:image.jpeg|none|auto]]

    Dateien

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Was glaubst du wie schön die erst mit Abstand wären 😂😂😂

    Aber ernsthaft... voll der Neid weil deine Tomaten schon so reif sind. Ich hab erst ein paar datteltomaten geerntet.

  • Ich melde mich als passionierter Gärtner mal zu Wort und kann vielleicht etwas Hilfestellung geben. Als ich angefangen habe, mich mit dem "preppen" zu bbeschäftigen habe ich auch diese Samentüten in den entsprechenden Shops gefunden. Ich halte jedoch von reiner Samenlagerung ohne eigenen Anbau recht wenig - wenn ich ehrlich bin. Wenn ein Versorgungsnotfall eintritt, so tritt dieser natürlich oftmals nicht in der Saatzeit des entsprechenden Gemüses auf, so dass dieses dann entweder den Reifegrad nicht erreicht oder aber man bis zur nächsten Saatzeit warten muss. Das zum einen. Zum anderen macht - wie in jeder anderen Sache auch - die Übung den Meister. Wenn man noch nie Gemüse oder andere Pflanzen aus Samen gewonnen, bzw. diese dann auch zur weiteren Anzucht bis hin zur Ernte gebracht hat, dann wird zumindest der Ernteerfolg eingeschränkt sein. Ich kenne viele Gärtner, die sich die Mühe jährlich Pflanzen aus Samen zu ziehen gar nicht machen, weil dies eben auch Arbeit macht und Misserfolge nach sich zieht. Ich betreibe es seit Jahren, weil es einfach wesentlich günstiger ist, 40 - 50 Tomatenpflanzen selber zu ziehen oder aber zu kaufen.

    Das sollte man zumindest bedenken, wenn man Samen einlagert, ohne eine Ahnung zu haben, welche Bedürfnisse diese bei der Kultivierung haben. Dies fängt ja schon an, dass es Licht- und Dunkelkeimer gibt. Das man manche Samen 1cm in die Erde gibt, nur etwas mit Erde bedeckt oder aber oben aufliegen lässt. Natürlich ist auch die passende Zeitfür die Saat und der richtige Ort wichtig. Daneben gibt es auch viele Tricks, zB das ein 24 Stunden Kamille-Bad die Keimfähigkeit bei älteren Samen stark erhöht usw usw.

    Natürlich kann man auch vollkommen ohne Grundwissen zum Erfolg kommen. Schließlich kommt auch die Natur ohne Gärtner zum Erfolg. Da fliegt auch nicht jeder Samen exakt in eine passende Furche. Von daher hat man vielleicht Glück und es kommt auch vollkommen ohne Grundwissen etwas heraus. Aber jemand mit Grundwissen wird einfach mehr Pflanzen mit einem größeren Ertrag erwirtschaften. Es ist auch ein Unterschied, ob man mal 5 Tomatensamen hochbekommen hat, oder aber in einer Notsituation so viele Samen wie möglich für einen so hohen Ertrag wie möglich hochziehen muss.

    Was die Gewinnung von Samen angeht, so ist der Grundstock der Pflanze entscheident. Ist der Grundstock eine Hybridpflanze, dann wird der gewonnene Samen nicht mehr diese Pflanze repräsentieren. Der gewonnene Samen wird leider in eine der Urformen der Zuchtsorte zurückfallen. Diese wird nicht mehr die Gesamteigenschaften der Pflanze haben (z.B. Resistenzen, Geschmack usw). Da kann man Glück haben und es kommt etwas Gutes heraus, oder aber man hat die Sorte erwischt, die für den Wuchs zuständig war, leider jedoch keine guten Früchte bringt. Dieser Zerfall in die Urformen setzt sich immer weiter fort. Ist der Grundstock von einer samenfesten (alten) Sorte, dann kommt mit dem gewonnenen Samen wieder genau diese Sorte mit den Eigenschaften der Grundplfanze heraus. Wenn man diese Sorte am eigenen Grundstück immer wieder anbaut und nur die Samen von den besten Pflanzen mit den wohlschmeckensten und stärksten Eigenschaften / Früchten gewinnt, dann kann man sich mit der Zeit auch eigenen "Haussorten" heranziehen, also Pflanzen, die mit den Gegebenheiten vor Ort am Besten zurecht kommen. Das kann man schön mit Tomaten machen.

