Hygiene im Krisenfall: 4. Notdurft und Toilette

  • Das Prinzip der kommunizierenden Gefäße ist mir bekannt. Und dass im SHTF-Fall die Brühe nach einiger Zeit des Pumpen-Stillstandes ziemlich parallel hochsteigen würde, ist klar.

    Meine Frage bezieht sich auf die technische Möglichkeit von Rückstauventilen, die ich für WCs kenne, aber auch - wie ich gerade gegoogelt habe - für Duschabflüsse.

    Weiß jemand, ob Rückstauventile in AT (oder zumindest in NÖ) in den letzten Jahren standardmäßig eingebaut werden und wenn nein, was man am besten macht, um die Brühen-Invasion abzuwehren.

    .... gibt das Leben dir eine Zitrone, mach' draus eine Limonade.

    (Als echter Prepper natürlich mit einer "handbetriebenen Zitronenpresse" )

  • ob Rückstauventile in AT (oder zumindest in NÖ) in den letzten Jahren standardmäßig eingebaut werden

    ich geh mal davon aus, das ist nicht verbaut. und platz zum nachrüsten wohl auch eher nicht.

  • Smeti : floodkit = gut, aber aus :(. Wie vieles auf Amazon derzeit nicht erhältlich, wohl deshalb, weil es aus GB kommt. Und dort kann ich ja derzeit auch nix bestellen (nehme ich an, weil von hier kann ich nix hinschicken)

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  • Sabjo68: danke, ja ich kann mich dunkel erinnern, dass ich in NÖ beim Einbau eines WCs im Keller auch gefragt wurde, ob ich das Rückstauventil machen lassen will (ich glaube, ich hab's machen lassen, weil Haus neben Bach war).

    Wenn ich mir die beiden (ähnlichen) Produkte floodkit und dam easy anschaue, kommt mir die Idee, ob ich im Notfall sowas nicht selbst fabriziere:

    • Voraussetzug - Siphon ist leer (trocken),
    • Siphon mit festem Plastik auslegen
    • irgend ein Metall-Dings (T-förmig oder Schürhaken) so fixieren, dass es senkrecht mit dem T nach unten reinhängt und dann....
    • munter Fertigzement/beton reingegossen. (oder Plastillin ?????)

    Im besten Fall kann ich es dann wie einen Stoppel wieder rausziehen

    im schlechtesten Fall ist die WC Schüssel kaputt und muss ersetzt werden (-DAS sollte aber nach dem Ende des monatelangen Blackouts und Rückkehr zu "normal" meine geringste Sorge sein, nehme ich jetzt mal an)

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  • In einem mehrstöckigen Wohnhaus, wenn man schnell sein will:

    WC Schüssel abbauen und das Loch mit einem Deckel (Sanitärbereich) versiegeln. Ihn vorher an den Rändern zusätzlich mit Montagekleber "Behandeln".

    Montagekleber lässt sich dann später (nach dem Vorfall) mit Siliconentferner wieder lösen. Einwirkzeit beachten.

    Das wird eh der Sanitärler/Kanalreinigungsfirma dankend erledigen. So kommt er wegen der Kanalreinigung besser rein.


    Eigenheim:

    Rückstauklappe zu!

    Wenn man keine hat, kann man sie immer noch nachrüsten lassen. Nachrüsten ist zwar teurer, aber lieber das, als die ganze Sch.. von der Kanalisation im Haus zu haben.

  • Ich habe in mehreren Hochwassern gelernt, wie hoch das Wasser durch die Kanalisation gedrückt werden kann.

    Seitdem hab' ich im Keller kein Waschbecken und kein Klo mehr - Es war den Aufwand nicht wert!

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Ich würde wohl 2-3 dicke Müllsäcke ineinander geben und dann so tief wie möglich reinstecken.

    Mit Sand auffüllen u ev. noch etwas Wasser dazu.

    Ebenso für die Waschbecken.


    Wenn ihr das WC abmontiert u mit nem Stopfen verseht, würde ich noch ein paar Kisten Mineralwasser oder irgenwas anderes schweres auf den Ablaufdeckel stellen. Nur der Kleber wird dem Druck nicht stand halten. - geht halt nur bei Stand WC und nicht bei den wandhängenden WCs.

    LG
    Linda

  • Ich habe in mehreren Hochwassern gelernt, wie hoch das Wasser durch die Kanalisation gedrückt werden kann.

    Seitdem hab' ich im Keller kein Waschbecken und kein Klo mehr - Es war den Aufwand nicht wert!

    Wie machst du es mit der Waschmaschine / Tumbler? Ablauf von der Heizung, Ablauf von der Wasserenthärtungsanlage usw.? Die hocken ja auch meistens im Keller..

    Man vergisst auch gerne, das die ja auch mit an der Kanalisation hängen.. Vorschläge? Vor diesem Dilemma stand ich auch vor ein paar Jahren.

    Wenn ich auch all diese Löcher zumachen müsste.. Rückstauklappe zu und gut ist. Bei mir ist es nur ein Schieber den ich reindrücken muss aber leider muss ich dann anwesend sein und es von Hand machen.

    Ich hab mich extra trotzdem für diese Variante entschieden, denn diese Varianten mit dem Schwimmer sind nicht immer zuverlässig obwohl sie so hoch angepriesen werden. Wenn da der Schwimmer durch irgendetwas klemmt.. Sagen wir mal WC- Papier.. Anwesend oder nicht..<X


    Linda Kleber nützt in so einer Situation nichts. Ist zu schwach. Da hast du Recht. Darum schrieb ich ja Montagekleber. Da sind Welten dazwischen.

    Bei Stand WC`s ist dein Tipp Gold wert obwohl man da nicht mal einen Sack reinkriegt;). Aber zustopfen bis zum geht-nicht-mehr.:thumbup:

    :/Wer hat denn heutzutags noch Stand WC`s?:/

  • Mit Kleber würde ich da nicht hantieren. Bei mir käme nach dem Abschrauben des WCs ein Blindverschluss rein, den ich gegen die nächste Wand (bei einem Hänge-WC) oder gegen die Decke bei Bodeneinlauf mittels eines Kantholzes / Brettes aussteifen würde. Das erspart nach der Aktion den Installateur.


    Das Problem bei mehrstöckigen Häusern, wo oben drüber noch mehrere Parteien wohnen, ist eben, dass dann die Suppe irgendwann von der Decke tropft. Zumindest wenn die Leute über dir unvernünftig sind.

    Einmal editiert, zuletzt von PreppiPeppi ()

  • Ich habe die Waschmaschine auf ein Podest gestellt, und der Abwasserschlauch wird (quasi wie ein verkehrter Siphon) bis an die obere Kante der Waschmaschine geführt, bevor es dann in den Kanal geht. Dadurch kann das Wasser nicht in die Waschmaschine laufen (das Wasser steigt nur bis ca. 1 m im Keller). Den Heizungsablauf hab' ich entsprechend hochgezogen. Andere Geräte mit Anschluss ans Kanalsystem hab' ich nicht.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)