Brennessel, Urtica dioica, Urticaceae

  • @Mama Bär ist das Springkraut nicht ein Neophyt??
    Wir dürfens garned anpflanzen bei unseren Aufträgen.

    Aber klär mich bitte auf: ist die Berührung reizauslösend oder nur wenns mit Schleimhäuten in Verbindung kommt.

  • Es kann bei empfindlichen Personen Reizungen auslösen mit den Drüsenhärchen. Wo auch immer die halt hinkommen.
    Ich persönlich hab noch nie irgendwas bemerkt und das obwohl ich öfters damit zu tun hab.
    Diese Art Springkraut ist eingeschleppt und breitet sich eifrig aus, das heimische Springkraut ist kleiner, hat aber auch essbare Samen.

    [team] Wenn wir unsere Waffen zu Pflugscharen verarbeiten, werden wir irgendwann für die pflügen, die das nicht gemacht haben.

  • Hmmm. Brennessel finde ich auch im getrockneten Zustand (als Tee) noch immer hinreichend grauslich...

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

  • Jetzt fangen die Brennnesseln (Urtica dioica) wieder an zu sprießen und diese Pflanze ist einfach ein absoluter Wunderwuzzi.

    Sie ist
    • harntreibend
    • entzündungshemmend
    • krampflösend
    • immunsystemstimulierend
    • schmerzlindernd

    Brennnesselblätter enthalten reichlich Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium und Eiweiß.

    Klassisch ist der Brennnesseltee als Frühjahrskur, aber auch für viele andere Gerichte kann man Brennnesseln verwenden:

    Die Blätter und Triebspitzen verwendet man
    • als Brennnesselspinat (gut auch gemischt mit Bärlauch)
    • als Brennnesselsuppe (auch gemischt mit anderen Kräutern wie Bärlauch und Giersch)
    • als Brennnesselpulver (getrocknet und fein gemahlen) für grüne Smoothies oder übers Müsli
    • als Pesto (wie anderes Pesto zubereiten)
    • als blanchierte Blätter in diversen Aufläufen z.B. mit Kartoffeln und anderem Gemüse
    • in Backteig getaucht und frittiert

    Die nussig schmeckenden Brennesselsamen die später im Jahr verfügbar sind können ebenfalls verwendet werden:

    • Über Salate, Müsli, Saucen, Kräutertopfen
    • Im selbstgemachten Brot
    • geröstet in Brotaufstrichen

    Die Brennesselstaude liefert außerdem Fasern („Nessel“), deren Herstellung ist jedoch ausnehmend aufwändig und daher sehr zeitintensiv.

    "Das strategisch Gewünschte muss mit dem taktisch Möglichen übereinstimmen."
    Bernard Law Montgomery, 1. Viscount Montgomery of Alamein, KG, QCB, DSO, PC

  • Ich habe nur einmal probiert brennesseln zu kochen. Das hat so gestunken.... Ich hab es dann nicht gegessen. Aber ich denke ich muss wohl was falsch gemacht haben

  • Zitat von Tinah im Beitrag #26
    Ich habe nur einmal probiert brennesseln zu kochen. Das hat so gestunken.... Ich hab es dann nicht gegessen. Aber ich denke ich muss wohl was falsch gemacht haben

    Nur alte oder zu lange gelagerte Brennnessel stinken. Wegen des hohen Eiweißgehaltes verfallen sie sehr schnell und taugen dann nur für Brennnesseljauche.


    GUTE und FRISCHE Brennnessel haben einen eigentümlichen herben Kräutergeruch.


    Man darf allerdings nur ganz junge Brennnessel oder später die Triebspitzen mit 3-4 Blattpaaren essen. Je öfter man Brennnesselstauden "beerntet" umso buschiger werden sie und schieben mehrmals frische Triebe nach.


    Brennnessel sollen auch nicht "gekocht" sondern nur blanchiert oder sautiert werden.



    Am einfachsten findest du raus ob Brennnessel was für dich sind wenn du einige frisch gepflückte Pflanzen kurz in kochendes Salzwasser (Nudelwasser) tauchst, gleich wieder rausfischt und noch kalt abschreckst.


    Größere Mengen gut abtropfen lassen oder ausdrücken, den Saft beim Ausdrücken auffangen, meist braucht man bei der Zubereitung noch immer einige Löffel Flüssigkeit.


    Dann wie Blattspinat weiterverwenden.


    Kali orexi.



    LG


    PP