    Was die Samen von Kürbis- und Zucchinipflanzen angeht, so muss man da etwas aufpassen. Kürbisgewächse können Bittestoffe, sogenannte Cucurbitacine bilden. Diese können Übel­keit, Erbrechen und Durch­fall auslösen, in hoher Konzentration sogar zum Tod führen (letztes Jahr ist ein älterer Mann deshalb verstorben). Durch entsprechende Züchtung ist das für die Bildung der Bitter­stoffe verantwort­liche Gen abge­schaltet. Es ist aber nach wie vor vorhanden und kann, etwa durch spontane Mutation oder die Kreuzung mit Wild­typen, wieder akti­viert werden. Deshalb heißen Zierkürbisse auch Zierkürbisse, bitte nie essen . Wenn man Samen aus aus Kürbissen oder Zucchini gewinnen möchte, ist das unproblematisch möglich. Wenn das Ergebnis aber bitter schmeckt mit dem Essen bitte aufhören und wegwerfen.

    Letztlich ist das Lagern von Samen sinnvoll - ich betreibe es ja auch. Aber es ist halt wie immer im Leben - ein paar Gedanken dazu sollte man sich schon gemacht haben. Man sollte nur Samen von Pflanzen lagern, die auch in der jeweiligen Anbauregion wachsen. Melonen und andere Südfrüchte sind schwierig - wird bis zum Ende der Vegetationsphase vermutlich nicht reif. Es gibt aber meistens auch Pflanzen / Samen, die mit höheren Lagen zurecht kommen oder aber auch Pflanzen, die eine kurze vegetationszeit bis zur reifen Frucht haben (z.B. bei Tomaten die Early Wonder). Es gibt so eine große Auswahl, dass man sich das nach seinen eigenen Bedürfnissen zusammenstellen kann. Kostet dann insgesamt vermutlich auch nicht mehr als so ein fertiger Prepperbeutel mit Samen von irgendwoher. Die so ausgewählten Samen dann einschweißen und dunkel, trocken und kühl lagern. Fertig.

    Habe schon Tomatensamen mit 5-7 Jahren Lagerzeit ohne Probleme (natürlich mit Verlusten) zum Keimen gebracht.

    Viele Grüße
    Vaijon

    p.s. wenn man sich Tierhaltung überlegt, dann würde ich (was Ertrag, Pflege und Platzbedarf angeht) Hühner und Stallhasen empfehlen.

  • Tomatensamen kann man wirklich ganz leicht entnehmen und einlagern, wir machen das schon 20 Jahre lang. Mein Mann wäscht die Samen mittlerweile nicht mal mehr ab, sondern entnimmt sie aus der schönsten und reifsten Frucht und gibt sie direkt auf ein Stück Küchenrolle, darunter wird die Sorte vermerkt, getrocknet und eingewickelt gelagert. Genau so kann man mit Zucchini und Kürbissamen vorgehen. Paprikasamen werden trocken entnommen und müssen vorher gut nachgetrocknet werden. Ich habe schon Radischen,- Salat und Ruccolasamen geerntet, mit sehr großem Erfolg, besonders der Salat keimte unglaublich gut und in großer Zahl. Einfach das Gemüse auswachsen und so lange stehen lassen, bis die Samen reif sind. Gerade steht der Knollensellerie und Lauch vom letzten Jahr (blühen im zweiten Jahr) als Test in voller Blüte. Selleriesamen sind ja wahrlich nicht billig und sehr wenig drinnen. Meine Samen beziehe ich alle von Reinsaat, daher denke ich, ist die Keimfähigkeit sehr hoch. Wir waren vor 15 Jahren in Kos und nahmen von dort Tomaten von einer Straßenverkäuferin mit nach Hause, diese Tomaten reifen heute noch immer in unserem Garten und schmecken einfach himmlisch, also am Besten keine Hybridsorten, meist an F1 erkennbar, sondern samenfeste alte Sorten verwenden, so kann man sich einen schönen Samenvorrat einlagern.

