Wasserrohrbruch bei VanDoom

  • Grüß euch

    Aktuell, es ist Sonntag Vormittag, gibt es in meinem 2 Stöckigen Mietshaus kein Wasser, da irgendwo die Zubringerleitung gebrochen ist.
    Seit den frühen Morgenstunden rennen alle Mieter, mit ausnahme der VanDooms, wild Händefuchtelnd in der Gegend herum, telefonieren, beschimpfen Gemeindepolitiker, weil Sonntag in der Früh nicht so schnell Handwerker aufgetrieben werden können, rufen Verwandte an, die dann ankommen und Mineralwasserkisten am Parkplatz entladen und so weiter.
    Ein Spektakel sonder gleichen.
    Mitterlweile, es ist 8h30, sind zwei Bagger der Gemeinde angerückt (eh schnell wie ich finde) und sind gerade dabei ein riesen loch in den Garten zu buddeln.
    Wie ich das sehen wird das heute nichts mehr mit Leitungswasser.

    Wie siehts bei mir aus?
    Ich bin auf einem kleinen Denkfehler in der Vorsorge gestoßen.
    Trinkwasser habe ich mehr als genügen eingelagert.
    Brauchwasser, so dachte ich, werde ich mit Kanistern aus meinem Fundus vom nahegelegenen Bach holen, wenn ein längerer Notfall eintritt.

    Nun muss ich aber 2 Dinge erkennen:
    1.) Wenn du in der Früh aufwachst ist es verdammt umständlich dich erstmal vor der ersten Morgentoilette (Der Spühlkasten wurde bereits von Frau VD geleert) zum 1km entfernten Bach zu begeben um Wasser zu holen. Des Weiteren braucht man doch recht viel (duschen wäre ja auch fein) und es wären einige Gänge fällig.

    2.) Ich möchte keinesfalls mit dutzenden Kanistern Wasser 5-6 mal durch die Traube von anderen Mitern laufen. Die aufkommenden Fragen würde ich nicht beantworten wollen.

    Fazit: Ich werde die Kanister in Zukunft gleich voll einlagern und regelmäßg das Wasser auswechslen, damit es brauchbar bleibt.

    Noch ein kleiner Effekt für mich:
    Meine Frau ist erleichtert, dass wir mehr als genug Trinkwasser haben und des Preppen sieht sie, vor dem toten Wasserhahn stehend, plötzlich mit etwas anderen Augen.

    Da kommt Freude auf :-)

    Liebe Grüße
    VanDoom

  • Eh klar, das sowas amWochenende passiert, oder?
    Mach dir und mrs VD am besten einen Kaffee und genießt die Show, die wird noch besser wenn die Leute kein Mittagessen kochen können.
    Ich wünsch dir trotzdem einen schönen Sonntag.[Blockierte Grafik: http://img.homepagemodules.de/smile.gif]

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Danke, genau das haben wir gemacht :-)

    Das Loch im Garten ist ein recht großer Pool geworden, eine etwas zu kleine Pumpe müht sich vergebens, ihn trockenzulegen.
    Wir sind bei Verwandten eingeladen und können uns das Ergebnis erst heut Abend anschauen.

    Man darf gespannt sein

    Gruß
    VanDoom

  • Owe, da hast du ein schönes Theater zu Hause.

    Was das duschen angeht. Wenn du dir im Camping Zubehör einen schwarzen Plastiksack zulegst, tust dir bei solchen Zwischenfällen leichter.
    Plastiksack mit deinen WKanistern fühlen und raus auf die Terrasse/Palkon in die Sonne hängen.

    Gruß al

  • Das wird vermutlich noch besser wenn es nachmittags und Abends wird, und wenn bis dahin kein Wasser vorhanden sein sollte.

    Viel Erfolg, und wie man sieht, Preppen lohnt sich, und durch solche Krisen kommt man darauf wie man Dinge wie Vorratshaltung usw noch verbessern kann.



    all good medicine

    Capt J Reynolds

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


    Es gibt viele Wege zum Ziel. (Sprichwort der Apachen)

  • Natürlich lohnt sich preppen, ansonsten wären wir ja hier alle bescheuert[Blockierte Grafik: http://img.homepagemodules.de/devil.gif]
    Aber es zeigt wieder einmal das die Kleinigkeiten sicher einmal eintreten und darum das Hauptaugenmerk auf eben diesen liegen sollte.
    WK III gibt's wahrscheinlich nicht, genausowenig wie Pandemie, jahrelange Wirtschaftskrise etc.

    LG Wolfgang

  • Jaja, so schnell kanns gehen. An das Brauchwasser denken leider recht Wenige.

    In der alten Wohnung mussten sie recht schnell (also ca. 2, 3 Tage Vorwarnzeit) einen Teil der Wasserleitung tauschen. Der Tausch dauerte von morgens um ca. 7 Uhr bis um ca. 15 Uhr. Also eh nicht so lang und durchaus planbar. Es hing dafür ein Zettel an den Eingangstüren. Und siehe da, ein paar Nachbarn haben es NICHT geschafft, sich darauf vorzubereiten.

    @VanDoom : wie ist denn die Sache gestern ausgegangen?

  • So lästig ein Wasserproblem auch ist, so gut ist es wenn man darauf vorbereitet ist und nicht vollkommen überrascht aus dem Fenster schaut. Und wenn man dann noch etwas für die Zukunft daraus mitnimmt, dann war es sogar hilfreich/lehrreich.

    Ich bin lieber auf etwas vorbereitet was nie passiert als nachher überrascht da zu stehen.

  • Das Problem ist, die meisten lehrnen nichts daraus. Sie sgen sich, das war einmal, das kommt nie wieder und wirs sind Dank Hilfe von Nachbarn usw.
    Und viele sind der Meinung das der Staat für sie Vorzusorgen hat.

    Und da die Leute selbst mit Vorwahrnung oft nicht in der Lage sind sich vorzubereiten, gehe ichdavon aus das in einer echten krise nach 2-3 Tagen 90 Prozent der Bevölkerung am Ende sind bzw Anarchie herscht.



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    Capt J Reynolds

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  • >>>>Jaja, so schnell kanns gehen. An das Brauchwasser denken leider recht Wenige.

    Viele unterschätzen wie viel Wasser man als Brauchwasser eigentlich so braucht.

    Das Problem an Wasser ist, das es viel Platz braucht und schwer ist.
    Das macht das Einlagern schwierig...

    Lg

  • Als wir am Abend heimgekommen sind, war der Spuk dann vorbei. Alles geht wieder seinen gewohnten Gang, bis auf die Baustelle im Garten.

    Ich bin eigentlich recht dankbar für diese Demonstration einer Minikatastrophe.
    Erstaunlich, wie sich die Welt auf einen Schlag verändern kann, wenn ein Grundbedürfnis in den eigenen vier Wänden nicht erfüllt werden kann und sei es nur für einen Tag.

    So unhandlich es auch sein mag, ich werde mir auf jeden Fall nun auch Brauchwasser einlagern, zumindest einen Teil, um, sollte es größere Ausfälle geben, in den Turbulenzen der ersten Zeit nicht die Wohnung verlassen zu müssen.
    Längerfristig habe ich dann ja auch immernoch den Bach.

    Liebe Grüße und danke für die interressanten Reaktionen

    VanDoom

  • Zitat von VanDoom im Beitrag #11

    Ich bin eigentlich recht dankbar für diese Demonstration einer Minikatastrophe.





    Wenn ich das mal so sagen darf, dann hätte ich auch mal so eine "Minikatastrophe". Einfach nur um meiner Frau zu zeigen, dass es Sinn macht sich vorzubereiten.



    Der Verbrauch von Brauchwasser fängt ja schon bei der Morgentoilette an und geht hin bis zum Abspülen vom Geschirr.



    Ich habe auf die Schnelle einen recht guten Shop gefunden:

    http://www.regentonnenshop.de/

    Dort gibt auch ein paar "stylische" Tonnen, die wenig Platz brauchen. Ich glaube, ich gehe heue mal die Loggia ausmessen :-)

  • Zitat von Papa Schlumpf im Beitrag #12

    Wenn ich das mal so sagen darf, dann hätte ich auch mal so eine "Minikatastrophe". Einfach nur um meiner Frau zu zeigen, dass es Sinn macht sich vorzubereiten.