  • Da stimme ich voll zu. Nur bei Kürbis und Zucchini muss man halt aufpassen und sollte nach einigen Jahren wieder frische Samen kaufen. Diese Cucurbitacine sind nicht zu unterschätzen. Allerdings schmeckt man es wenigstens, wenn die Frucht zu viel davon hat.

    Gruß Vaijon

  • Wenn eine Zucchini oder ein Kürbis bitter schmeckt würde ich nicht mehr weiter essen. Neben der Geschichte mit dem wieder eingeschaltetem Gen durch Mutation oder ungewollten einkreuzen einer Wildform können diese Stoffe auch durch große Hitze entstehen. Einfach mal googeln. Da findet man viel Info.

    Letztlich nehme ich von meine Kürbissen deswegen keine Samen, obwohl es eigentlich sehr einfach und verlockend ist. In den Samen selbst sind diese Stoffe btw nicht. Die könnte man also durchaus dennoch ernten, rösten und als Snack vertilgen.

  • Kürbisgewächse neigen zur Bastardisierung, was halt auch zu unangenehmen Überraschungen führen kann. Sortenreines Saatgut gewinnt man am einfachsten wenn man die Blüte vor Fremdbestäubung schützt indem man sie kurz vor dem Aufblühen, zB mit einem Fließ-, oder Papiersacker einpackt und die Blüte mit der Hand bestäubt. Wichtig ist das die so befruchteten Früchte markiert werden, damit man weiß welche man zur Saatgutgewinnung reifen lässt.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Passend zum Frühjahr keimt bei uns auch das Thema Gemüsesamen auf (*Wortspiel* )

    Wie @Vaijon schon sagte: Man sollte nur Samen von Pflanzen lagern, die auch in der jeweiligen Anbauregion wachsen.

    Daher beschränken wir uns auch eher auf typisch Nord-Europäisches Gemüse (Möhren, Sellerie, Rosenkohl, Kohlrabi, Pastinake, Blumenkohl, Zwiebeln etc.), haben aber im eigenen Garten schon große Erfolge mit Zucchini gehabt.
    Selber den Samen sammeln, trocknen etc. würd ich nicht machen. Ist mir zu viel Aufwand...

    Was ich noch mache: Ich kaufe die Gemüsesamen von verschiedenen Herstellern! Wenn mal der Wurm drin ist, dann kann ich auf Samen eines anderen Herstellers zurück greifen.

    Das diese alle vorher von mir getestet werden, ist auch klar. Nur was von Erfolg gekrönt ist und gut funktioniert, darf in den Prepper Keller

    Haben ist besser als brauchen.

  • Auch wenn man praktische Erfahrung braucht.. Samen zu haben und keine Erfahrung ist besser als meine Samen zu haben (und keine erfahrung). Klar, alles soll man üben und man soll sich keinen Illusionen hingeben aber ich finde Samen zu haben schon sinnvoll. Wobei man ja auch diese rotieren muss weil sie nicht mehr funktionieren bzw weniger gut keimen wenn sie zu alt sind.

  • Zitat von decordoba im Beitrag #20

    In Deutschland ist ein Mann an einem Zucchini-Gericht gestorben. Er hatte den Samen selber gewonnen. Es ist möglich, dass es eine Kreuzung mit Zierkürbis gewesen ist. Dieser Zucchini hat sehr bitter geschmekct, der Mann hat das trotzdem gegessen.



    Hast Du eine Quelle dazu? Diese Story glaub ich erst, nachdem sämtliche andere Möglichkeiten einer (wesentlich naheliegenderen) chemischen Vergiftung ausgeschlossen sind.



    In Deutschland gab es kürzlich einen Fall, in dem ein Mann seinen Arbeitskollegen Schwermetallsalze auf die Pausenbrote gemacht hat. Eines der Opfer liegt im Wachkoma.