    Das war einer der positiven Nebeneffekte, auf jeden Fall.


    Meine Frau hat immer schon toleriert, was ich mache und mit der Zeit auch verstanden warum.


    Anteilnahme oder gar Freude über meine Preppertätigkeiten gabs allerdings recht selten.



    Gestern war sie aber richtig dankbar, für das Trinkwasser, die leeren Kanister und vor allem, das hat sie mir gesagt, für die Sicherheit, die ich ihr gab.


    "Das hätte auch länger dauern können" hat sie mal gemurmelt und dann meinen Vorschlag begrüßt, Brauchwasser einzulagern.



    Das war der zweite positive Effekt:


    Ich weiß, die Sache ist eigentlich nicht der Rede wert. Zu Mittag ins Gasthaus und zur nächsten funktionierenden Toilette pilgern und auch jeder Nichtprepper übersteht die Sache ohne Probleme.



    ABER, psychologisch fand ich es trotzdem wertvoll.


    In der Früh, den Polster noch im Gesicht, raus aus dem Schlafzimmer, sie schon ganz aufgeregt "Wir haben kein Wasser, alle Leitungen tot"


    Ich war sofort hellwach. "Jetzt gilt es" dachte ich, "zeig was du kannst".



    Frau beruhigen, Szenarien durchgehen, gedanklich Bestandsaufnahme machen, die Nachbarn vor dem Fenster zeigen schnell das Ausmaß der Probleme. Ok, das ist keine Übung.


    Vorräte checken, Plan für den Tag aufstellen, Improvisieren, Frau in alles einweihen. Sicherheit ausstrahlen. Auch wenn ich erstmal den Spülkasten der Toilette mit Trinkwasser gefüllt habe (was für eine Verschwendung) -> Ich habe dan Tag gerettet.



    Die Nummer gestern, so klein sie auch war und das ist mir auch nicht peinlich, hat ich in meinem Tun bestärkt und Sicherheit gegeben.



    Gruß


    VanDoom

  • Hallo,

    Also VD freut mich, daß du das so gut geschaukelt hast :) War zwar wirklich minimal, aber trotzdem gut für die Moral :)

    Beim Einlagern von viel Wasser vergiss nicht, daß Böden ein max. zugelassenes Gewicht/ m² haben. Meißt liegt es bei ca 50kg/m² oder so.
    Außerdem daran denken, daß ein ev. Wasserschaden von der Versicherung gedeckt ist.

    Mein Brauchwasser Speicher ist übrigens ein 750l Aquarium. Außerdem ein Schlagbrunnen im Garten. Aber bei Mietwohnungen wird es schon wesendlich schwerer.

    Gruß
    Gerald

  • Die meisten Böden im Wohnbereich haben eine Tragkraft von 200 - 300 kg pro m2, bei Neubauten meist 300 - 500 kg pro m2, im Zweifelsfalle bei der Hausverwaltung oder so erfragen. Man muss denen ja nicht sagen das man Wasser lagern will, sonder das man ein großes Bücherregal plannt z.B.

    Garagen halten in der Regel mehr aus.

    Aber natürlich muss man aufpassen, 500l Wasser wiegen 500kg ohne Behälter, das ist ne halbe Tonne.



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    Capt J Reynolds

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe. (Sprichwort der Apachen)


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  • Oder eben ein Wasserbett oder Aquarium als logischen Anfragegrund!
    In den Ecken ist die Tragkraft übrigens am höchsten. 300kg als Punktlast oder 150kg pro m² sind glaub ich Norm.

    LG Wolfgang
    der dieses Problem nicht hat.

  • Ich werde mal einenbefreundeten Architeckten Fragen was die derzeitige Baunorm fordert.




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    Capt J Reynolds

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  • Zitat von Austrianer im Beitrag #16

    300kg als Punktlast oder 150kg pro m² sind glaub ich Norm.
    LG Wolfgang
    der dieses Problem nicht hat.


    Ich denke da kann ich gaz gut darunter bleiben. Danke euch für die Infos.



    LG


    VanDoom